Champions League: Bayern nach Drama gegen Real im Halbfinale

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Das Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League wurde zum Schlagabtausch mit offenem Visier. Am Ende behielt der FC Bayern die Überhand. Der FC Bayern München steht im Halbfinale der Champions League . Die Münchner setzten sich in einem dramatischen Viertelfinal-Rückspiel vor heimischem Publikum gegen Real Madrid mit 4:3 (2:3) durch. Das Hinspiel hatten die Bayern mit 2:1 in Madrid gewonnen. Dabei erwischte der deutsche Rekordmeister einen absoluten Horror-Start. Bereits nach 37 Sekunden ging Real Madrid durch Arda Güler in Führung, nachdem Bayern-Torwart Manuel Neuer einen wilden Fehlpass in dessen Fuß gespielt hatte. Schon in der sechsten Minute glich Bayern aber durch Aleksandar Pavlović nach einer Ecke aus. In der 29. Minute war es dann wieder Güler, der Real mit einem direkten Freistoß in Führung brachte, Harry Kane glich in der 38. Minute erneut aus. Dennoch ging Real Madrid mit einer Führung in die Pause, da Kylian Mbappé in der 42. Minute auf 3:2 stellte. In der zweiten Halbzeit beruhigte sich das Spiel dann zunächst etwas. In der Schlussphase sah Madrids Eduardo Camavinga dann zunächst die Gelb-Rote Karte (86.), dann erzielte Luis Díaz erst das 3:3 (89.) und Michael Olise traf in der Nachspielzeit sogar noch zum Sieg. Im Halbfinale trifft die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany nun auf Titelverteidiger Paris Saint-Germain. So lief das Spiel "Nein, nein, nein", hatte Kompany energisch interveniert, als ihn ein Reporter am Tag vor dem zweiten Giganten-Duell mit Real auf den möglichen Halbfinalgegner ansprechen wollte. Der Belgier wusste, dass gerade Madrid auch nach einer 1:2-Niederlage im Hinspiel immer zurückschlagen kann. Und so kam es auch. Das Stadion brodelte, die Stimmung war großartig – und zu einem taktischen Abtasten kam es nach dem Anpfiff gar nicht erst. Denn der 40-jährige Neuer, Bayerns gerühmter "X-Faktor" beim Erfolg im Bernabéu, hatte noch in Minute eins den totalen Blackout. Ohne Gegnerdruck schlug Deutschlands Rekordtorwart den Ball mit links direkt auf den Fuß von Güler. Und der 21 Jahre alte Türke nahm das Geschenk dankbar an, traf aus über 30 Metern ins leere Tor. Der knappe Bayern-Vorsprung aus der ersten Partie war damit dahin. Und es ging rasant weiter. Ecke Joshua Kimmich , Kopfball Pavlović – jetzt sah Andrej Lunin, der Stellvertreter für den verletzten Thibaut Courtois im Gäste-Tor, schlecht aus. Der Ukrainer pennte auf der Linie. Die Bayern agierten wuchtig im Vorwärtsgang. Aber sie öffneten viel zu viele Räume für die königliche Offensive mit den Stürmerstars Mbappé und Vini Jr. Nachdem Lunin einen Kimmich-Schuss glänzend abgewehrt hatte (27.), war wieder Real-Time in der Arena. Der Edeltechniker Güler zirkelte einen Freistoß hoch ins rechte Eck. Neuer war mit der Hand dran. Aber war dieser Schuss unhaltbar? "In der Form von letzter Woche hätte er den gehalten", sagte Sami Khedira bei Dazn über seinen 2014-Weltmeisterkollegen Neuer. Auch den erneuten Rückstand schüttelten die Münchner ab. Dayot Upamecano , der häufig Vini Junior stoppen konnte, tauchte plötzlich vorne auf, bediente Kane. Und der Engländer bewies sein Torjäger-Gen, traf eiskalt ins rechte Eck. Es war das 50. Tor von Kane in seinem 42. Pflichtspiel der Saison. Ein Durchpusten, eine Spielberuhigung gab es aber nicht in dieser ersten Hälfte. Vini Jr. zirkelte den Ball an die Oberkante der Latte (41.). Und keine 60 Sekunden später bediente der Brasilianer Mbappé, der im Strafraum unbedrängt sein 15. Champions-League-Tor der Saison erzielen konnte. Und dann war Pause. Abkühlen, sammeln, neu ausrichten. Zu diesem Zeitpunkt standen die Zeichen auf Verlängerung. Die Bayern wollten das 3:3 erzwingen – und Real lauerte auf den entscheidenden Moment, den Konter, die große Offensivaktion. Neuer zahlte ein wenig zurück an sein Team, als er einen Schuss von Mbappé mit einem Reflex mit der rechten Hand entschärfte (55.). Der Champions-League-Mythos, den Real ausstrahlt, er war im Stadion allgegenwärtig. Nach einer Stunde kam Jamal Musiala für den blass gebliebenen Serge Gnabry . Und der 23-Jährige hatte in seinem 50. Champions League-Spiel gleich eine große Szene. Der Nationalspieler bediente Luis Díaz perfekt, doch der Flügelstürmer verstolperte die Großchance zum 3:3 hektisch im Strafraum. Kurz vor dem Abpfiff machte es der Stürmer dann besser und erlöste den FC Bayern , ehe Olise noch traf.
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