Blockade der Straße von Hormus führt zu Engpass an Cola Light in Indien

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Die Blockade der Straße von Hormus trifft Indien. Es fehlt an Aluminium für Getränkedosen. Coca-Cola trifft es hart. Auch Europas Bierbrauer schlagen Alarm. Der Iran-Krieg führt in Indien zu einer Knappheit von Cola Light, da es an Aluminiumdosen für die Abfüllung mangelt. Vertriebspartner von Coca-Cola sagten der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch, das Unternehmen habe sie über eine Rationierung und die Nichterfüllung von Bestellungen informiert. Grund sei ein Mangel an Dosen infolge des Krieges. Während die meisten Erfrischungsgetränke in Indien sowohl in Plastikflaschen als auch in Dosen verkauft werden, ist Cola Light nur in Dosen erhältlich. Coca-Cola lehnte eine Stellungnahme ab. Cola Light ist nach Angaben eines Abfüllers das Softgetränk mit dem größten Marktzuwachs in Indien. Überblick: Alle Entwicklungen im Nahost-Newsblog Straße von Hormus: Auch die Chip-Hersteller bangen Die Golfregion, auf die etwa neun Prozent der weltweiten Aluminiumproduktion entfallen, ist seit Ende Februar durch die faktische Blockade der Straße von Hormus durch den Iran vom Welthandel weitgehend abgeschnitten. Einem Branchenvertreter zufolge sind Lieferungen von importierten Dosen nach Indien verzögert. Zudem sind Einfuhren, etwa aus Sri Lanka oder den Vereinigten Arabischen Emiraten um rund ein Drittel teurer. Unternehmen berichten über Hamsterkäufe Indien gilt für den Getränkekonzern Coca-Cola als wichtiger Wachstumsmarkt, insbesondere für zuckerfreie Produkte. Ein Lebensmittelhändler aus dem nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh berichtete, Bestellungen für Cola Light kämen verspätet. Das Unternehmen dränge stattdessen auf den Verkauf von Cola Zero, das in Plastikflaschen abgefüllt wird. Die Zeitung "Economic Times" berichtete von Hamsterkäufen. "Da im Internet noch Restbestände verfügbar sind, greifen die Leute zu Großeinkäufen", sagte ein Manager einer Bestellform der Zeitung. Gleichzeitig verbreiteten sich Beiträge von Verbrauchern wie "Diet Coke: Vermisst" viral auf sozialen Plattformen wie Instagram und X. Die europäische Handelsvereinigung "Federation of European Business in India" (Febi) schlug bereits vor Wochen Alarm. Europäische Hersteller wie Heineken oder Carlsberg forderten die Regierung auf, die Zölle für die Einfuhr von Aluminiumdosen zu senken. Über die Straße von Hormus wird nicht allein der Transport von Gas und Öl abgewickelt. Die Golf-Staaten haben ihre Volkswirtschaften in den vergangenen Jahren drastisch diversifiziert. So werden energieintensive Produkte in der Gegend hergestellt, darunter Aluminium, aber auch Düngemittel, vor allem für Afrika und Asien. Zudem fallen bei der Erdölproduktion Nebenprodukte wie Schwefel oder Helium an. So schlugen zuletzt Chip-Hersteller Alarm, die das Edelgas für die reine Herstellung hochreiner Siliziumhalbleiter benötigen. Auch Deutschlands Pharmaindustrie ist besorgt. Helium wird dort für die Reinheitskontrolle von Medikamenten benötigt. Ebenso für medizinische Geräte wie MRT .
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