Einen Tag nach ihrer Bilderbuchlandung melden sich die Astronauten der "Artemis-2" zu Wort. Sie richten eindringliche Worte an die Menschen auf der Erde. Die Astronauten der Mondmission "Artemis-2" haben sich am Samstagabend erstmals seit der Landung der Öffentlichkeit präsentiert. Sie berichten von ihren Eindrücken während ihrer Reise um den Mond. Bei der Mission hatten sie den Erdtrabanten umflogen und waren so weit wie noch kein Mensch zuvor von der Erde entfernt. "Es war nicht so einfach, 200.000 Meilen und mehr von zu Hause weg zu sein", sagte Kommandant Reid Wiseman bei der Pressekonferenz. Beim Start sei es noch der größte Traum überhaupt, den man lebt. "Aber wenn du da draußen bist, dann willst du nur noch zu deiner Familie und deinen Freunden", sagte der Astronaut. Sichtlich berührt fuhr er fort: "Es ist etwas Besonderes, ein Mensch zu sein und es ist besonders, auf dem Planeten Erde zu leben". Crew stürzt aus All ins Meer: Video zeigt Landung Landung der Mond-Astronauten: Minuten wurden zur Ewigkeit Victor Glover sagte, er habe noch gar nicht verarbeiten können, was er im All erlebt habe. Er danke Gott für seine Erfahrungen. "Die Dankbarkeit dafür, das gesehen zu haben, was wir gesehen haben, das getan zu haben, was wir getan haben, und mit den Menschen zusammen gewesen zu sein, mit denen ich zusammen war – die ist zu groß, um in einem einzigen Körper Platz zu finden", sagte Glover. Koch: Einer der großen Momente der Menschheit Christina Koch, die erste Frau, die dem Mond so nahe kam, war der Moment in Erinnerung geblieben, als sie nach der Landung von einer Krankenpflegerin gefragt wurde, ob sie sie umarmen dürfe. Das sei einer von vielen "großen Momente der Menschheit" gewesen, die mit der Mission begonnen und geendet haben. Sie habe bei "Artemis-2" gelernt, was es wirklich bedeute, Mitglied einer Crew zu sein. Und sie zeigte auch auf, was dies in einem größeren Zusammenhang bedeute. Eine ihrer eindrücklichsten Erkenntnisse habe sie gewonnen, als sie beobachtete, wie winzig die Erde durch das Fenster des Orion-Raumschiffs wirkte, umgeben von all dieser Schwärze. "Ich weiß, dass ich noch nicht alles gelernt habe, was mir diese Reise lehren wird", sagte Koch. "Aber eines weiß ich jetzt ganz sicher, und zwar in Bezug auf den Planeten Erde: Ihr seid eine Crew", appellierte sie an die Menschheit. Hansen mit Appell an Menschheit Der Kanadier Jeremy Hansen sprach von einem "Joy Train", einem Freudenzug, in dem er gewesen sei. Er sei nicht immer eine Freude gewesen, sprach er die kleinen Probleme an, die es an Bord gab. Aber man habe immer wieder den Weg in den Freudenzug zurückgefunden. Dann bat er die anderen Astronauten, sich nahe an ihn zu stellen, und wandte sich an die Zuschauer. "Was Sie gesehen haben, war eine Gruppe von Menschen, die es liebten, einen Beitrag zu leisten, einen sinnvollen Beitrag zu leisten und daraus Freude zu schöpfen", sagte Hansen. "Und was wir gehört haben, ist, dass es etwas Besonderes für Sie war, das zu erleben. Ich möchte Ihnen nahelegen: Wenn Sie uns hier ansehen, sehen Sie nicht uns. Wir sind ein Spiegel, der Sie widerspiegelt – und wenn Ihnen gefällt, was Sie sehen, dann schauen Sie einfach etwas tiefer. Das sind Sie."