Vor dem direkten Aufeinandertreffen mit dem FC Bayern stand für den BVB die Partie in Leipzig auf dem Plan. Dort jubelten die "Schwarz-Gelben" spät. Borussia Dortmund hat eine Woche vor dem Spitzenspiel gegen den FC Bayern einen späten Punktgewinn bejubelt. Der BVB rettete am Samstagabend bei RB Leipzig in der Nachspielzeit ein 2:2-Unentschieden. Weil die Bayern zuvor Eintracht Frankfurt mit 3:2 niederringen konnten, trennen die beiden Kontrahenten vor dem direkten Duell nun aber schon acht Punkte. Der Meisterschaftskampf hat damit deutlich an Brisanz verloren. In der Red Bull Arena schockte Leipzig-Angreifer Christoph Baumgarnter die Elf von Niko Kovač im ersten Durchgang gleich doppelt (20. und 40. Minute). Ein Eigentor von Baumgarts Mitspieler Rômulo brachte den BVB aber zu Beginn der zweiten Hälfte zurück in die Partie (50.). Der eingewechselte Fábio Silva entriss der eigentlich überlegenen Heimelf dann sogar noch den Sieg (90.+5). So lief das Spiel Nach intensiven Anfangsminuten mit nickligen Zweikämpfen, in denen sich RB-Profi Brajan Gruda nach einem Zusammenprall an der Seitenlinie mit Kovač anlegte, spielten sich beide Teams früh beste Chancen heraus. Rômulo (8.) prüfte BVB-Torwart Gregor Kobel aus kurzer Distanz, was die Gäste jedoch prompt mit einem Gegenstoß über Maximilian Beier konterten – der Nationalspieler scheiterte an Leipzigs Keeper Maarten Vandevoordt. In der Folge erspielte sich Leipzig ein ganz klares Übergewicht, immer wieder brachen die Gastgeber über die Flügel durch – besonders über Luca Reggianis rechte Seite. Auf diese Weise dribbelte sich Yan Diomande, der im ersten Durchgang kaum zu halten war, durch die Dortmunder Reihen und fand in der Mitte Baumgartner, der den Ball ins Netz spitzelte. Die Leipziger drückten nun enorm, während der BVB ihnen viel zu viel Raum gewährte. Selbst schaffte der BVB kaum Entlastung, besonders Torjäger Serhou Guirassy fand im ersten Durchgang nicht statt. So war es nicht überraschend, dass RB nachlegte, da Dortmund auch die Löcher auf den Flanken nicht gestopft bekam. Baumgartner veredelte eine scharfe Hereingabe von Kapitän David Raum . Die beste Chance der Borussen seit der Anfangsphase ließ der Ex-Leipziger Sabitzer (43.) ungenutzt, als Vandevoordt seinen Freistoß über die Latte lenkte. Eigentor bringt den BVB zurück ins Spiel Nach der Pause brauchte es zunächst die Hilfe der Leipziger, damit Dortmund zurück ins Spiel fand. Rômulo köpfte einen Eckball von Julian Ryerson unglücklich ins eigene Tor. Doch auch nach dem Anschlusstreffer blieb der BVB zu harmlos, Leipzig machte weiter das Spiel und kam zu guten Gelegenheiten. Antonio Nusa (67.) verzog zunächst, dann rettete Dortmunds Ramy Bensebaini auf der Linie gegen Ridle Baku (73.). Dortmunds Schlussoffensive fehlte anschließend lange die Durchschlagskraft, ehe Silva nach einen Querpass von Karim Adeyemi tief in der Nachspielzeit zu seinem ersten Bundesligator einschob. Brandt vergab danach sogar noch die Riesenchance zum Sieg (90.+8).