Stuttgart kämpft sich mit einer Energieleistung zurück ins Spiel in Mainz, dann wird es dramatisch. RB feiert ebenfalls ein Comeback – und in Freiburg wird es spektakulär. Der VfB Stuttgart hat am 25. Spieltag im Rennen um die Champions-League-Plätze gepatzt. Die Schwaben mussten sich trotz zeitweise gedrehter Partie mit einem 2:2 (0:1) bei Mainz 05 begnügen. Zeitgleich am Samstagnachmittag zitterte sich RB Leipzig zu einem 2:1 (0:1) gegen den FC Augsburg . In einer spektakulären Partie kam Bayer Leverkusen beim SC Freiburg zudem nicht über ein 3:3 (2:2) hinaus. Hoffenheim hatte beim 4:2 (2:0) beim 1. FC Heidenheim dagegen wenig Probleme. 1. FSV Mainz 05 – VfB Stuttgart Die Schwaben sammelten bei der Generalprobe für das Europa-League-Achtelfinale kommenden Donnerstag nur wenig Selbstvertrauen. Immerhin Platz vier verteidigte Stuttgart durch das Remis. Für die Mainzer hatte der nächste Punkt im Tabellenkeller vor ihrem K.-o.-Spiel in der Conference League hingegen einen hohen Wert. Jae-sung Lee (39.) sorgte mit seinem Kopfballtor in einem munteren Spiel für die Führung der Mannschaft von Trainer Urs Fischer . Ermedin Demirović (76.) und Deniz Undav (77.) drehten die Partie innerhalb von 60 Sekunden, doch Danny da Costa (90.+1) ließ Mainz spät jubeln. Mainz brachte den Ball zu Spielbeginn immer häufiger schnell in die Spitze und sorgte Mitte der ersten Hälfte für ein munteres Hin und Her. Alexander Nübel verhinderte mit der Hüfte den Kopfballtreffer von Phillip Tietz (30.), beide Mannschaften hätten sich ein Tor verdient. Spätestens mit dem Kopfball von Jae-Sung Lee (38.), der aus wenigen Metern frei vorbei köpfte, war die Mainzer Führung überfällig. Wenige Momente später machte es der Südkoreaner dann nach einer Ecke besser und nickte zum 1:0 ein. Das Bild setzte sich im zweiten Durchgang fort: Der VfB kontrollierte den Ball, Mainz kam zu Chancen. Sheraldo Becker vergab am Ende eines vielversprechenden Konters das zweite Tor (55.). Tietz vor dem leeren Tor und Nebel mit einem Pfostenschuss Sekunden später (66.) vergaben weitere Hochkaräter. Dann traf Demirović von der Strafraumkante, kurz darauf lief Undav frei auf das Tor zu und vollendete souverän. Doch Mainz hatte das letzte Wort. RB Leipzig – FC Augsburg Yan Diomande (76.) und ein Eigentor von Arthur Chaves (90.+2) drehten die Partie für die Leipziger, die nun 47 Punkte auf dem Konto haben. RB tat sich allerdings über weite Strecken gegen den kompakt verteidigenden FCA schwer und muss sich auf dem angestrebten Weg zurück in die Champions League in den kommenden Partien beim VfB Stuttgart und gegen die TSG Hoffenheim steigern. Augsburg hingegen kassierte nach drei Siegen in Folge trotz des Treffers von Robin Fellhauer (39.) wieder einen Rückschlag, hält sich aber mit 31 Zählern im Tabellenmittelfeld. Leipzig übernahm zunächst die Spielkontrolle und kam nach einer Freistoßvariante durch Christoph Baumgartner (5.) auch gleich zur ersten guten Chance. Der Flachschuss des Österreichers ging knapp rechts vorbei. Die Augsburger waren um Entlastung bemüht und plötzlich bot sich den Gästen die Riesenmöglichkeit, in Führung zu gehen: Baumgartner fuhr im eigenen Strafraum den Ellenbogen aus und blockte einen Distanzschuss von Mert Kömür. Schiedsrichter Martin Petersen entschied nach Ansicht der Videobilder auf Handelfmeter – doch Keven Schlotterbeck scheiterte an RB-Keeper Maarten Vandevoordt (23.). Die Leipziger übten weiter Druck aus, ließen jedoch die entscheidende Durchschlagskraft und Präzision vermissen. Das