Ukraine-News – EU-Minister vereinbaren neue Sanktionen gegen Russland

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Tag 211 seit Kriegsbeginn: Der ukrainische Präsident hat vor der UN eine Bestrafung Russlands gefordert. Wegen Moskaus Teilmobilmachung will die EU neue Sanktionen erlassen. Alle Infos im Newsblog.G7-Länder wollen Unterstützung der Ukraine gemeinsam ausweiten5.30 Uhr: Die Außenminister der sieben führenden Industrienationen (G7) wollen ihre Unterstützung für die Ukraine gemeinsam verstärken. "Wir bekräftigen die Zusammenarbeit der G7-Länder bei der Unterstützung der Ukraine und bei der Gewährleistung der Lebensmittel- und Energiesicherheit", sagt der japanische Außenminister Yoshimasa Hayashi auf einer Pressekonferenz in New York. Als Teil zusätzlicher Sanktionen gegen Russland werde Japan unter anderem die Ausfuhr von Produkten, die für chemische Waffen genutzt werden könnten, nach Russland verbieten.Das Wichtigste aus der Nacht4.55 Uhr: Bei einem Gefangenenaustausch sind 55 Russen und 205 Ukraine sowie zehn Ausländer frei gekommen. Der ukrainische Präsident fordert bei seiner Rede vor der UN-Generalversammlung eine Bestrafung Russlands. In Russland gab es nach Protesten Hunderte Festnahmen. Lesen Sie hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Themen aus der Nacht.Truss: Hilfe für Ukraine so lange wie nötig4.45 Uhr: Die britische Premierministerin Liz Truss hat bei ihrer ersten Rede vor der UN-Vollversammlung Militärhilfe für die Ukraine bis zu deren Sieg gegen Russland versprochen. "An diesem entscheidenden Moment des Konflikts verspreche ich, dass wir unsere militärische Unterstützung für die Ukraine so lange wie nötig beibehalten oder ausbauen werden", sagte Truss am Mittwoch in New York. "Wir werden nicht ruhen, bis die Ukraine siegt", fügte Truss hinzu.EU-Minister wollen neue Sanktionen gegen Russland4.30 Uhr: Die Europäische Union will ihre Sanktionen gegen Russland verschärfen. Darauf haben sich Minister der 27 EU-Mitgliedsstaaten bei einem informellen Treffen wenige Stunden nach der ersten russischen Kriegsmobilisierung seit dem Zweiten Weltkrieg geeinigt. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sagte vor Reportern in New York, die Staaten hätten die politische Entscheidung getroffen, neue sektorspezifische und individuelle Maßnahmen zu ergreifen. Zudem werde die EU die Ukraine weiterhin mit mehr Waffen unterstützen.Nordkorea will keine Waffen an Russland liefern4 Uhr: Nordkorea wird keine Waffen oder Munition an Russland liefern. Dies berichtet die nordkoreanische staatliche Nachrichtenagentur KCNA. "Wir haben noch nie Waffen oder Munition nach Russland exportiert und werden dies auch nicht tun", zitierte KCNA am Donnerstag einen ranghohen Mitarbeiter des nordkoreanischen Verteidigungsministeriums. Die USA und andere feindliche Kräfte hätten Nordkorea die Verletzung einer Resolution des UN-Sicherheitsrats vorgeworfen und Gerüchte über Waffengeschäfte zwischen der Volksrepublik Nordkorea und Russland in die Welt gesetzt.Baerbock: Nächsten Wochen und Monate sind entscheidend2 Uhr: Außenministerin Annalena Baerbock hofft auf ein baldiges Endes des Ukraine-Kriegs und fordert, alle Kräfte zu bündeln. Gemeinsam müsse dafür gesorgt werden, dass der Krieg so schnell es gehe beendet werde - und zwar so, dass die Ukraine frei sei, sagte die Ministerin. Die nächsten Wochen und Monate seien entscheidend –"je mehr Menschen da befreit werden können, desto mehr Menschenleben können gerettet werden". Deswegen sei auch mit Blick auf die Panzer "entscheidend, dass wir hier vorankommen". Die Bundesregierung werde hier eine Entscheidung verantwortungsvoll und in Abstimmung mit den Partnern treffen.Steinmeier fürchtet Eskalation des Krieges1.15 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wertet die russische Teilmobilmachung als besorgniserregendes Zeichen für eine weitere Eskalation des Kriegs in der Ukraine. "Das alles spricht sehr dafür, dass hier zu letzten Mitteln gegriffen wird, um die Situation weiter zu eskalieren – keine guten Zeichen für den weiteren Fortgang dieses Krieges", sagte Steinmeier am Mittwoch am Rande eines Staatsbesuchs in Mexiko.Asowstal-Kämpfer gegen Putin-Unterstützer Medwedtschuk ausgetauscht0.30 Uhr: Der Chef des ukrainischen Präsidialamts, Andrij Jermak, hat auf Twitter einen größeren Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine bestätigt. Es soll sich um insgesamt 205 Soldaten handeln. Unter den Freigelassenen sind Kämpfer, die bis zuletzt im Stahlwerk Asowstal in Mariupol ausgeharrt hatten. Auch eine Sanitäterin, die dort im Dienst gewesen war, soll auf der Liste stehen. Im Gegenzug soll Kiew 55 Personen, unter anderem den ukrainischen Geschäftsmann und Putin-Unterstützer Viktor Medwedtschuk, freigelassen haben. Jermak bedankte sich beim türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, der bei der Vermittlung geholfen haben soll.Zuvor hatte Saudi-Arabien gemeldet, dass zehn ausländische Gefangene von Separatisten freigelassen wurden. Lesen Sie hier mehr.Donnerstag, 22. SeptemberSelenskyj fordert in UN-Rede Sondertribunal gegen Russland23.35 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte vor den Vereinten Nationen in seiner Videoansprache, sein Land sei Opfer eines Verbrechens geworden. "Es wurde ein Verbrechen gegen die Ukraine begangen, und wir fordern Bestrafung", sagte Selenskyj am Mittwoch (Ortszeit) vor der UN-Vollversammlung in New York. Russland müsse bestraft werden für das Morden, die Folter, die Erniedrigungen und die desaströsen Turbulenzen, in die es die Ukraine gestürzt habe.Selenskyj forderte unter anderem die Einrichtung eines Sondertribunals sowie weitere Visarestriktionen für russische Bürger. Sie sollten nicht die Möglichkeit haben, zum Einkaufen und Urlaub machen in andere Länder zu reisen. Russland solle zudem das Veto-Recht im UN-Sicherheitsrat entzogen werden. Die Ukraine wolle auch einen internationalen