Cholesterinwerte: Hohe Blutfettwerte lassen sich am Auge ablesen

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Sowohl die Iris, als auch die Augenlieder können Rückschlüsse auf Ihre Blufettwerte geben. Sind diese zu hoch, kann es zu Verfärbungen kommen. Was Sie dagegen tun können.Weißliche Ringe rund um die Iris sind bei Menschen über 50 eine normale Altersveränderung. Dabei handelt es sich um eine harmlose Fettablagerung auf der Hornhaut, die auch Greisenring genannt wird.Wenn sich der helle Ring (Arcus lipiodes) jedoch vor dem 50. Lebensjahr bildet, ist das meist ein Hinweis auf zu hohe Blutfettwerte, eine sogenannte Hypercholesterinämie. Hellhörig sollte man auch werden, wenn sich kleine, gelbliche Knötchen am Augenlid bilden. Die sogenannten Xanthelasmen sind ebenso wie die Cholesterinringe gutartige Fettablagerungen und ein Zeichen für einen gestörten Fettstoffwechsel.Cholesterinringe erhöhen das HerzinfarktrisikoBei dieser zum Teil auch erblich bedingten Fettstoffwechselstörung (familiäre Hypercholesterinämie) sind die Cholesterinwerte stark erhöht, wodurch das Risiko für Gefäßerkrankungen und Herzinfarkt erheblich steigt. Wer solche Cholesterinringe auf der Hornhaut entdeckt, sollte daher unverzüglich einen Arzt aufsuchen und die Ursachen abklären lassen.Hohe Cholesterinwerte hängen aber auch von der Lebensweise ab. Eine Ernährung mit vielen gesättigten Fettsäuren und Trans-Fettsäuren, wenig Bewegung, Übergewicht und Rauchen begünstigen die Entstehung einer sogenannten erworbenen Hypercholesterinämie. Hoher Cholesterinspiegel kann Knötchen sprießen lassenXanthome nennen Mediziner die harmlosen gelblichen Fettknoten, die sich auf der Haut bilden können. Befinden sie sich am Ober- und Unterlid des Auges, werden sie als Xanthelasmen bezeichnet. Schätzungen zufolge sind rund fünf Prozent der erwachsenen Bundesbürger davon betroffen. Häufig finden sich die kleinen Wucherungen zeitgleich an beiden Augen.Warum sich Xanthelasmen bevorzugt am Augenlid bilden, konnte von Seiten der Wissenschaft bisher nicht geklärt werden. Meist treten sie im höheren Alter auf. Treten sie vor dem 30. Lebensjahr auf, sind sie ein Hinweis auf eine weitere Fettstoffwechselstörung, die Hyperlipoproteinämie.Bei dieser Erkrankung kommt es zu einer erhöhter Konzentration bestimmter Fett-Eiweiß-Komplexe im Blut. Auch hier können die Ursachen eine erbliche Vorbelastung oder lebensstilbedingte Vorerkrankungen wie Typ 2 Diabetes, Fettleibigkeit oder das Metabolische Syndrom sein. Auch schlanke Menschen betroffenExperten zufolge liegt aber nur bei einem Bruchteil der Betroffenen eine familiäre Fettstoffwechselstörung vor. Und: Die Knötchen haben nicht zwangsläufig etwas mit Übergewicht zu tun. Auch bei schlanken Menschen können die Blutfettwerte ungünstig sein und die Veränderung an den Augenlidern verursachen.Ursache der Cholesterinablagerung am Auge immer untersuchen lassenBei dem größeren Teil der Patienten lässt sich nicht immer eine klare Ursache finden. Teilweise spielen andere genetische Faktoren eine Rolle. Manchmal entwickeln sich die Xanthelasmen aufgrund einer Vorerkrankung, darunter Diabetes, Pankreatitis oder Lebererkrankungen wie eine alkoholische Fettleber oder Leberzirrhose.Wer die Knötchen bei sich feststellt, sollte daher zuerst zu einem Arzt gehen, um herauszufinden, warum sich die Knötchen gebildet haben und erst dann über eine Behandlung, wie etwa eine Entfernung der Xanthelasmen aus ästhetischen Gründen nachdenken.Methoden für die operative Entfernung der XanthelasmenEin operativer Eingriff mittels Skalpell war lange Zeit die gängige Methode, um die Cholesterinablagerungen am Auge zu entfernen.Weitere Verfahren sind:Elektrokauterisation (Gewebezerstörung durch Anwendung von elektrischem Strom)Laserbehandlung (zum Beispiel Co2-, Argon-, Farbstoff-, KTP-Laser)Kältetherapie (Vereisung des Xanthelasmas zur Gewebedegeneration)Gesunde Ernährung fördert häufig die RückbildungSind die Cholesterinwerte erhöht, können in vielen Fällen bereits eine Anpassung der Ernährungsgewohnheiten sowie die Einnahme geeigneter Medikamente dazu führen, dass sich mit Verbesserung der Blutfettwerte auch die Xanthelasmen zurückbilden. Am besten lässt man sich von seinem Arzt beraten.
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