sollte sich rächen: Dimitrios Giannoulis schickte Fabian Rieder in die Tiefe, der den heraneilenden Fellhauer bediente. Aus rund elf Metern kam dieser frei zum Abschluss und sorgte für die Führung der Gäste. Auch nach der Pause wurde es mehrfach brenzlig aus Leipziger Sicht, Vandevoordt musste gleich mehrmals retten. Auf der anderen Seite zeigte sich RB zunächst weiterhin zu ineffektiv vor dem Tor. Nach dem Ausgleich traf Augsburgs Rodrigo Ribeiro (84.) noch den Pfosten. SC Freiburg – Bayer Leverkusen Christian Kofane (37.), Alejandro Grimaldo (45.+3) und Martin Terrier (52.) erzielten die Treffer für die Leverkusener, die zunächst am Mittwoch zu Hause den Spitzenreiter der englischen Premier League empfangen. Vincenzo Grifo (34.) mit einem Rekordtor, Yuito Suzuki (43.) und Matthias Ginter (86.) trafen für den SC. Die Freiburger, die am Donnerstag in der Europa League in Belgien bei KRC Genk antreten müssen, sind mittlerweile seit 16 Pflichtspielen in Folge zu Hause ungeschlagen. Die Gäste dominierten die Anfangsphase, Terrier sorgte erstmals für Gefahr (5.). Die Freiburger, bei denen Lukas Kübler, Philipp Lienhart und Max Rosenfelder fehlten, waren weitgehend in der Defensive beschäftigt. Nach einer knappen Viertelstunde befreiten sich die Gastgeber vom Dauerdruck und wurden stärker, Grifo hatte prompt die Führung auf dem Fuß (14.). Später in der ersten Hälfte bekamen die Zuschauer noch mehr geboten für ihr Geld – vier Tore binnen 14 Minuten lieferten großen Unterhaltungswert. Zwischen zwei Chancen von Kofane (21. und 36.) traf Grifo, der einen starken Konter etwas glücklich abschloss. Im Anschluss ging es weiter hoch her. Zunächst schlug Kofane bei seiner dritten Chance zu, dann brachte Suzuki den SC wieder in Führung. In der Nachspielzeit scheiterte der Japaner an Bayer-Torwart Janis Blaswich . Besser machte es Freistoß-Spezialist Grimaldo, der einen ruhenden Ball aus rund 18 Metern versenkte. Zu Beginn des zweiten Abschnitts ging es rasant weiter. Terrier schloss einen Konter überlegt ab. Kurz darauf hätte Kofane eigentlich erhöhen müssen (54.). Auf der Gegenseite hatte Johan Manzambi den Ausgleich auf dem Fuß (62.). Für diesen sorgte dann Ginter. 1. FC Heidenheim – TSG Hoffenheim Alexander Prass (26., 45.+1) brachte die von Co-Trainer Moritz Volz betreuten Hoffenheimer, die mit 49 Punkten weiter den dritten Tabellenplatz belegen, mit seinem ersten Bundesliga-Doppelpack auf die Siegerstraße. Fisnik Asllani (49.) und Tim Lemperle (78.) machten in der zweiten Halbzeit alles klar. Der FCH, für den Luca Kerber (63., 84.) ebenfalls doppelt traf, blieb derweil auch im zwölften Ligaspiel in Folge ohne Sieg und taumelt weiter ungebremst in Richtung zweite Liga. Obwohl Heidenheims Trainer Frank Schmidt den Klassenerhalt nach der Niederlage im Kellerduell bei Werder Bremen schon so gut wie abgehakt hatte, ließ der FCH die klar favorisierten Gäste zunächst nur selten zur Entfaltung kommen. Nach einem sehenswerten Doppelpass mit Asllani traf dann allerdings der auffällige Prass per Schlenzer unter die Latte. Zwar ließ sich Heidenheim auch in der Folge nicht hängen – Bernardo (30.) musste für die TSG etwa auf der Linie klären –, rund um die Halbzeitpause machte Hoffenheim aber dann doch kurzen Prozess. Erst war erneut Prass zur Stelle, auch wenn eine Abseitsüberprüfung durch den Videoschiedsrichter den 24-Jährigen minutenlang zappeln ließ. Kurz nach Wiederbeginn fiel Asllani dann ein Abpraller vor die Füße. Kerber gelangen zwischenzeitlich nur die Anschlusstreffer.