Der Konsum alkoholischer Getränke bleibt in Deutschland auf einem hohen Niveau. Aber in einigen Bundesländern ist der Konsum besonders problematisch. Die Deutschen trinken weniger Alkohol als früher, aber noch immer zu viel. Das zeigt der aktuelle Jahresbericht der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Demnach trinken die Menschen hierzulande im europäischen Vergleich überdurchschnittlich viel Alkohol – nämlich knapp elf Liter pro Kopf gegenüber dem Durchschnitt von neun Litern. Ein Getränk ist dabei besonders beliebt. Doch nicht nur in Europa gibt es Unterschiede. Auch innerhalb Deutschlands trinken einige Bundesländer mehr als andere. Im Nordosten liegen die Vieltrinker-Bundesländer Eine Auswertung des Barmer Instituts für Gesundheitssystemforschung zeigt, wie stark sich ein schädlich hoher Alkoholkonsum, der Alkoholmissbrauch, zwischen den Bundesländern unterscheidet. Hoher Alkoholkonsum : Was passiert, wenn Sie jeden Tag fünf Biere trinken Den höchsten Wert verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern. Hier zeigen 18,81 von 1.000 Einwohnern einen missbräuchlichen Alkoholkonsum. Dahinter folgen Sachsen mit 16,65 und Sachsen-Anhalt mit 15,82. Auch Stadtstaaten wie Bremen (15,68) und Berlin (15,55) liegen deutlich über dem Durchschnitt. Dieser beträgt bundesweit 12,46 Fälle je 1.000 Einwohner. Am unteren Ende stehen Rheinland-Pfalz (10,36), Hessen (10,88) und Baden-Württemberg (10,94). Die Daten stammen aus dem Jahr 2023. Laut Statistik: Diese Menschen trinken besonders viel Experten sind sich inzwischen einig, dass es keinen risikofreien Konsum von Alkohol gibt. Bereits moderate Mengen von einem bis drei alkoholischen Getränken pro Woche sind mit einem Krankheitsrisiko verbunden, wenn auch mit einem geringen. Mit steigendem Konsum wächst auch das Risiko für Folgeschäden. In einer Auswertung des Robert Koch-Instituts gab knapp ein Drittel der Deutschen (32,5 Prozent) an, drei oder mehr alkoholische Getränke pro Woche zu trinken. Damit zählen sie zu der Gruppe mit moderatem bis hohem Krankheitsrisiko. Männer sind deutlich häufiger betroffen: 44 Prozent von ihnen trinken riskant, bei Frauen sind es 21 Prozent. Besonders häufig zeigt sich dieses Verhalten bei Menschen zwischen 45 und 64 Jahren sowie bei Älteren. Auch laut der Barmer-Auswertung trinken Menschen zwischen 50 und 79 Jahren besonders viel. Nur ein Verdauungsschnaps ? Das passiert, wenn Sie jeden Tag einen Schnaps trinken Genuss oder schon Sucht? Mit diesen zwei Fragen erkennen Sie Alkoholiker So wirkt sich Alkohol auf die Gesundheit aus Alkohol wirkt sich auf viele Organe aus. Er kann die Leber schädigen und zu einer sogenannten Fettleber führen. Auch das Herz leidet: Es kann zu Herzmuskelerkrankungen kommen, bei denen das Herz nicht mehr richtig pumpt. Zudem erhöht Alkohol das Risiko für Krebs und schädigt das Gehirn. Weltweit zählt Alkohol zu den größten Risikofaktoren für Krankheiten und vorzeitige Todesfälle. Im Jahr 2021 starben rund 1,8 Millionen Menschen an den Folgen hohen Alkoholkonsums. In Deutschland liegt die Zahl bei etwa 47.500 Todesfällen pro Jahr.