Entschädigungsmechanismus durchsetzen und hoffe hier auf die Unterstützung der Vereinten Nationen. "Russland sollte für diesen Krieg mit seinem Vermögen bezahlen", sagte er. Hier lesen Sie mehr zu seiner Rede.Für seine Rede bekam Selenskyj enthusiastischen Applaus. Nach seiner Ansprache standen die meisten Vertreter der 193 Mitgliedstaaten am Mittwoch (Ortszeit) im Saal des UN-Hauptquartiers in New York auf und klatschten knapp eine Minute lang – dies kommt in der Vollversammlung selten vor. Die Vertreter Russlands blieben derweil sitzen.Von der Leyen ruft nach Sanktionen23.20 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen rechnet angesichts der jüngsten Eskalation des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Ukraine-Krieg mit weiteren Sanktionen gegen Moskau. Putin zeige Schwäche, indem er versuche, weniger ausgebildetes, erfahrenes und motiviertes Personal zu mobilisieren und Scheinreferenden auf souveränem Boden der Ukraine zu starten, sagte sie am Mittwoch dem US-Nachrichtensender CNN am Rande der UN-Generalversammlung in New York. "Also denke ich, dass dies wieder nach Sanktionen unsererseits verlangt", ergänzte von der Leyen. Konkret wurde sie bei diesem Punkt nicht.Mehr als 1.300 Festnahmen bei Protesten in Russland gemeldet23.19 Uhr: Die unabhängige Menschenrechtsgruppe OVD-Info geht inzwischen von mehr als 1311 Festnahmen bei Protesten gegen die Teilmobilisierung in Russland aus. Bis zum Abend seien Angaben aus 38 Städten zusammengetragen worden, teilt die Gruppe mit. Darunter seien mindestens 502 Festnahmen in Moskau. Eine Vertreterin des Innenministeriums sagte russischen Medien zufolge, es habe in einigen Regionen Versuche einer "extrem kleinen Zahl von Teilnehmern" gegeben, nicht autorisierte Aktionen vorzunehmen. "Diese wurden alle unterbunden." Hier lesen Sie mehr.IAEA: Echte Verhandlungen über Schutzzone an AKW Saporischschja begonnen23.05 Uhr: Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat nach Angaben von Direktor Rafael Grossi "echte Verhandlungen" mit Russland und der Ukraine über die Einrichtung einer Schutzzone für das umkämpfte Atomkraftwerk Saporischschja aufgenommen. Er habe sich am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York neben anderen Treffen sowohl mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow, als auch mit dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba getroffen, sagte Grossi am Mittwoch vor Journalisten in New York. "Die Räder sind in Bewegung."Stoltenberg wirft Putin Leichtsinn vor22.55 Uhr: Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin angesichts neuer Drohungen Leichtsinn vorgeworfen. Putin wisse selbst, dass ein Atomkrieg niemals gekämpft werden sollte und nicht gewonnen werden könne, sagte Stoltenberg am Mittwoch dem ZDF-"heute journal" von New York aus. Ein Nuklearkonflikt sei gefährlich für Russland und für den Rest der Welt. Es sei nicht das erste Mal, dass Putin "nukleare Rhetorik" verwende. Das ändere aber nichts an der Pflicht des Westens, ruhig zu bleiben. Der Chef des Verteidigungsbündnisses betonte: "Die Nato will keine Konfrontation mit Russland." Die Allianz sei nicht Teil des Konfliktes.Ukraine: Mehrere russische Angriffe abgewehrt21.52 Uhr: Die ukrainische Armee wehrte nach Angaben des Generalstabs in Kiew am Mittwoch fünf russische Angriffe ab, darunter bei Kupjansk im Gebiet Charkiw. Über den Eisenbahnknotenpunkt lief bislang der Nachschub für die russischen Truppen im Donbass. Die Ukrainer brachten bei ihrer Gegenoffensive Anfang September Kupjansk zum großen Teil unter ihre Kontrolle. Der Generalstab berichtete von russischem Panzer- und Artilleriebeschuss an vielen Abschnitten der Front. In mehr als 30 Ortschaften sei zivile Infrastruktur beschossen worden. Die Militärangaben waren zunächst nicht unabhängig überprüfbar.In einem Dorf des zentralukrainischen Gebiets Dnipropetrowsk schlugen nach Angaben der örtlichen Behörden russische Raketen ein. Dabei seien nach ersten Informationen ein Mensch getötet und zwei verletzt worden, schrieb Gouverneur Valentin Resnitschenko auf Telegram.Ukrainischer Oberbefehlshaber: Wir werden alle Angreifer vernichten21.45 Uhr: Der ukrainische Oberbefehlshaber Waleryj Saluschnyj gibt sich trotz der von Russland verkündeten Mobilmachung von bis zu 300.000 Reservisten siegessicher. Die Ankündigung aus Moskau belege nur die Stärke der Ukraine, schrieb er am Mittwoch auf Facebook. "Hunderttausende Männer und Frauen schützen ihr Heimatland, ihre Häuser, ihre Kinder und die Zukunft der Ukraine." Daran ändere sich durch das Moskauer Vorgehen nichts. "Wir werden jeden vernichten, der mit Waffen in unser Land kommt – ob freiwillig oder durch Mobilisierung", drohte Saluschnyj.Merz: Teilmobilmachung könnte "Kipppunkt" für Putin sein21.09 Uhr: CDU-Chef Friedrich Merz glaubt, dass mit der Anordnung einer Teilmobilmachung durch Kremlchef Wladimir Putin die Stimmung in Russland kippen könnte. Der Schritt sei eine Eskalation, auf die der Westen "mit Entschlossenheit und Klarheit" reagieren müsse, sagte Merz am Mittwochabend in der Sendung "RTL Direkt". "Ich glaube, dass es der Kipppunkt für Putin sein könnte, denn er wird die Zustimmung im Land vermutlich nicht halten können."Baerbock: Putin macht Krieg mit der Methode Angst20.46 Uhr: Außenministerin Annalena Baerbock hat Russlands Präsident Wladimir Putin angesichts dessen jüngster Eskalation im Ukraine-Krieg einen brutalen Angriff auf die Vereinten Nationen und den Weltfrieden vorgeworfen. Putin führe seinen Krieg nicht nur mit Panzern, Energie und Nahrungsmitteln, sagte die Grünen-Politikerin am Mittwoch am Rande der UN-Generalversammlung in New York. "Jetzt führt der russische Präsident seinen Krieg auch mit der Methode Angst." Die Bundesregierung lasse sich aber "nicht von Angst leiten, sondern wir lassen uns von Verantwortung leiten" – gegenüber der Friedensordnung in Europa und den Menschen in der Ukraine.Lambrecht: Ukraine bekommt Panzer