Autokauf: Neu oder gebraucht – wer spart wirklich mehr Geld?

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Neuwagen punkten mit Garantie, Gebrauchte durch den Preis. Doch wer falsch wählt, zahlt am Ende Tausende Euro drauf. Welche Entscheidung für Ihr Geld die richtige ist. Ein Neuwagen glänzt, duftet und bietet Sicherheit. Doch kaum rollt er vom Hof, schrumpft sein Wert rapide. Gebrauchte sind billiger, bergen aber Risiken. Wer falsch wählt, verliert viel Geld. So finden Sie den Wagen, der zu Ihnen passt. Die Illusion der Sicherheit Der größte Rechenfehler beginnt beim Kaufpreis. Viele Käufer schauen nur auf die Summe unter dem Vertrag. Doch die wahre Kennzahl ist der Wertverlust: Ein Neuwagen büßt im ersten Jahr rund ein Viertel seines Wertes ein. Wer 40.000 Euro ausgibt, verliert schnell den Gegenwert eines Kleinwagens. Gebrauchte sind hier wertstabiler. Sie erfordern allerdings in der Regel früher Reparaturen. Ein weiterer Vorteil: Während Neuwagenkäufer Monate auf die Auslieferung warten, stehen Gebrauchte sofort zur Abfahrt bereit. Neuwagen: Warum er sich dennoch lohnen kann Ein Auto gilt rechtlich nur dann als neu, wenn es höchstens zwölf Monate alt und unbenutzt ist. Es verspricht technische Perfektion. Käufer erhalten die neuesten Assistenten und eine Garantie, die teils acht Jahre lang Schutz bietet. Farbe, Motor und Extras bestimmen Sie selbst. Das Werk baut den Wagen nach Ihren Wünschen. In den ersten Jahren schützt diese Planbarkeit Ihr Budget. Außer der Wartung fallen kaum Kosten an. Doch Vorsicht: Händler geben bei Neuwagen meist wenig Rabatt. Zudem steigen die Versicherungskosten durch die empfehlenswerte Vollkaskoversicherung. Gebrauchtwagen: Wenig Geld – aber mit Risiko Ein Gebrauchtwagen hatte mindestens einen Vorbesitzer. Die Spanne reicht vom fast neuen Jahreswagen bis zum Oldtimer. Der Vorteil: Der erste massive Wertverlust ist vorbei. Oft bekommen Sie ein Oberklassemodell zum Preis eines neuen Kleinwagens. Wartezeiten gibt es in der Regel nicht. Den niedrigen Preis erkaufen Sie sich mit Kompromissen. Kratzer gehören dazu, Verschleißteile müssen Sie früher ersetzen. Je älter der Wagen, desto häufiger brennt eine Kontrollleuchte. Der Schutz bei Unfällen ist geringer, außerdem verbrauchen alte Motoren mehr Sprit. Ein weiterer Nachteil: Sie müssen nehmen, was der Markt hergibt. Für Sonderwünsche ist im Gebrauchtwagenhandel kein Platz. Wer gewinnt das Duell? Die Entscheidung ist eine Frage der Prioritäten. Wollen Sie den Wagen mindestens acht bis zehn Jahre fahren? Dann kaufen Sie einen Neuwagen. Der frühe Wertverlust spielt dann keine Rolle mehr, und Sie genießen die volle Garantie. Das ist ideal für Vielfahrer, die absolute Zuverlässigkeit brauchen. Ein Gebrauchter ist die richtige Wahl, wenn Sie das Auto nach wenigen Jahren wieder verkaufen möchten oder Ihr Budget knapp ist. Für Fahranfänger bleibt er die wirtschaftlichere Lösung. Den goldenen Mittelweg bieten Jahreswagen: Sie sind technisch fast neu, aber bereits deutlich günstiger als im Prospekt.
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