Ordentliche Kündigung: Muss der Arbeitgeber einen Kündigungsgrund nennen?

latest news headlines 3 wochen vor
Flipboard
Wer gekündigt wird, hat viele Fragen. Eine von ihnen lautet nicht selten: Was war eigentlich der genaue Grund für die Entlassung?Nicht immer ist der Grund für eine Kündigung sofort ersichtlich. Lag es an mir selbst oder daran, dass der Betrieb sparen muss? t-online erklärt, welche Kündigungsgründe zulässig sind, was in der Probezeit gilt – und ob auch Sie als Arbeitnehmer Gründe nennen müssen, wenn Sie selbst kündigen.Muss mein Arbeitgeber bei einer ordentlichen Kündigung Gründe nennen?Nein, nicht immer. Zwar kann Sie Ihr Arbeitgeber nicht einfach ohne Grund kündigen, wenn Ihr Arbeitsverhältnis unter das sogenannte Kündigungsschutzgesetz fällt. Das ist aber nur der Fall, wenn Sie mindestens sechs Monate in einem Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern tätig sind.Nach dem Kündigungsschutzgesetz unterscheidet man grundsätzlich drei verschiedene Kündigungsgründe – personenbedingte, verhaltensbedingte und betriebsbedingte Kündigungen. Ein Überblick: Personenbedingte Kündigungen sind beispielsweise dann erlaubt, wenn der Arbeitnehmer durch schlechte Arbeitsleistung den Betriebsablauf stört. Im Klartext also: Wenn Sie zu schlecht arbeiten.Verhaltensbedingte Kündigungen sind gestattet, wenn der Arbeitnehmer durch Fehlverhalten oder Pflichtverletzungen auffällig geworden ist. Allerdings müssen Sie hier zuvor eine Abmahnung erhalten.Betriebsbedingte Kündigungen können rechtlich möglich sein, sollte sich die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens stark verschlechtern, sodass ein Stellenabbau unbedingt notwendig ist.Sollten Sie hingegen nicht unter das Kündigungsschutzgesetz fallen, darf Ihr Arbeitgeber Ihnen auch ohne Grund ordentlich kündigen – unter Einhaltung der gesetzlichen Frist. Mehr dazu lesen Sie hier.Kündigung wegen Krankheit: Ist das erlaubt?Familie und Beruf: Kann ich nach der Elternzeit gekündigt werden?Anders sieht es bei einer außerordentlichen, also fristlosen Kündigung aus. Hier muss Ihr Arbeitgeber auf jeden Fall einen Grund nennen – und zwar einen gewichtigen. Doch Achtung: Einfach so darf Ihr Chef Ihnen nicht fristlos kündigen. Mehr dazu lesen Sie hier."Jesus hat Sie lieb": Aus diesen kuriosen Gründen wurden Mitarbeiter gefeuertWie sieht es in der Probezeit aus?Während der Probezeit können Arbeitgeber und Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis ohne Angabe von Gründen im Rahmen der festgelegten Frist kündigen – also ordentlich.Eine fristlose Kündigung während der Probezeit hingegen muss der Arbeitnehmer gut begründen. Möchte der Arbeitgeber den Mitarbeiter in der Probezeit fristlos kündigen, muss er zunächst eine Mahnung ausgesprochen haben.In der Probezeit kündigen? Diese Fristen müssen Sie einhaltenArbeitsrecht: Darf der Arbeitgeber mich ohne Grund kündigen?Kann ich als Arbeitnehmer ohne Grund kündigen?Wollen Sie sich beruflich neu orientieren oder sind Sie einfach unzufrieden mit ihrem Job oder dem Arbeitgeber? In diesem Fall können Sie als Arbeitnehmer ein Arbeitsverhältnis jederzeit kündigen – ein Kündigungsgrund ist dafür generell nicht notwendig. Beachten Sie jedoch, dass Sie stets schriftlich kündigen müssen.Allerdings müssen Arbeitnehmer die im Arbeits- oder Tarifvertrag vereinbarte Kündigungsfrist einhalten. Ist diese dort nicht geregelt, gilt die gesetzliche Kündigungsrist von vier Wochen zum 15. des Monats oder zum Ende des Kalendermonats.
Aus der Quelle lesen