aus Slowenien und Griechenland20.14 Uhr: Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) sieht auch nach der Ankündigung einer Teilmobilmachung Russlands keinen Anlass für direkte Lieferungen von Kampfpanzern aus Deutschland an die Ukraine. "Die Ukraine wird jetzt sehr schnell Panzer geliefert bekommen, nämlich 40 Panzer aus Griechenland, 28 aus Slowenien, und Deutschland wird helfen, diese Lücken in den beiden Ländern dann zu schließen", sagte Lambrecht am Mittwochabend in der Sendung "ZDF spezial".Macron ruft zu "maximalem Druck" auf Putin auf19.41 Uhr: Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die internationale Gemeinschaft zu "maximalem Druck" auf den russischen Staatschef Wladimir Putin aufgerufen. "Ich bedauere die Wahl von Präsident Putin zutiefst, sein Land, insbesondere die Jugend, in den Krieg hineinzutreiben", sagte Macron am Mittwoch am Rande der UN-Generaldebatte in New York. Kreml-Chef Putin hatte wenige Stunden zuvor eine Teilmobilmachung für den russischen Angriffskrieg in der Ukraine angekündigt und dem Westen damit gedroht, "alle verfügbaren Mittel" einzusetzen.Es sei notwendig, "maximalen Druck auf Präsident Putin auszuüben, damit er diesen Krieg beendet, der keinen Sinn mehr hat", sagte Macron. Die Entscheidungen des Kreml-Chefs liefen "dem Sinn der Geschichte, den Interessen Russlands und natürlich der internationalen Gemeinschaft" zuwider.Aktivisten: Mehr als 400 Festnahmen bei Protesten in Russland19.14 Uhr: Bei Protesten gegen die Teilmobilmachung in Russland sind nach Angaben von Aktivisten landesweit mehr als 400 Menschen festgenommen worden. Es habe bei spontanen Demonstrationen mindestens 425 Festnahmen in mindestens 24 russischen Städten gegeben. Lesen Sie hier mehr zu den Protesten.Saudi-Arabien: Russland lässt zehn Kriegsgefangene frei18.35 Uhr: Russland hat nach Angaben aus Riad auf Vermittlung des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman zehn Ausländer freigelassen, die als Kriegsgefangene in der Ukraine festgenommen worden seien. Darunter seien Staatsbürger aus den USA, Großbritannien, Schweden, Kroatien und Marokko, teilt ein Vertreter Saudi-Arabiens mit. Das Flugzeug mit den Freigelassenen sei bereits in Saudi-Arabien gelandet. Lesen Sie hier mehr.Biden: Russland will Existenzrecht der Ukraine auslöschen17.30 Uhr: US-Präsident Joe Biden hat Russland vorgeworfen, das Existenzrecht der Ukraine vernichten zu wollen. "In diesem Krieg geht es schlicht und einfach darum, das Existenzrecht der Ukraine als Staat auszulöschen. Und das Recht der Ukraine, als Volk zu existieren", sagte Biden in seiner Rede bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung am Mittwoch in New York. "Wer auch immer Sie sind, wo auch immer Sie leben, was auch immer Sie glauben, das sollte Ihnen das Blut in den Adern gefrieren lassen." Mehr dazu lesen Sie hier.Nato-Generalsekretär wertet Putins Ankündigung als Eskalation17.01 Uhr: Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sieht in der Ankündigung einer Teilmobilmachung durch Russlands Präsident Wladimir Putin eine Eskalation des Krieges. Gleichwohl sei der Schritt nicht überraschend gekommen, die Nato jedenfalls bleibe ruhig, sagte Stoltenberg in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch in New York.Die Drohung Putins, notfalls auch Atomwaffen einzusetzen, nannte Stoltenberg eine "gefährliche und rücksichtslose Rhetorik". Allerdings zeige dies, dass der Krieg nicht so verlaufe, wie Putin sich das vorgestellt habe, und dass Russlands Präsident einer "großen Fehlkalkulation" unterlegen gewesen sei.Nach russischer Teilmobilmachung: China ruft zu "Waffenstillstand durch Dialog" auf 15.32 Uhr: China nach der russischen Teilmobilmachung zu Verhandlungen über einen Waffenstillstand in der Ukraine aufgerufen. "Wir fordern alle maßgeblichen Parteien auf, durch Dialog und Konsultationen einen Waffenstillstand zu erreichen", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Wang Wenbin, am Donnerstag in Peking.Es müsse so schnell wie möglich eine Lösung gefunden werden, "die den legitimen Sicherheitsbedenken aller Parteien Rechnung trägt". China habe sich stets für "die souveräne und territoriale Integrität aller Länder" sowie für die Einhaltung der UN-Charta eingesetzt, sagte Außenamtssprecher Wang. Sein Land sei bereit, gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft eine "konstruktive Rolle bei der Deeskalation der Situation" zu spielen.Nawalny: Putin "wirft russische Bürger in den Fleischwolf"15.25 Uhr: Der im Straflager inhaftierte Kremlgegner Alexej Nawalny hat bei einem Auftritt vor Gericht beklagt, dass der "verbrecherische Krieg" von Präsident Wladimir Putin immer schlimmere Ausmaße annehme. Mehr dazu lesen Sie hier.Selenskyj: Putin will die Ukraine in Blut ertränken15.14 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft dem Kreml-Chef Wladimir Putin vor, die "Ukraine in Blut ertränken" zu wollen – auch in dem seiner eigenen Truppen. Das sagte Selenskyj im Gespräch mit "Bild". Er glaube aber nicht, dass Putin Atomwaffen in der Ukraine einsetzen würde. Das würde die Welt nicht zulassen. Dennoch gäbe es "Risiken".Der ukrainische Präsident sagte außerdem, Russland habe die am Dienstagmorgen angekündigte Teilmobilmachung schon durchgeführt. Die Mobilisierung habe im vergangenen Monat stattgefunden, seine Geheimdienste hätten ihn darüber unterrichtet. Dem Präsidenten zufolge zeige der jüngste Schritt der russischen Militärführung, dass man in den Streitkräften "Probleme mit Offizieren und anderem Militärpersonal" habe. Wasserleitung an AKW Saporischschja beschädigt14.34 Uhr: Bei einem Granatenbeschuss des ukrainischen Kernkraftwerks Saporischschja ist eine technische Wasserleitung beschädigt worden. Das berichtet die russische Agentur Ria unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium.Lange Staus an finnisch-russischer Grenze13.42 Uhr: An der Grenze zwischen Finnland und Russland haben sich nach