Bitpanda erweitert Angebot: Neue App vereint Aktien, ETFs und Kryptos

latest news headlines 3 std vor
Flipboard
Mit einer neuen App, über 10.000 Aktien und Fonds sowie mit einem bekannten Gesicht möchte der Wiener Broker Bitpanda den Markt aufmischen. Was Anleger jetzt wissen müssen. Der Kryptobroker Bitpanda startet am 29. Januar 2026 mit einer neuen Handels-App, die Aktien, Fonds, ETFs , Edelmetalle und Kryptowährungen auf einer Plattform bündelt. Das Unternehmen, das bisher vor allem für sein Kryptoangebot bekannt war, erweitert damit sein Portfolio und tritt in direkte Konkurrenz zu anderen Neobrokern wie Trade Republic, XTB oder Scalable Capital, wodurch der Druck in der Branche weiter wachsen dürfte. Pauschalkosten für 1 Euro: Eine kostengünstige Lösung Laut Mitteilung des Unternehmens bietet die neue Bitpanda-App ihren Nutzern eine einfache und günstige Möglichkeit, in rund 8.000 Aktien und 2.500 ETFs zu investieren. Dabei soll für jede Transaktion eine Pauschalgebühr von nur 1 Euro anfallen. Diese Gebühr gelte für Käufe und Verkäufe von ganzen sowie Bruchteilen von Aktien und ETFs, heißt es. Zudem können Nutzerinnen und Nutzer von kostenlosen Sparplänen profitieren und müssen nicht mit zusätzlichen Ein- oder Auszahlungsgebühren rechnen. Das Unternehmen verzichtet zudem auf die Praxis des "Payment for Order Flow" , wodurch keine Zahlungen für die Orderweitergabe an Dritte anfallen. Eine automatische Besteuerung der Gewinne und die Abführung an die Finanzämter stehe ab dem Start für Nutzerinnen und Nutzer in Österreich und Deutschland zur Verfügung, teilte das Unternehmen mit. Bitpanda stellt sich damit als kostengünstige und gleichzeitig benutzerfreundliche Plattform dar, die auch für Einsteiger in die Welt des Investierens gut geeignet ist. Auf Expansionskurs: Österreicher mit großen Plänen Bitpanda, 2014 in Wien gegründet, zählt mit über 7 Millionen aktiven Nutzer mittlerweile zu den größten Kryptoanbietern Europas. Seit Januar 2025 besitzt Bitpanda die MiCAR-Lizenz der Bafin, die es dem Unternehmen ermöglicht, seine Produkte in allen 27 EU-Staaten reguliert anzubieten. Diese Lizenz stellt sicher, dass Bitpanda den europäischen Standards für Anlegerschutz, Transparenz und Kapitalanforderungen entspricht. Damit bietet das Unternehmen seinen Nutzern ein hohes Maß an Sicherheit. Das Unternehmen verfolgt ehrgeizige Pläne: Es will nicht nur im Kryptomarkt weiter wachsen, sondern nun auch im traditionellen Investmentbereich expandieren, um gegen etablierte Marktführer wie Trade Republic anzutreten. Konkurrenz unter Neobrokern wächst Trade Republic, mit über 10 Millionen Kunden und einer verwalteten Summe von 100 bis 150 Milliarden Euro, gilt als der führende Anbieter in der Branche. Anfang Januar ist der Online-Broker mit 12,5 Milliarden Euro Bewertung zum wertvollsten deutschen Start-up aufgestiegen. Auch XTB und Scalable Capital sind wichtige Akteure im Markt, wobei XTB rund 1,36 Millionen und Scalable Capital rund 1 Million Nutzer hat. Neobroker unter Druck: Was das EU-Verbot für Anleger wirklich bedeutet Verschlafene Trends: Warum klassische Banken ins Abseits geraten Ein weiterer Neobroker, der sich im Wettbewerb neu positioniert, ist Finanzen.net Zero. Ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie ist, das Informationsportal Finanzen.net enger mit dem Broker Zero zu verzahnen, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Das Informationsportal hat rund 35 Millionen Seitenaufrufe pro Monat und ist das größte Finanzportal Deutschlands. Um sich im Wettbewerb zu behaupten, setzen alle Neobroker auf kostengünstige Transaktionen und eine benutzerfreundliche Plattform. Eine McKinsey-Studie aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass mittlerweile fast jedes zweite neu eröffnete Girokonto in Deutschland bei einer Neo- oder Direktbank eröffnet wird, was den Trend hin zu digitalen Finanzdienstleistungen unterstreicht. Neue Meldepflicht: Diese Krypto-Daten landen künftig beim Finanzamt Private Veräußerungsgeschäfte: Müssen Bitcoin-Gewinne versteuert werden? Doch die niedrigen Handelsgebühren und kostenlosen Sparpläne erfordern eine große und nachhaltige Nutzerbasis, um langfristig wirtschaftlich tragfähig zu bleiben. Es bleibt abzuwarten, ob Bitpanda mit seiner neuen Strategie in der Lage ist, seinen Anteil am Markt weiter auszubauen und mit den Branchenführern wie Trade Republic mitzuhalten. Markenbotschafter: Christoph Waltz Um die Marke Bitpanda weiter zu stärken, setzt das Unternehmen auf einen prominenten Markenbotschafter: Christoph Waltz . Der zweifache Oscar-Preisträger, der in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag feiert, ist weltweit bekannt für seine Rollen in Filmen wie "Inglourious Basterds", "Django Unchained" und den James-Bond-Filmen "Spectre" sowie "Keine Zeit zu sterben". Er wird künftig das Unternehmen in einer paneuropäischen Partnerschaft vertreten.
Aus der Quelle lesen