Joachim Löw hat eine Rückkehr als Trainer in die Bundesliga klar ausgeschlossen. Einen bestimmten Typ von Job könnte er sich aber noch vorstellen. Der frühere Bundestrainer Joachim Löw hat ein Comeback als Trainer in der Bundesliga für sich ausgeschlossen. Das sagte der 66-Jährige in einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit". Offen lässt er jedoch die Tür für einen Job mit internationalen Ambitionen. Löw sagte: "Einen Trainerjob in der Bundesliga habe ich ausgeschlossen, dabei bleibe ich auch. Das heißt nicht, dass ich nicht einige Ideen hätte, wie man Vereinsmannschaften voranbringen könnte." Er sehe aber "keinen Reiz darin, Wochenende für Wochenende Bundesligaspiele zu bestreiten. Aber ein Team mit internationalen Ambitionen mit Ausdauer an die europäische Spitze zu führen, das könnte ich mir vorstellen." Kaum langfristige Gedanken Eine Rückkehr ins Trainergeschäft schließt er nicht grundsätzlich aus. Fußball sei seine große Leidenschaft, "das wird sich nie ändern. Ich habe immer gesagt, falls irgendetwas kommt, wo ich wirklich dafür brennen würde, kann ich es mir noch mal vorstellen." Käme kein interessanter Trainerjob, wäre das für ihn "völlig in Ordnung. Ich bin zufrieden mit meinem Leben." Löw führte die deutsche Nationalmannschaft 2014 in Brasilien zum WM-Titel. Im selben Interview kritisierte er die Planungskultur vieler Klubs: "Wenige Vereine machen sich die Mühe, ein mittel- oder langfristiges Modell zu entwickeln, nur wenige Sportvorstände verlangen ein solches Konzept, wenn sie nach Trainern suchen. Stattdessen wird immer nur die Frage gestellt: Wie können wir gewinnen, aufsteigen, den Klassenerhalt schaffen?" Von den sogenannten deutschen Tugenden hält Löw wenig. Er sagte: "In Deutschland wird gern gesagt: Wir müssen mehr kämpfen, wir müssen dreckig spielen. Damit gewinnt man vielleicht mal ein Spiel oder zwei, aber so wird man nie ein großes Turnier gewinnen oder die Champions League , auch nicht die Bundesliga."