der Teilmobilmachung der russischen Streitkräfte kilometerlange Staus gebildet. Eine Webcam am Grenzübergang nahe der Stadt Vaalimaa stehen die Autos dicht an dicht. Russland will Region Cherson erweitern12.51 Uhr: Russland will das geplante Referendum über eine Annexion der südukrainischen Region Cherson auf Teile des Gebiets um Mykolajiw ausdehnen. Das kündigt die von Russland installierte örtliche Verwaltung laut Nachrichtenagentur Tass an. Es gehe um die Teile der Region, die nach wie vor unter Kontrolle der russischen Truppen seien.Putins drei große Lügen12.37 Uhr: In seiner Rede reihte Russlands Diktator Falschbehauptung an Falschbehauptung. Drei Propagandalügen stechen besonders heraus. Lesen Sie den Text dazu hier.Lettischer Außenminister: Keine humanitären Visa für Russen11.10 Uhr: Der lettische Außenminister Edgars Rinkēvičs hat nach Putins Teilmobilmachung über Twitter angekündigt, Lettland werde russischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern "aus Sicherheitsgründen" keine humanitären Visa ausstellen. Weiterhin stellt Lettland neben humanitären Visa auch keine anderen Visa-Arten mehr an Russinnen und Russen aus. An der Regelung, dass Russinnen und Russen das lettische Staatsgebiet nicht mehr betreten dürfen, wird sich laut Rinkēvičs auch nach der Teilmobilisierung nichts ändern.Selenskyj-Vertrauer: Ziel ist auch Rückeroberung der Krim11.05 Uhr: Michailo Podoljak, der engste Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, sagte, die Ukraine wolle auch die von Russland annektierte Halbinsel Krim zurückerobern, denn "sollte Russland auf irgendeinem Teil des ukrainischen Territoriums bleiben, würde sich der Krieg irgendwann wieder ausweiten."Außerdem fordert er in dem Interview mit der "Zeit" die deutsche Bundesregierung auf, die Lieferung schwerer Waffen fortzusetzen, um damit auch die Krim zurückzuerobern. "Deutschland verfügt in großem Umfang über schwere gepanzerte Fahrzeuge sowie Leopard- und Marder-Panzer. Die brauchen wir für die Gegenoffensive", so Podoljak. Gesprächen mit Moskau zum jetzigen Zeitpunkt erteilt Podoljak eine Absage: "Verhandlungen kann es erst geben, wenn das gesamte Territorium der Ukraine befreit ist, inklusive der Krim. Jegliche Verhandlungen bis dahin würden nur eine Verlängerung des Krieges bedeuten."Im Friedensprozess wäre dann die ehemalige Bundeskanzlerin eine gute Vermittlerin: "Angela Merkel ist eine effektive Politikerin, auch wenn sie einen strategischen Fehler gemacht hat: Sie hat die wirklichen Absichten und das Wesen Russlands nicht tief genug verstanden. Nämlich, dass Russland nicht wirtschaftliche, sondern imperial-expansionistische Absichten verfolgt. Aber mir scheint, dass Frau Merkel die politische Wirklichkeit heute versteht. Ich kann mir darum eine Rolle für sie in einem Friedensprozess vorstellen. Sie hat ihre Schlüsse aus dem Krieg gezogen."Ansturm auf Flugtickets von Moskau nach Istanbul und Eriwan10.10 Uhr: Kurz nachdem Putin die Teilmobilmachung der Streitkräfte angeordnet hat, hat ein Ansturm auf Flugtickets begonnen. In den nächsten Tagen gibt es keine Tickets mehr von Moskau in die türkische Stadt Istanbul. Auch Direktflüge aus Moskau in die armenische Hauptstadt Eriwan sind weitestgehend ausgebucht. Mehr dazu lesen Sie hier.Schoigu beziffert russische Verluste9.15 Uhr: Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat die Verluste der eigenen Armee während des Kriegs in der Ukraine auf 5.937 Militärangehörige beziffert. "Die Verluste Russlands belaufen sich auf 5.937", sagte Schoigu am Mittwoch im russischen Fernsehen. Es ist das erste Mal seit Monaten, dass Russland offiziell Zahlen veröffentlicht. Unabhängige Beobachter gehen allerdings von deutlichen höheren Verlusten Russlands aus.Putin befiehlt Teilmobilmachung der Armee9.02 Uhr: Knapp sieben Monate nach Beginn des Krieges gegen die Ukraine hat Russland eine Teilmobilmachung der eigenen Streitkräfte angeordnet. Er habe diese Entscheidung nach einem Vorschlag des Verteidigungsministeriums getroffen und das Dekret unterschrieben, sagte Kremlchef Wladimir Putin am Mittwochmorgen in einer aufgezeichneten Fernsehansprache. Die Teilmobilisierung beginne noch an diesem Mittwoch. Mehr dazu lesen Sie hier.Das Wichtigste aus der Nacht5.30 Uhr: Die Kritik an den Scheinreferenden in den russisch besetzten Gebieten der Ukraine wird immer lauter. Eine zunächst erwartete Rede Putins wurde offenbar verschoben. Die USA bieten Hilfe bei der Aufklärung von Kriegsverbrechen an. Lesen Sie hier unsere Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse der vergangenen Nacht.Japan verurteilt vor UN Einmarsch Russlands in die Ukraine3.30 Uhr: Der japanische Regierungschef Fumio Kishida verurteilt den Einmarsch Russlands in die Ukraine in seiner Rede vor der Vereinten Nationen scharf. "Die russische Invasion der Ukraine tritt die Philosophie und die Grundsätze der UN-Charta mit Füßen", sagte Kishida am Dienstagabend (Ortszeit) in New York. Dieses Verhalten dürfe niemals toleriert werden.Putin-Unterstützer warnen Westen vor "vollwertigem Krieg"1.45 Uhr: Der russischen Regierung nahestehende Persönlichkeiten in Russland warnen den Westen in den sozialen Medien, die russischen Gebietsgewinne zu akzeptieren oder einen "vollwertigen Krieg" zu riskieren. Die Chefredakteurin des russischen Fernsehsenders RT, Margarita Simonjan, schreibt: "Heute ein Referendum, morgen die Anerkennung als Teil der Russischen Föderation, übermorgen werden die Angriffe auf russisches Territorium zu einem vollwertigen Krieg zwischen der Ukraine und der Nato und Russland, in dem Russland nicht mehr die Hände gebunden sind." Der ehemalige russische Präsident und Putin-Unterstützer Dmitri Medwedew äußert sich ebenfalls: "Das Eindringen in russisches Territorium ist ein Verbrechen, das es erlaubt, alle Kräfte der Selbstverteidigung einzusetzen."Ukraine meldet erhebliche russische Verluste0.30 Uhr: Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte