Black Friday: Betrüger locken mit Fakeshops und vermeintlichen Angeboten

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Die Ware kommt nicht, das Geld ist weg: Viele Angebote am Black Friday erweisen sich im Nachhinein als Mogelpackung. So erkennen Sie sogenannte Fakeshops. Alle Jahre wieder warten Schnäppchenjäger gespannt auf die besten Angebote rund um Black Friday , Cyber Monday und Co. Und alle Jahre wieder mahnen Verbraucherschützer zur Vorsicht. Denn der Einkaufswahn macht es auch Betrügern leichter, ahnungslose Opfer zu finden und ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat mit ihrem Fakeshop-Finder bereits 86.000 gefälschte Onlineshops identifiziert. Jeden Monat kommen rund 1.200 neue hinzu, heißt es in einer Pressemitteilung der Verbraucherzentrale. Besonders in der Vorweihnachtszeit und an Aktionstagen wie dem Black Friday und Cyber Monday haben betrügerische Webseiten demnach Hochkonjunktur. Black Friday: Schufa warnt vor Fakeshops Betrugsmasche: Verbraucherzentrale warnt vor Fakeshops im Internet Der Schaden ist erheblich: Allein in Deutschland beträgt er laut Initiative Sicher Handeln (ISH) rund 100 Millionen Euro pro Jahr. Mehr als 300.000 Menschen seien bereits Opfer dieser Online-Betrugsmasche geworden. Eine aktuelle Umfrage der ISH in Zusammenarbeit mit YouGov zeigt zudem: Zwar sagen über 80 Prozent der Befragten, sie wüssten, was Fakeshops sind – doch nur rund ein Viertel erkennt alle wichtigen Warnsignale. "Genau das macht sie angreifbar" "Viele kennen den Begriff, aber nicht die Mechanismen dahinter – das ist eine gefährliche Mischung aus Bewusstsein und Leichtsinn", sagt Kriminaldirektor Harald Schmidt , Sprecher der ISH. "Seit Jahren sehen wir: Die meisten fühlen sich sicher, aber genau das macht sie angreifbar. Denn wer glaubt, alles zu wissen, prüft oft nicht mehr genau." Das Problem: "Fakeshops nutzen gezielt Emotionen: Vertrauen, Bequemlichkeit und den Reiz des Schnäppchens. Das macht sie so erfolgreich", so Schmidt weiter. Künstliche Intelligenz verschärft das Problem Mit der zunehmenden Nutzung von Künstlicher Intelligenz verschwimmen zudem die Grenzen zwischen echt und gefälscht. Produkttexte, Bewertungen oder Chat-Antworten können heute automatisiert erzeugt werden und wirken oft glaubwürdiger als echte Inhalte. Rund jeder Fünfte gibt nach ISH-Angaben an, Online-Angeboten seit dem KI-Boom grundsätzlich weniger zu vertrauen. Ein wachsendes Risiko geht laut Verbraucherzentrale von Fakeshops aus, die gezielt über bezahlte Werbung auf Plattformen wie Facebook und Instagram verbreitet werden. Diese Shops werden häufig unmittelbar nach ihrer Freischaltung beworben und erreichen innerhalb kürzester Zeit eine große Zahl potenzieller Opfer. Angebote sind zu schön, um wahr zu sein Wer im Internet einkauft, sollte sich daher stets informieren, ob der Händler vertrauenswürdig ist. Als Richtlinie gilt: Ist das Angebot zu schön, um wahr zu sein, ist es das in der Regel auch. Die Zeiten der Black-Friday-Angebote mit Rabatten von 50 Prozent und mehr sind längst vorbei. Das eindeutigste Anzeichen für einen Betrugsversuch ist in der Regel die Zahlungsweise: Auch wenn es anfangs allem Anschein nach mehrere Möglichkeiten gibt, bleibt am Ende oft die Vorkasse als einzige Option – hier werden zum Beispiel technische Probleme vorgetäuscht. Weitere Hinweise können laut Verbraucherzentrale sein: Auffällige Internetadresse: Die Adresse sollte zum Inhalt passen. Ein Reifenhändler hat in der Regel keine Smartphones im Angebot. Außerdem sollte die URL im besten Fall auf ".de" oder ".com" enden. Falsche Gütesiegel: Seriöse Webseiten zeigen in der Regel Zertifikate und Gütesiegel an, beispielsweise von "Trusted Shops". Aber Vorsicht: Diese müssen unbedingt mit dem Siegel-Betreiber verlinkt sein, sonst kann es sich um eine Kopie handeln. Genauso verhält es sich mit Verlinkungen auf Social-Media-Kanäle von Facebook, Instagram oder X. Kundenbewertungen: Lassen Sie sich nicht von Lobeshymnen blenden. Lesen Sie sich auch die negativen Bewertungen durch, diese könnten auf Betrugsversuche hinweisen. AGB, Widerrufs- und Rückgaberechte: Wenn diese wichtigen Verbraucherhinweise grammatikalisch nicht sauber sind oder Rechtschreibfehler erhalten, deutet das auf eine schlechte Adresse hin. Oft sind diese notwendigen Informationen auch gar nicht hinterlegt – dann sollten Sie lieber nicht in dem Shop bestellen. Impressum: Wer unsicher ist, kann auch einfach zum Hörer greifen und die Nummer anrufen, die im Impressum angegeben ist. Meldet sich dort das Unternehmen oder eine ahnungslose Privatperson? Oder besteht vielleicht sogar "kein Anschluss unter dieser Nummer"? Fakeshop-Finder zeigt Vertrauenswürdigkeit von Webseiten Wer sich trotz aller Maßnahmen unsicher ist, kann den Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale nutzen. Dieser prüft die gewünschte Webseite auf typische Merkmale und zeigt die Vertrauenswürdigkeit an. In manchen Virenschutzprogrammen ist diese Technologie hinter der Suche ebenfalls enthalten und warnt die Nutzer automatisch beim Aufruf der Seite. Wer keine Zeit hat, die besten Angebote zum Black Friday herauszusuchen: t-online begleitet den Shopping-Feiertag in diesem Jahr wieder, überprüft die Angebote und macht für Sie die besten Deals ausfindig. Alle wirklich guten und vor allem seriösen Angebote finden Sie hier in unserem Liveticker .
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