Arthrose: Diese Gewohnheiten im Alltag erhöhen das Risiko

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Arthrose ist keine normale Alterserscheinung. Wer gewisse Gewohnheiten im Alltag verändert, kann ihr vorbeugen oder ihr Fortschreiten verlangsamen. Die Gelenke schmerzen und werden steif, die Beweglichkeit ist zunehmend eingeschränkt, einfache Handgriffe werden zur Herausforderung: Arthrose kann erheblichen Leidensdruck verursachen. Um das zu verhindern, ist es wichtig, rechtzeitig etwas für die Gelenke zu tun. Ob eine Arthrose entsteht und wenn ja, wie schnell diese fortschreitet, hängt nämlich in beträchtlichem Maße vom Lebensstil ab. Insbesondere die folgenden Gewohnheiten können den Gelenken – und der Gesundheit im Allgemeinen – auf Dauer schaden. Fast den ganzen Tag sitzen Wer täglich stundenlang am Schreibtisch arbeitet und dann auch noch die Freizeit im Sitzen verbringt, sollte zeitnah etwas ändern: Zu Fuß zur Arbeit gehen, die Treppe statt des Fahrstuhls nehmen, in der Mittagspause einen Spaziergang machen, in der Freizeit einem sportlichen Hobby nachgehen, morgens oder abends Kraftübungen durchführen – all das kann zur Vorbeugung von Arthrose beitragen. Denn die Gelenke brauchen regelmäßige Beanspruchung: Körperliche Aktivität regt die Durchblutung im Gelenk an und fördert Stoffwechselvorgänge, die entscheidend für dessen Versorgung und Gesundheit sind. Die Muskulatur wird gestärkt, was die Gelenke entlasten und stabilisieren kann. Außerdem kann Bewegung dabei helfen, Übergewicht abzubauen, welches ebenfalls Arthrose begünstigt. Ungesund essen (und trinken) Übergewicht ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Arthrose, insbesondere im Kniegelenk. Menschen mit einem zu hohen Body-Mass-Index (BMI) sollten daher versuchen, ein gesünderes Gewicht zu erreichen. Um erfolgreich und langfristig abzunehmen, ist eine dauerhafte Ernährungsumstellung notwendig. (Mehr dazu erfahren Sie hier .) Entscheidend ist dabei, dass der neue Speiseplan ausreichende Mengen aller wichtigen Nährstoffe liefert. Es gibt Hinweise darauf, dass ein Mangel an gewissen Nährstoffen (unter anderem Vitamin C und K) eine Arthrose begünstigen kann. Die Gelenke ständig überbelasten Die Gelenke sollten zwar regelmäßig beansprucht werden, aber nicht im Übermaß. Wer zum Beispiel über längere Zeiträume hinweg immer wieder zu schwere Gewichte hebt, Tätigkeiten auf den Knien verrichtet (etwa Putzen) oder allzu intensiv oder einseitig trainiert, riskiert eine dauerhafte Überlastung bestimmter Gelenke – und damit unter Umständen die Entstehung einer Arthrose. Gelenkschmerzen ignorieren Bemerkt eine Person bei bestimmten Bewegungen wiederholt Schmerzen in einem oder mehreren Gelenken, sollte sie diese unbedingt ärztlich (orthopädisch) abklären lassen. Es können harmlose, jedoch auch krankhafte Ursachen dahinterstecken. Zu letzteren zählen: nicht oder nicht hinlänglich behandelte Gelenkverletzungen Fehlstellungen (etwa O-Beine, X-Beine oder unterschiedliche Beinlängen) eine beginnende oder fortgeschrittene Arthrose Frühere, nicht ausreichend behandelte Gelenkverletzungen und Fehlstellungen können dauerhafte Gelenkschäden und infolgedessen eine Arthrose nach sich ziehen. Wer zeitnah mit ärztlicher Hilfe gegensteuert, kann eine allzu starke Schädigung im besten Fall verhindern. Welche Maßnahmen dazu nötig sind, hängt von der genauen Ursache ab. Möglicherweise rät die Ärztin oder der Arzt dazu, bestimmte Arten von Aktivitäten zu vermeiden und/oder eine Sportart zu wählen, die für das betroffene Gelenk zuträglicher ist. Zudem kann sie oder er eventuell Hilfsmittel wie orthopädische Schuheinlagen verordnen. Liegt bereits eine Arthrose vor, kann eine rechtzeitige Behandlung zum einen die Beschwerden lindern. Zum anderen kann sie dem Fortschreiten der Erkrankung entgegenwirken. Arthrose entsteht nicht allein durch schlechte Gewohnheiten Bei der Entstehung einer Arthrose wirken in der Regel mehrere Faktoren zusammen. Nicht nur ungünstige Gewohnheiten spielen eine Rolle, sondern auch nicht oder kaum beeinflussbare Gegebenheiten wie: das Alter: Arthrose tritt meist im mittleren bis höheren Lebensalter auf. die genetische Veranlagung das Geschlecht: Frauen erkranken häufiger. Fehlstellungen wie O- oder X-Beine Ein gesunder Lebenswandel ist also kein Garant dafür, dass die Gelenke von einer Arthrose verschont bleiben. Aber: Wer eine oder mehrere der erwähnten Risikofaktoren aufweist, sollte erst recht darauf achten, dass er seinen Gelenken nicht noch durch schlechte Gewohnheiten schadet.
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