meldet am Dienstagabend erhebliche russische Verluste in der Donezk-Region in der Nähe der Städte Bachmut und Awdjiwka. Russland habe diese Städte und Dutzende andere im Nordosten und Süden der Ukraine beschossen. Die Angaben konnten nicht unabhängig verifiziert werden.Union will Abstimmung über Kampfpanzer0.05 Uhr: Die Union will das umstrittene Thema der Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine im Bundestag zur Abstimmung stellen. Der Antrag mit dem Titel "Frieden und Freiheit in Europa verteidigen - Ukraine jetzt entschlossen mit schweren Waffen unterstützen" liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Laut der Tagesordnung des Bundestags (Stand: Dienstagabend) war zunächst unklar, ob über den Antrag nach der Debatte am Donnerstag direkt abgestimmt oder er zur weiteren Beratung in die Ausschüsse überwiesen werden soll. Lesen Sie hier mehr dazu.Steinmeier erwartet Verschärfung im Ukraine-Krieg0 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet durch die von Moskau geplanten Abstimmungen über einen Beitritt ostukrainischer Regionen zu Russland eine weitere Zuspitzung des Kriegs. "Das wird zu einer Verschärfung der Konfliktlage ganz ohne Zweifel führen", sagte Steinmeier am Dienstag bei einem Besuch in Mexiko-Stadt. Bundeskanzler Olaf Scholz hatte zuvor von völkerrechtswidrigen "Scheinreferenden" gesprochen, die nicht akzeptiert würden. Steinmeier sagte, diese Entwicklung des Ukraine-Kriegs hätten viele befürchtet, nun nähere sich scheinbar der Zeitpunkt.Baerbock nennt Abstimmungen "Verhöhnung der Ukraine und der UN"23.50 Uhr: Außenministerin Annalena Baerbock hat die angekündigten Abstimmungen in mehreren ukrainischen Regionen über einen Beitritt zu Russland als "Verhöhnung" der Ukraine und der Vereinten Nationen verurteilt. Die erneute Provokation dürfe nicht zur Folge haben, aus Angst vor einer weiteren Eskalation des Konflikts von der Unterstützung der Ukraine abzurücken, mahnte die Grünen-Politikerin am Dienstagabend in den ARD-"Tagesthemen". Sie äußerte sich von New York aus, wo sie sich anlässlich der 77. Generaldebatte der UN-Vollversammlung aufhält."Bei aller Vorsicht, bei aller Verantwortung, die wir haben, dürfen wir uns von dieser erneuten Provokation nicht kirre machen lassen, sondern wir müssen in der vollen Verantwortung für den Frieden in Europa die Ukraine jetzt weiterhin unterstützen", sagte Baerbock. "Die Waffenlieferungen, die werden weitergehen, weil damit Menschenleben gerettet werden", sicherte sie zu. Lesen Sie hier weitere Reaktionen auf die Scheinreferenden.Putin verschiebt angekündigte Rede22.08 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin verschiebt seine angekündigte Rede offenbar auf Mittwochfrüh. Das berichten russische Medien. Zunächst war diese für Dienstagabend um 18 Uhr Moskauer Zeit erwartet worden. Warum die Ansprache nun verschoben wurde, war zunächst nicht klar. Anlass für die Rede soll eine Ankündigung vom Dienstag sein: In nur wenigen Tagen sollen in den besetzten Gebieten der Ukraine Scheinreferenden abgehalten werden. Dies wird von Beobachtern als eine weitere Eskalation im Ukraine-Krieg vonseiten Putins interpretiert. AfD-Mitglieder brechen Donbass-Reise offenbar ab21.02 Uhr: Die geplante Reise von AfD-Landtagsabgeordneten in den Donbass hat viel Kritik ausgelöst. Nun scheinen sie es sich doch anders überlegt zu haben. Mehr dazu lesen Sie hier.Analyse zu Scheinreferenden: Putin zieht die Notbremse20.50 Uhr: Nach den militärischen Rückschlägen könnte Russland weitere Gebiete der Ukraine annektieren. Putins Scheinreferenden markieren eine neue Eskalationsstufe. Mehr dazu können Sie hier lesen.Estland: Drohende Annexionen sollten zu Panzer-Diskussion führen19.32 Uhr: Im Falle einer großen Annexion ukrainischer Gebiete durch Russland hält der estnische Präsident eine Debatte über weitere Lieferungen schwerer Waffen wie Kampfpanzer für nötig. Eine versuchte Einverleibung der "Volksrepubliken" Luhansk und Donezk im Osten der Ukraine sowie des Gebiets Cherson "ändert wahrscheinlich auch die Situation in Europa und das Verständnis, was wir tun sollten", sagte Staatsoberhaupt Alar Karis am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Er betonte, dass die Ukraine sich Panzer wünsche. Auch müsse es weitere Sanktionen der EU gegen Moskau geben. Angesprochen auf die oft als zögerlich kritisierte Rolle Deutschland in dem Konflikt sagte Karis: "Ich denke, wir alle können viel, viel mehr tun."Russlands Sträflinge taugen offenbar kaum für den Krieg18.07 Uhr: Russland rekrutiert Häftlinge für den Krieg gegen die Ukraine. Kampftauglich scheinen die Verbrecher nicht zu sein. Mehr dazu lesen Sie hier.Deutschland vereinbart mit Slowenien Ringtausch für Panzerlieferung17.45 Uhr: Slowenien und Deutschland haben sich auf einen Ringtausch zur Lieferung von Panzern an die Ukraine geeinigt. Wie Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) am Dienstag erklärte, gibt Slowenien 28 Kampfpanzer sowjetischer Bauart vom Typ M-55S an die Ukraine ab. Im Gegenzug erhalte Slowenien von deutscher Seite 40 Militärlastwagen aus Industriebeständen: 35 schwere Militärtransporter und fünf Tanklastwagen.Scholz: Scheinreferenden werden "nicht akzeptiert"17.20 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die geplanten Abstimmungen in den ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk über einen Beitritt zu Russland für völkerrechtswidrig erklärt. Es sei "ganz, ganz klar, dass diese Scheinreferenden nicht akzeptiert werden können, dass sie nicht gedeckt sind vom Völkerrecht und von den Verständigungen, die die Weltgemeinschaft gefunden hat", sagte er am Dienstag am Rande der UN-Generalversammlung in New York.Umfrage: Mehrheit der Deutschen lehnt Lieferung von Kampfpanzern ab16.27 Uhr: Eine knappe Mehrheit der Bundesbürger ist gegen die Lieferung moderner Kampfpanzer an die Ukraine. