"Artemis-2"-Crew sicher auf der Erde zurück

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Die erste bemannte Mondmission seit 50 Jahren ist beendet. Die Crew der "Artemis-2" landete am Samstagmorgen vor der kalifornischen Küste. Die Raumfahrer der "Artemis-2"-Mission sind sicher auf der Erde angekommen. Ihre Kapsel landete kurz nach 17 Uhr Ortszeit knapp 15 Minuten nach dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre im Pazifik vor der kalifornischen Küste. Die Crew-Mitglieder seien in hervorragender Verfassung, hieß es vom Kontrollzentrum. Rettungseinheiten waren kurze Zeit später an der Kapsel angekommen. Zwischenzeitlich gab es Kommunikationsprobleme zwischen der Crew und den Rettungsteams. Offenbar konnten die Astronauten nicht mit den Spezialteams in den Booten sprechen, aber von diesen gehört werden. Etwa 90 Minuten nach der Landung konnten die ersten Retter eine Luke in der Kapsel öffnen und die Crew begrüßen. Kurze Zeit später erschien das erste Mitglied der Besatzung im Blick der Kameras von Hubschraubern. Zuletzt stieg Kommandant Reid Wiseman aus. Die Raumfahrer wurden mit Hubschraubern weitertransportiert. Die US-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der Kanadier Jeremy Hansen hatten ihre Mission am 1. April begonnen. In ihrem Verlauf waren sie weiter von der Erde entfernt als je ein Mensch zuvor. Zudem sammelten sie wertvolle wissenschaftliche Daten, um künftige bemannte Mondlandungen vorzubereiten. Sie waren in der vergangenen Woche an Bord der "Orion"-Kapsel mit dem Raketensystem "Space Launch System" vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abgehoben. Für Glover, Koch und Wiseman war es der zweite Flug ins All, für Hansen der erste. Koch wurde zur ersten Frau an Bord einer Mondmission der Nasa, Glover zum ersten nicht-weißen Menschen und Hansen zum ersten Kanadier. Insgesamt mehr als 2,3 Millionen Kilometer zurückgelegt Der Flugverlauf von "Artemis 2" glich insgesamt einer Acht um Erde und Mond. Die vier Astronauten legten insgesamt mehr als 2,3 Millionen Kilometer zurück. Sie flogen um den Mond herum und entfernten sich weiter von der Erde als jemals Menschen zuvor. Mit ihrer "Orion"-Kapsel knackten sie den 1970 aufgestellten Rekord der "Apollo 13"-Mission von rund 400.171 Kilometern. Am weitesten Punkt waren sie im weiteren Verlauf rund 406.771 Kilometer von der Erde entfernt. Dem Mond näherten sie sich auf rund 6.545 Kilometer. Eine Landung war bei dieser Mission nicht geplant. Bei ihrem Flug um den Mond herum beobachteten die Astronauten den Himmelskörper rund sieben Stunden lang ganz besonders intensiv. Insbesondere auf der Rückseite des Mondes konnten sie dabei auch aufgrund der Sonnenverhältnisse Dinge sehen, die nie ein Mensch zuvor mit den eigenen Augen gesehen hat. Für rund 40 Minuten war es währenddessen für die Astronauten, wie vorab erwartet, nicht möglich, mit dem Kontrollzentrum auf der Erde zu kommunizieren. Gegen Ende des Vorbeiflugs am Mond konnten die Astronauten – mit speziellen Brillen – sogar noch eine Sonnenfinsternis beobachten, bei der die Sonne aus der Perspektive von "Orion" hinter dem Mond verschwand. Bislang zwölf US-Amerikaner auf dem Mond Der erste Mensch auf dem Mond war am 20. Juli 1969 Neil Armstrong. Als bislang letzter Mensch verließ im Dezember 1972 der 2017 gestorbene Nasa-Astronaut Eugene Cernan mit der "Apollo 17"-Mission den Erdtrabanten. Insgesamt brachten die USA als bislang einziges Land mit den "Apollo"-Missionen zwischen 1969 und 1972 zwölf Astronauten auf den Mond. Für das Jahr 2028 strebt die Nasa erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder eine bemannte Mondlandung an. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 mit Apollo 17 auf dem Mond gelandet.
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