Autorennen-Prozess Köln: Urteil nach tödlichem Crash auf A555 erwartet

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Zwei Frauen sterben auf der Autobahn – und die entscheidende Frage lautet: War ein verbotenes Autorennen der Auslöser? Genau darüber urteilt nun das Landgericht Köln. In dem Prozess um ein mutmaßliches Rennen mit zwei Toten auf der Autobahn zwischen Köln und Bonn wird am Mittwoch (12 Uhr) das Urteil erwartet. Angeklagt sind zwei 22 Jahre alte Männer – ehemalige Jugendspieler des 1. FC Köln – die sich im Dezember 2023 spätabends bei Dunkelheit auf der Autobahn 555 ein Rennen geliefert haben sollen. Vor dem Landgericht Köln wiesen beide den Rennvorwurf zurück. Gleichzeitig räumten sie ein, zu schnell unterwegs gewesen zu sein – doch ob daraus juristisch ein Autorennen wird, ist Kern des Verfahrens. Crash mit Tempo 200 Unstrittig ist dagegen der Ablauf des tödlichen Crashs: Eines der beiden hochmotorisierten Fahrzeuge prallte mit einem Tempo von ungefähr 200 Kilometern pro Stunde in einen Kleinwagen. Darin saßen eine Mutter und ihre erwachsene Tochter. Ex-Talente des 1. FC Köln: Angeklagte widersprechen sich nach tödlichem Unfall bei Köln 1. FC Köln: Nachwuchsspieler des FC Köln in tödlichen Unfall verwickelt Durch den Aufprall explodierte das Auto, beide Frauen starben. Der Fall wirft damit nicht nur Fragen nach Tempo und Verantwortung auf, sondern auch danach, wie riskantes Fahren rechtlich bewertet wird. Die Staatsanwaltschaft fordert für die beiden Angeklagten Jugendstrafen von drei Jahren beziehungsweise zwei Jahren und acht Monaten. Der Verteidiger des einen Angeklagten plädierte nach Gerichtsangaben auf Freispruch und andernfalls auf eine Bewährungsstrafe, der Verteidiger des anderen ebenfalls auf eine Bewährungsstrafe – nun entscheidet das Gericht, welche Deutung am Ende zählt.
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