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL. Demnach lehnen 53 Prozent der Deutschen entsprechende Lieferungen ab. Dafür sprechen sich demnach 38 Prozent der Bürgerinnen und Bürger aus. Lediglich die Anhänger der Grünen sind mehrheitlich für eine solche Lieferung.Die Frage, ob Deutschland Kampfpanzer westlicher Bauart an die Ukraine liefern sollte, ist heftig umstritten. Kanzler Olaf Scholz (SPD) schließt dies bislang weiter aus, und verweist immer wieder darauf, dass Deutschland keine "Alleingänge" in der Frage unternehmen werde. Weder die USA, noch Großbritannien oder Frankreich liefern Kampfpanzer westlicher Bauart.Teile der regierenden FDP und Grünen fordern allerdings die Lieferung von Leopard-Panzern. Diese sind Kampfpanzer aus deutscher Produktion. Befeuert werden diese Forderungen durch die jüngsten ukrainischen Erfolge bei der Zurückeroberung zuvor von Russland besetzter Gebiete.Auch Cherson plant Referendum in wenigen Tagen14.34 Uhr: Zeitgleich mit den selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk in der Ostukraine will auch das umkämpfte Gebiet Cherson im Süden über einen Beitritt zu Russland abstimmen lassen. Das Scheinreferendum soll vom 23. bis 27. September abgehalten werden, wie die Besatzungsmacht dort mitteilte. Die zeitgleichen Scheinreferenden gelten als Reaktion auf die aktuelle ukrainische Gegenoffensive im Osten des Landes. Mehr dazu lesen Sie hier.Luhansk und Donezk kündigen Referenden für Russland-Beitritt an13.48 Uhr: Die Separatistenführung in der umkämpften Region Luhansk in der Ostukraine hat ein umstrittenes Referendum für den Beitritt zu Russland angesetzt. Die Abstimmung werde vom 23. bis 27. September abgehalten, sagte der Chef des Separatistenparlaments, Denis Miroschnitschenko, am Dienstag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge.Auch die selbsternannte Volksrepublik Donezk in der Ostukraine hat ein umstrittenes Referendum für den Beitritt zu Russland angesetzt. Die Abstimmung werde vom 23. bis 27. September abgehalten, teilte die Volksversammlung am Dienstag mit. Deserteure in Russland erwarten härtere Strafen13.35 Uhr: In Russland sollen verschiedene Vergehen von Soldaten künftig schärfer geahndet werden. Das russische Unterhaus, die Duma, verabschiedet in zweiter und dritter Lesung ein Gesetz, das härtere Strafen für Desertieren, Ungehorsam und Beschädigung militärischer Einrichtungen vorsieht. Voraussetzung ist demnach, dass dies im Kampfgeschehen oder während einer Militärmobilmachung geschieht. Zuletzt war verstärkt über eine Mobilmachung in Russland diskutiert worden, was zu einer weiteren Eskalation des Ukraine-Kriegs führen könnte.Erdoğan fordert Rückgabe russisch besetzter Gebiete an Ukraine12.56 Uhr: Letzte Woche erklärte die Türkei, sich einem Staatenbündnis mit Russland anschließen zu wollen. Jetzt positioniert sich ihr Präsident klarer. Mehr dazu lesen Sie hier.Separatisten in Cherson kündigen Referendum an12.34 Uhr: Die von Russland eingesetzten Statthalter in den besetzten Teilen der südukrainischen Region Cherson wollen ein Referendum über einen Beitritt zu Russland abhalten. Das teilt der Anführer der pro-russischen Separatisten in der Region mit. Zugleich erklärt der russische Parlamentspräsident in Moskau, dass er eine Entscheidung der Bürger zum Beitritt zu Russland unterstützen würde. Zuvor hatte unter anderem der russische Ex-Präsident Dmitri Medwedew darauf gedrungen, dass die Separatisten in den beiden ostukrainischen Regionen Luhansk und Donezk entsprechende Referenden auf den Weg bringen.EU billigt weitere Milliardenhilfe11.45 Uhr: Die Ukraine kann in Kürze mit weiteren EU-Finanzhilfen in Höhe von fünf Milliarden Euro rechnen. Die EU-Staaten nahmen die Milliardenhilfe am Dienstag formell an, wie die tschechische Ratspräsidentschaft mitteilte. Damit nahm das Finanzpaket seine letzte Hürde und dürfte somit bald ausgezahlt werden. Das Darlehen solle dafür sorgen, dass der ukrainische Staat und wichtige Infrastruktur trotz des russischen Krieges gegen das Land weiter funktionieren können, sagte der tschechische Finanzminister Zbyněk Stanjura.Das Darlehen wird durch nationale Garantien der EU-Länder gestützt, da im aktuellen EU-Haushalt nach Kommissionsangaben nicht mehr ausreichend Ressourcen verfügbar sind. Das Geld ist Teil eines im Mai angekündigten Hilfspakets über insgesamt neun Milliarden Euro. Eine Milliarde Euro wurde bereits Anfang August ausgezahlt. Man müsse nun dafür sorgen, dass die restlichen drei Milliarden Euro ebenfalls schnell gebilligt würden, sagte Stanjura.Ukraine: Russland verliert Oberhand über besetztes Gebiet Luhansk10.32 Uhr: Die Ukraine hat das Dorf Bilohoriwka in der Nähe der östlichen Stadt Lyssytschansk zurückerobert. Das berichtet der britische "Guardian". Damit hat Russland nicht mehr die volle Kontrolle über die Region Luhansk, eines der wichtigsten Kriegsziele von Präsident Putin. Auf Telegram geteiltes Videomaterial zeigte ukrainische Soldaten, die zu Fuß eine zerstörte Straße entlang patrouillieren, während ihre Gegenoffensive weiterhin russische Soldaten dazu zwingt, zuvor besetzte Gebiete zu verlassen. Russland: Sieben Tote bei Luhansk9.23 Uhr: Die russische Nachrichtenagentur Tass meldet sieben Tote bei einem ukrainischen Angriff in einem von Russland kontrollierten Teil der Region Luhansk. Tass berichtet unter Berufung auf die dort von Russland eingesetzten Behörden, der Angriff habe Krasnoritschenske gegolten. Der Ort liegt zwischen den Städten Swatowe und Sjewjerodonezk. In der Nähe verläuft nach früheren Angaben britischer Geheimdienste eine der wenigen noch funktionierenden Haupt-Nachschublinien aus der russischen Grenzregion Belgorod.Ukrainer verhindern Bau einer Brücke bei Cherson9.16 Uhr: Ukrainische Streitkräfte melden die Versenkung eines Lastkahns in der Region Cherson im Süden der Ukraine. Russische Truppen hätten damit versucht, Truppen und Ausrüstung über einen Fluss bei Nowa Kachowka zu transportieren. "Versuche, eine Pontonbrücke zu bauen, hielten dem