Bestune: Autohersteller aus China greift deutschen Markt an

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Chinas Staatskonzern FAW bringt die Marke Bestune nach Deutschland. Die Taktik: viel Luxus zu Preisen, die hiesige Hersteller bloßstellen. Ein neuer Angriff auf das Herz des deutschen Marktes – mit einer alten Methode. Der deutsche Automarkt gerät weiter unter Druck aus China . Die Marke Bestune, eine Tochter des chinesischen Staatskonzerns FAW, steigt in den Kampf um Marktanteile ein. Anders als viele Wettbewerber setzt Bestune zum Start auf klassische Verbrennungsmotoren und viel Ausstattung. Drei Verbrenner für Deutschland Zum Start bringt die noch junge Marke (2006 gegründet) drei Modelle in den Handel: Die Limousine B70 ist das 4,86 Meter lange Topmodell und kostet rund 30.000 Euro. Der Zweiliter-Benziner leistet 218 PS und erreicht eine Geschwindigkeit von 230 km/h. Zur Serienausstattung gehören unter anderem ein Panorama-Glasschiebedach, eine 360-Grad-Kamera und eine elektrische Heckklappe. Das Kompakt-SUV T77 tritt gegen Konkurrenten wie den VW Tiguan an. Es wird von einem 1,5-Liter-Turbobenziner mit 160 PS angetrieben und kostet etwa 27.000 Euro. Als drittes Modell folgt der Crossover B70S, ein sportlich gestalteter Fünftürer. Genaue Preise und technische Daten für diese Variante sind bislang noch nicht bekannt. Viel Ausstattung für wenig Geld Die Strategie der Chinesen ist eindeutig: Sie wollen Kunden mit einem betont günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis locken. Während europäische Hersteller viele Komfortfeatures nur gegen Aufpreis anbieten, sind bei Bestune beispielsweise Keyless-Systeme oder elektrisch verstellbare Sitze bereits im Grundpreis enthalten. Doch das günstige Angebot hat eine Kehrseite: Immer mehr staatliche Stellen in Deutschland erlassen Parkverbote für chinesische Marken. Denn während die Autos ein preiswerter Einstieg in die Mobilität sind, gelten sie für Verfassungsschützer vor allem als eines: eine Gefährdung der inneren Sicherheit.
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