Angriff auf Schule in Kasan (Russland) – mindestens 11 Tote

4 monate vor


Bei einem Schusswaffen-Angriff in einer Schule in der russischen Stadt Kasan sind mindestens elf Menschen getötet worden. Das berichteten übereinstimmend mehrere russische Nachrichtenagenturen. Demnach befinden sich unter den Toten mehrere Schüler und eine Lehrkraft. Laut dem Präsidenten der Region Tatarstan, Rustam Minnichanow (64), soll es sich bei einem Großteil der toten Schüler um Achtklässler handeln. Zudem seien zwölf Schüler und vier Erwachsene mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden, so Minnichanow. Er sprach von einer „großen Tragödie“. Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti wurde ein Täter von der Polizei festgenommen. Dabei soll es sich um einen 19-Jährigen handeln. Ein zweiter Verdächtiger wurde demnach in der Schule von Spezialkräften der Polizei erschossen. Der festgenommene 19-Jährige soll Medienberichten zufolge vor etwa vier Jahren seinen Schulabschluss gemacht haben. Kurz vor der Tat soll er das Verbrechen in der Messenger-App Telegram angekündigt haben. Er soll zunächst mit einem Maschinengewehr die Schule durch einen Haupteingang betreten und sofort um sich geschossen haben. Auf dramatischen Videos ist zu sehen, wie Schüler offenbar auf der Flucht vor den Tätern aus der dritten Etage des Gebäudes springen. Zwei Schüler sollen dabei ums Leben gekommen sein. Augenzeugen berichteten außerdem von einer Explosion in der Schule. „Wir haben eine Explosion im Schulgebäude gehört, wir sehen starken Rauch“, zitierte RIA Nowosti einen Augenzeugen. Eine Lehrerin sagte laut Tass, sie habe erst eine Explosion und dann Schüsse gehört. Weitere Videos zeigten, wie Rettungswagen und Polizeifahrzeuge mit Blaulicht und Sirene zu der Schule rasten. Menschen standen vor dem Gebäude und beobachteten die Lage. Später wurde die Schule weiträumig abgesperrt. Kasan liegt etwa 720 Kilometer östlich von Moskau. In Russland hatten die Schulen erst am Dienstag nach mehr als einwöchigen Ferien begonnen. In Russland gab es in der Vergangenheit immer wieder Festnahmen, weil Jugendliche angeblich Angriffe auf Schulen geplant hatten. Einen der schlimmsten Überfälle auf eine Schule gab es 2004 in Nordossetien. Damals brachten tschetschenische Rebellen mehr als 1000 Lehrer, Schüler und Eltern in ihre Gewalt, die sich dort zum Beginn des neuen Schuljahres versammelt hatten. Zwei Tage später stürmten russische Spezialeinheiten die Halle. Dabei kamen mehr als 300 Menschen um, mehr als die Hälfte waren Kinder. Die bisher letzte große Tragödie gab es im Oktober 2018, als in der Stadt Kertsch auf der von Russland einverleibten Halbinsel Krim ein 18-Jähriger an einer Berufsschule um sich geschossen und einen Sprengsatz gezündet hatte. Er und 20 weitere Menschen starben. Nach den früheren Angriffen auf Schulen haben viele Bildungseinrichtungen in dem Riesenreich Wachpersonal an Eingängen. Ob das auch bei der Schule Nummer 175 in Kasan der Fall war, war zunächst unklar. #Angriff #Schule #Russland ---------------------------------------------------------------------------------------------------------- 🔴  Abonniert jetzt unseren Kanal und aktiviert die Glocke! 🎥 „Heroin in Berlin“ – Das Gift aus der U-Bahn | Die exklusive Reportage: https://on.bild.de/2M3mVfQ 🎥  V-Mann „Miami Gianni“ packt aus: Undercover zwischen Zuhältern, Rockern und Clans – https://on.bild.de/3dZGq0K 🎥  „Blinder Hass – Wie wird ein normaler Junge zum Killer-Neonazi?“ – die BILDplus-Doku über den Halle-Attentäter Stephan Balliet: https://on.bild.de/39fSLgK 🎥 „Der Schneekönig“ – Vom Polizistensohn zum Drogen-Boss: Der deutsche Pablo Escobar erzählt jetzt ALLES – https://on.bild.de/32XIq7a 🎥  Die besten Dokus mit BILDplus gibt's hier: https://on.bild.de/BILDvideothek 📲  Folgt unseren Moderatoren: Nele Würzbach https://www.instagram.com/nele.wuerzbach Patricia Platiel: https://www.instagram.com/patricia.platiel/ Sina Stinshoff https://www.instagram.com/sina_stinshoff Claus Strunz: https://www.instagram.com/clausstrunz/ Moritz Wedel https://www.instagram.com/moritzwedel 👁‍🗨  Impressum: https://on.bild.de/impressum #BILD #Nachrichten #News
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