Beschuss der ukrainischen Streitkräfte nicht stand und wurden abgebrochen. Der Kahn ... wurde zu einer Ergänzung der U-Boot-Truppe der Besatzer", schrieb das Militär auf Facebook.Liz Truss verspricht Ukraine hohe Finanzhilfe9.06 Uhr: Vor ihrer Rede bei der UN-Generalversammlung hat die britische Premierministerin Liz Truss der Ukraine für nächstes Jahr Militärhilfe in Höhe von mindestens 2,3 Milliarden Pfund (2,6 Milliarden Euro) versprochen. Die britische Unterstützung werde mindestens dieselbe Summe wie in diesem Jahr erreichen, kündigte die neue Regierungschefin am Dienstag an. Die genauen Details sollten "auf Grundlage der Bedürfnisse der Streitkräfte der Ukraine festgelegt" werden, teilte die Regierung in London mit. Vermutlich gehörten dazu unter anderem Mehrfachraketenwerfer."Meine Botschaft an die Menschen in der Ukraine lautet: Das Vereinigte Königreich wird weiterhin auf Schritt und Tritt hinter Ihnen stehen. Ihre Sicherheit ist unsere Sicherheit", sagte Truss der Mitteilung zufolge. "Die Siege der Ukraine in den vergangenen Wochen waren inspirierend. Immer wieder haben diese tapferen Menschen den Zweiflern die Stirn geboten und gezeigt, was möglich ist, wenn sie die militärische, wirtschaftliche und politische Unterstützung erhalten, die sie benötigen."USA erwägen Panzerlieferung in die Ukraine7.51 Uhr: Die Ukraine soll von den USA weitere Kampfpanzer bekommen. Das berichtet das Portal "Newsweek" unter Berufung auf einen hochrangigen Beamten des US-Verteidigungsministeriums. Er hatte Reportern am Montag in einem Briefing erklärt, dass die Lieferungen im Gespräch seien. "Panzer sind neben anderen Dingen absolut auf dem Tisch", sagte er. Die USA wollten europäische Länder mit Zugang zu zusätzlichen Panzern ermutigten, mehr an die Ukraine zu liefern, die dem Militär sofortige Hilfe leisten könnte, da keine zusätzliche Ausbildung erforderlich sei.Moderne Panzer, ähnlich denen, die von Nato-Staaten verwendet werden, könne die USA demnach zu einem späteren Zeitpunkt liefern. Allerdings sei bei jenen eine "substanzielle" neue Ausbildung zum Betrieb der Panzer nötig, so der Beamte. Britischer Bericht: Russland verlegt U-Boote der Schwarzmeerflotte7.15 Uhr: Russlands Schwarzmeerflotte hat nach britischen Erkenntnissen einige ihrer U-Boote von Sewastopol auf der Halbinsel Krim in den mehrere Hundert Kilometer entfernten Hafen von Noworossijsk in Südrussland verlegt. Der Hauptgrund dafür sei wahrscheinlich eine Veränderung des Bedrohungsniveaus, erklärt das Verteidigungsministerium in London in seinem täglichen Lagebericht. Es verweist darauf, dass in den vergangenen zwei Monaten sowohl das Hauptquartier als auch der wichtigste Flugplatz der Schwarzmeerflotte auf der Krim angegriffen worden seien. Mehr dazu lesen Sie hier.Ukraine bringt ihre Klage vor die UN – die Nacht im Überblick5.30 Uhr: Die Ukraine trägt ihre Klage über den russischen Angriffskrieg auf die höchste Bühne der Weltöffentlichkeit, vor die Generalversammlung der Vereinten Nationen. Es sei ein wichtiger Tag und er bereite seinen späteren Redebeitrag per Videoschalte vor, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj über den Beginn der UN-Generaldebatte in New York am Dienstag. "Es wird wichtige Signale von unserem Staat geben", kündigte er in einer von Kiew aus verbreiteten Ansprache an. Hier lesen Sie den Überblick über die Geschehnisse in der Nacht.Bau einer russischen Pontonbrücke im Süden verhindert3.45 Uhr: Ukrainische Streitkräfte melden die Versenkung eines Lastkahns in der Region Cherson im Süden der Ukraine. Russische Truppen hätten damit versucht, Truppen und Ausrüstung über einen Fluss bei Nowa Kachowka zu transportieren. "Versuche, eine Pontonbrücke zu bauen, hielten dem Beschuss der ukrainischen Streitkräfte nicht stand und wurden abgebrochen. Der Kahn ... wurde zu einer Ergänzung der U-Boot-Truppe der Besatzer", schrieb das Militär auf Facebook.Ukraine meldet weiteren Vormarsch in Luhansk1.26 Uhr: Die Ukraine ist nach eigenen Angaben weiter nach Osten in von russischen Truppen aufgegebenes Gebiet vorgedrungen. Der ukrainische Gouverneur der von russischen Streitkräften kontrollierten Region Luhansk, Serhij Hajdaj,schreibt im Messengerdienst Telegram, die ukrainischen Streitkräfte hätten die vollständige Kontrolle über das Luhansker Dorf Bilohoriwka wiedererlangt und bereiteten sich auf den Kampf um die Rückeroberung der gesamten Provinz vor. Es werde um jeden Zentimeter gekämpft werden: "Der Feind bereitet seine Verteidigung vor. Wir werden also nicht einfach einmarschieren." Die Angaben konnten nicht unabhängig verifiziert werden.Selenskyj: Ukraine muss mit Geschwindigkeit vorangehen00.40 Uhr: Die Ukraine will sich darauf konzentrieren, in den zurückeroberten Gebieten schnell voranzukommen. Dies kündigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videoansprache in der Nacht an. Die ukrainischen Truppen müssten sich weiterhin schnell bewegen, das normale Leben schnell wiederhergestellt werden. "Wir tun alles, um sicherzustellen, dass die Bedürfnisse der Ukraine auf allen Ebenen – Verteidigung, Finanzen, Wirtschaft, Diplomatie – erfüllt werden", sagte Selenskyj.Er deutete zudem an, dass er am Mittwoch in einer Videoansprache vor den Vereinten Nationen auch die Beschleunigung von Waffenlieferungen und Hilfsleistungen anderer Länder fordern werde.Dienstag, 20. SeptemberEuropaminister beraten über Rechtsstaat und Sanktionen gegen Russland20.30 Uhr: Die Europaminister der EU-Länder beraten am Dienstag in Brüssel über die Rechtsstaatlichkeit in den Mitgliedstaaten (ab 10.00 Uhr). Grundlage ist ein Bericht der EU-Kommission vom Juli, der vor allem Ungarn und Polen gravierende Defizite attestiert. Im Fall Ungarn schlägt die Kommission eine Kürzung der EU-Hilfen um 7,5 Milliarden Euro vor. Ein Beschluss wird bei dem Ministertreffen noch nicht erwartet.Daneben geht es auch um eine mögliche Verschärfung der EU-Sanktionen gegen Russland im Angriffskrieg gegen die Ukraine. