Holstein Kiel macht den Klassenerhalt gegen Braunschweig perfekt. Die Eintracht hingegen verpasst den Befreiungsschlag. Holstein Kiel hat den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga durch ein 2:0 gegen Eintracht Braunschweig perfekt gemacht. Beide Tore erzielte Phil Harres (31. und 87.). Mit dem Sieg bleiben die Störche definitiv in der 2. Bundesliga. Braunschweig hingegen hat nur einen Zähler Vorsprung auf den Relegations- und Abstiegsplatz und ein Spiel mehr als die direkten Konkurrenten. In den anderen Spielen am Samstag gewann Dynamo Dresden gegen den 1. FC Kaiserslautern 1:0 (0:0), Bielefeld und Bochum trennten sich 1:1 (1:0). Für Dresden war es ebenfalls ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt. Kiel – Braunschweig Die Eintracht zeigte bis zum ersten Gegentor nach einer halben Stunde ein gutes Spiel. Jovan Mijatović hatte schon nach 20 Sekunden die erste Torchance. Johan Gómez traf in der 20. Minute nur die Latte. Doch wie so häufig in dieser Saison fehlte der Eintracht in den entscheidenden Momenten die Qualität. Vor dem schön herausgespielten 1:0 durch Harres ließen die Braunschweiger der Kieler Offensive zu viel Platz. Auch in der zweiten Halbzeit wurden die Niedersachsen mit zunehmender Spieldauer immer überlegener. Gefährlich wurden die Offensivaktionen aber so gut wie nie. In der 85. Minute köpfte der eingewechselte Faride Alidou aus guter Position über das Tor. Ansonsten standen die Kieler sehr sicher und trafen in der 87. Minute erneut durch Harres zur Entscheidung. Dresden – Kaiserslautern Nach einer zehnminütigen Abtastphase setzten die Dresdner die ersten Akzente. Niklas Hauptmann (13.) scheiterte nach einer Kontersituation an Lauterns Torhüter Julian Krahl, Robert Wagner (15.) verfehlte das FCK-Tor mit einem Distanzschuss nur knapp. Die nach zahlreichen Ausfällen arg ersatzgeschwächten Gäste waren zunächst auf die Sicherung des eigenen Strafraums bedacht und starteten nur zaghafte eigene Angriffsaktionen. Deshalb blieb die erste Halbzeit weitgehend arm an Höhepunkten. Ben Bobzien (38.) fand nach einer schönen Kombination in Krahl seinen Meister. "Es ist tragisch": Star-Stürmer erntet Kritik für WM-Werbespot Auch nach der Pause plätscherte die Partie vor sich hin. Gefährlich für die Pfälzer, die nun etwas aktiver nach vorn spielten, wurde es, wenn sich die dribbelstarken Hauptmann, Bobzien und Jason Çeka in Bewegung setzten. Allerdings trennten sie sich dabei oftmals auch zu spät vom Ball. Dennoch war die Dresdner Führung mehr als verdient. In einer Überzahlsituation fand Alexander Rossipal am langen Pfosten Vincent Vermeij, der den Ball nur über die Linie drücken musste. Das Tor belebte das Spiel merklich, nun musste auch Kaiserslautern mehr tun, der Ausgleich gelang aber nicht. Bielefeld – Bochum Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Fußballstandorts an der Bielefelder Melanchthonstraße waren für die Partie gegen Bochum die Namensschilder "Schüco-Arena" durch Schilder mit dem Traditionsnamen "Stadion Alm" ersetzt worden. Das erste Spiel hatte dort am 1. Mai 1926 stattgefunden. Ein vom Videoassistenten entlarvtes Foul von Cajetan Lenz an Robin Knoche ermöglichte Joel Grodowski mit seinem fünften verwandelten Elfmeter in dieser Saison das Bielefelder Führungstor (27.). Anfangs enttäuschende Bochumer wurden in der zweiten Halbzeit deutlich mutiger und kamen durch Moritz-Broni Kwartengs Tor (79.) schließlich zum verdienten Punkt. Kurz nach dem Schlusspfiff sah Bielefelds Trainer Mitch Kniat, der sich beschwert hatte, vom Schiedsrichter Tobias Stieler die Rote Karte.