2. Bundesliga: Darmstadts Kohfeldt spricht plötzlich Japanisch

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Beim SV Darmstadt 98 übersetzt ein Tool seine Ansprachen in Echtzeit. So hörte Florian Kohfeldt erstmals seine eigene Stimme auf Japanisch. Der Zweitligist SV Darmstadt 98 setzt ein KI-System ein, das Kabinenansprachen von Trainer Florian Kohfeldt simultan in die Muttersprachen internationaler Spieler übersetzt. Dabei hat der 43-Jährige sich erstmals selbst auf Japanisch gehört – und war wenig begeistert. In der Freitagsausgabe der Süddeutschen Zeitung schilderte Kohfeldt die ungewohnte Erfahrung, seine Stimme in einer fremden Sprache zu hören, so: "Ja, schrecklich!" Und er zog eine persönliche Konsequenz: "Vor allem habe ich meiner Frau gesagt, dass sie keiner Sprachnachricht mehr trauen darf, sobald sie eine mit meiner Stimme aufs Handy kriegt." "Bei Japanisch und Spanisch hört es auf" Damit das Tool präzise arbeitet, wird es mit vereinsinternen Begriffen trainiert. Kohfeldt erklärte: "Jede Industrie hat eine Sprache, die nur Insider verstehen. Das ist auch im Fußball so. Und da gilt das auch wiederum innerhalb einzelner Klubs." Deshalb werde jede Ansprache aufgezeichnet, "so lernt das Tool, was mit bestimmten Begriffen gemeint ist". Den Bedarf begründete der Trainer mit den finanziellen Möglichkeiten des Klubs: "Spielerprofile, die wir brauchen, können wir uns auf dem deutschen Markt nicht leisten. Um konkurrenzfähig zu sein, müssen wir somit einen internationalen Kader managen. Nur: Ich spreche Deutsch, fließend Englisch, ordentliches Französisch. Bei Japanisch und Spanisch hört es auf." Und genau dort setze dieses Tool an. Das System kommt auch abseits des Platzes zum Einsatz. Im Trainingslager hätten die Spieler Sergio López und Kai Klefisch damit die Sendung "Temptation Island" auf Spanisch geschaut. Für Kohfeldt gehört das dazu: "Es geht auch ums Soziale. Denn bei aller Taktik, bei aller Innovation: Das Wichtigste bleibt die Seele einer Mannschaft."
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