Alzheimer und Demenz: Symptome – sieben Stadien einer Erkrankung

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Alzheimer – die häufigste Form von Demenz – beginnt oft schleichend und führt zu typischen Symptomen. Wann es ernst wird und welche Risikofaktoren es gibt.Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde die Alzheimer-Demenz zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch den Psychiater Alois Alzheimer. Typisch für die Erkrankung sind eine allmählich nachlassende Konzentrationsfähigkeit sowie der schleichende Verlust der Gedächtnisleistung. Je weiter das Leiden fortgeschritten ist, desto herausfordernder wird es für die Betroffenen, ihr Leben allein zu meistern. Laut einem von der Alzheimer's Association erarbeiteten System schreitet die Erkrankung in der Regel in sieben Stufen voran. Entwickelt wurde es von Barry Reisberg, Klinikdirektor der New York University School of Medicine's Silberstein Aging and Dementia Research Center. Die Stadien der Krankheit können sich allerdings überlagern, sodass eine klare Abgrenzung schwierig sein kann.Alzheimer-Stufe eins: Keine erheblichen BeeinträchtigungenIn der ersten Stufe zeigt der Patient noch keine Symptome für Demenz.Alzheimer-Stufe zwei: Mit Gedächtnislücken fängt alles anErst ab der zweiten Stufe zeigen Betroffene ein leicht gemindertes Wahrnehmungsvermögen. Diese Anzeichen können auch einer altersbedingten Veränderung zuzuordnen sein.Zum Beispiel werden häufiger Dinge verlegt oder die Person kann über einzelne Gedächtnislücken klagen. Auch Wortfindungsstörungen sind ein typisches Symptom in dieser Phase der Krankheit. Der Arzt kann jedoch noch keine Demenzsymptome feststellen.Alzheimer-Stufe drei: Vergessen von WörternIn diesem Stadium der Erkrankung haben Betroffene zunehmend Probleme, sich zurechtzufinden. So fällt es ihnen schwerer, sich an das richtige Wort oder den richtigen Namen zu erinnern. Sie entwickeln Probleme bei der Ausführung von Aufgaben im sozialen oder Arbeitsumfeld oder vergessen Inhalte, die sie gerade gelesen haben.Demenz: Symptome, Risikofaktoren und AuslöserAb Alzheimer-Stufe vier wird es ernstAb diesem Krankheitsstadium wird ein sorgfältiges Gespräch mit einem Arzt empfohlen. Mögliche Symptome der fortschreitenden Demenz sind dann:Vergessen von kurz zurückliegenden EreignissenProbleme beim Lösen von Rechenaufgaben, zum Beispiel dem Rückwärtszählen in größeren ZahlenschrittenSchwierigkeiten beim Durchführen komplexerer Aufgaben, beispielsweise der Planung einer EssenseinladungVergesslichkeit bezüglich der eigenen VergangenheitDer Betroffene merkt in diesem Demenz-Stadium deutlich, dass mit ihm etwas nicht stimmt und er immer vergesslicher wird. Dieses Bewusstsein über den eigenen geistigen Abbau führt im Zuge der Erkrankung oft zu Niedergeschlagenheit und einem sozialen Rückzug.Alzheimer-Stufe fünf: Orientierungslos in Zeit und RaumAb dem fünften Stadium der Krankheit nehmen die Störungen zu und die Erkrankten benötigen meist Hilfe im Alltag. Viele können sich zum Beispiel nicht mehr an die eigene Adresse erinnern und leiden unter massiven Orientierungsstörungen in Bezug auf Zeit und Ort. Sie können sich nicht mehr selbstständig dem Wetter angemessene Kleidung auswählen.Darüber hinaus fällt das Kopfrechnen nun noch schwerer, einfache Aufgaben können nicht mehr gelöst werden. Jedoch sind Demenzkranke auf dieser Stufe noch in der Lage, selbstständig zu essen und auf die Toilette zu gehen.Alzheimer-Stufe sechs: Der Mensch wird zum PflegefallDer an Alzheimer Erkrankte benötigt jetzt umfassende Hilfe und kann nicht mehr allein leben. Manche Betroffene können jetzt:Kurz zurückliegende Ereignisse nicht mehr richtig wahrnehmenBekannte Gesichter nicht mehr von fremden unterscheidenHilfe beim Ankleiden benötigenVeränderungen am Schlafverhalten feststellenHilfe beim Toilettengang benötigenProbleme bei der Blasen- und Darmkontrolle habenTendenz zum Umherirren habenHäufig kommt es zudem vor, dass sich der Charakter und das Benehmen des Erkrankten wandeln. Zu den typischen Persönlichkeitsveränderungen gehört zum Beispiel ein Misstrauen gegenüber anderen oder zwanghaftes, wiederholtes Handeln wie zum Beispiel das Ringen mit den Händen.Keine Interaktion mehr in Alzheimer-Stufe siebenDas siebte Krankheitsstadium ist das traurige Endstadium dieser Krankheit: Der Betroffene kann sich seinem Umfeld nicht mehr mitteilen. Er kann keine Unterhaltung mehr führen. Auch die Fähigkeit zu lächeln, den Kopf gerade zu halten oder aufrecht zu sitzen, verschwindet. Ein weiteres Symptom der fortschreitenden Demenz ist, dass die Muskeln erstarren und das Schlucken immer schwerer fällt. Der Kranke ist ein schwerer Pflegefall, der die Angehörigen überfordert. Viele suchen daher externe Hilfe bei der Betreuung oder wählen ein Pflegeheim für ihren Angehörigen. Risikofaktoren für die Alzheimer-DemenzDas Alter ist der bedeutendste Risikofaktor für Alzheimer. Mit den Jahren können sich Eiweißablagerungen im Gehirn (Plaques) bilden, die die Nervenzellen schädigen. Veränderungen im Denken, Handeln und Wahrnehmen sind die Folge. Alzheimer-Prävention: Fünf Tipps für ein effektives GedächtnistrainingAlzheimer und Demenz: Wann ist Vergesslichkeit krankhaft? Noch vor der Vergesslichkeit: Alzheimer lässt sich an den Augen ablesen Neben dem Alterungsprozess und genetischen Faktoren spielen auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei der Entstehung von Alzheimer eine Rolle, da das Gehirn über den Blutkreislauf mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Ein übermäßiger Alkoholgenuss, Rauchen sowie Übergewicht erhöhen das Erkrankungsrisiko ebenfalls.Auch Diabetes wird im Zusammenhang mit Alzheimer diskutiert. Forschungen haben gezeigt, dass ein vermindertes Ansprechen der Körperzellen auf Insulin mit einer verschlechterten Gedächtnisleistung in Verbindung steht. Depressionen, Schlafmangel sowie schwere Kopfverletzungen gelten ebenfalls als mögliche Risikofaktoren.
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