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hatte sich kürzlich auf europäischer Ebene für eine Preisobergrenze für russische Öllieferungen ausgesprochen. Einen solchen Preisdeckel planen auch die sieben großen Industrieländer (G7).Gouverneur: Bisher 146 Leichen nahe Isjum exhumiert18.51 Uhr: Aus den Gräbern nahe der ukrainischen Stadt Isjum sind der örtlichen Regierung zufolge bisher 146 Leichen exhumiert worden. "Einige der Toten weisen Anzeichen eines gewaltsamen Todes auf. Es gibt Leichen mit gefesselten Händen und Spuren von Folter", schreibt der Gouverneur der Region Charkiw, Oleg Sinegubow, auf Telegram. Zudem habe man die Leichen von zwei Kindern gefunden.Anwohnern zufolge kamen manche der begrabenen Menschen bei einem russischen Luftangriff ums Leben. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge wurden am Stadtrand von Isjum vermutlich insgesamt 450 Leichen begraben. Der Kreml weist die Anschuldigungen der Ukraine zurück.Biden nennt Bedingung für Sieg der Ukraine17 Uhr: US-Präsident Joe Biden ist überzeugt davon, dass die Ukraine den von Russland begonnenen Krieg gewinnen wird. "Sie werden Russland besiegen", sagte Biden in einem Interview der CBS-Sendung "60 Minutes". Ein Sieg der Ukraine könne nur festgestellt werden, wenn die russischen Truppen vom gesamten ukrainischen Territorium vertrieben seien, und die Vereinigten Staaten würden die Ukraine dabei "so lange es dauert, unterstützen", sagte Biden weiter. Im Übrigen habe sich gezeigt, dass Russland militärisch "nicht so kompetent und fähig ist, wie es viele gedacht haben".Luhansker Separatisten planen Referendum über Angliederung an Russland16.45 Uhr: Vertreter der selbsternannten "Volksrepublik Luhansk" haben ihre Regierung und Oberhaupt Leonid Passetschnik dazu aufgerufen, unverzüglich ein Referendum über die Aufnahme in die russische Föderation abzuhalten. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti. In ihrer Erklärung betonen die Mitglieder der Volkskammer demnach, dass ein solcher Schritt das Territorium der international nicht anerkannten Republik sichern würde. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte die Unabhängigkeit der Separatistengebiete Donezk und Luhansk am 21. Februar 2022, kurz vor Beginn der russischen Invasion, offiziell anerkannt. Die Gebiete werden von den prorussischen Separatisten seit 2014 besetzt.Separatisten in der Ostukraine verurteilen zwei OSZE-Mitarbeiter zu 13 Jahren Haft15.24 Uhr: In der von Russland kontrollierten ostukrainischen Separatisten-Hochburg Luhansk hat ein Gericht zwei örtliche Mitarbeiter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zu je 13 Jahren Haft verurteilt. Die Urteile ergingen wegen angeblicher Spionage für die Ukraine und die Vereinigten Staaten, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass am Montag meldete. Einer der OSZE-Männer habe von August 2021 bis April 2022 "Belege über die Bewegung von Militärtechnik und Waffen und ebenfalls die Verlegung von Einheiten" gesammelt.Schabanow war im vergangenen April gemeinsam mit einem weiteren OSZE-Mitarbeiter festgenommen worden. Die Behörden der Separatisten werfen ihm vor, den US-Geheimdienst CIA seit August 2021 mit Informationen über Truppenbewegungen der Separatisten versorgt zu haben, während er als Sicherheitsassistent für die OSZE auf dem Stützpunkt Stachanawoskaja gearbeitet habe."Ich fordere ihre sofortige und bedingungslose Freilassung", sagte OSZE-Generalsekretärin Helga Schmid in Wien über die zwei Verurteilten und einen weiteren OSZE-Kollegen, der festgenommen wurde. Die Männer seien in der Ukraine nur ihren Dienstpflichten nachgekommen, die ihnen von den 57 Mitgliedsländern der OSZE aufgetragen worden waren, sagte Schmid. Sie wies damit indirekt darauf hin, dass Russland ursprünglich das Mandat der Beobachtermission unterstützt hatte.Bericht: Gazprom-Angestellte sollen für Soldaten-Medizin zahlen13.58 Uhr: Angestellte des staatlichen russischen Gasunternehmens Gazprom sollen von ihren Vorgesetzten dazu gezwungen werden, pro Kopf 1.000 Rubel (etwa 16,60 Euro) für die medizinische Versorgung russischer Soldaten zu zahlen. Der Journalist Mark Krutov von "Radio Free Europe/Radio Liberty" veröffentlichte entsprechende Screenshots auf seinem Twitter-Account. Die Bilder sollen eine Chatgruppe von Gazprom-Sicherheitsleuten aus der russischen Teilrepublik Sacha zeigen. In der veröffentlichten Nachricht heißt es, Gazprom habe sich "freiwillig dazu bereit erklärt, den Kauf von Medikamenten finanziell zu unterstützen". Die Angestellten von Gazprom sollen nach der Überweisung ihren Nachnamen und die letzten vier Zahlen ihrer Kontonummer an eine Telefonnummer schicken. So sollen sie beweisen, auch wirklich für den Kauf von Medikamenten gespendet zu haben. Gazprom reagierte bislang nicht auf eine Anfrage von "Radio Free Europe / Radio Liberty". Die Chatgruppe, aus der der Screenshot stammt, soll laut Krutov allerdings nicht die einzige zu sein, in der zu unfreiwilligen Spenden aufgerufen wurde.Experten: Putin baut zunehmend auf Alternativen zu regulären Truppen13.50 Uhr: Angesichts bedeutender Verluste bei seinen Streitkräften im Ukraine-Krieg ist Russlands Präsident Wladimir Putin nach Ansicht unabhängiger Militärexperten immer stärker auf Alternativen angewiesen. Der Kreml konzentriere sich zunehmend darauf, schlecht vorbereitete Freiwillige in irregulären improvisierten Einheiten zu rekrutieren, statt sie als Reserve oder Ersatz für reguläre russische Truppen einzusetzen, schrieben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) mit Sitz in Washington am Sonntagabend (Ortszeit).Einen Grund dafür sehen die Experten in Putins getrübtem Verhältnis zur eigenen Militärführung und dem Verteidigungsministerium über den Sommer hinweg, insbesondere nach den jüngsten Gebietsverlusten. Bei ihrer Gegenoffensive im Nordosten der Ukraine Anfang September sind die ukrainischen Kräfte im Gebiet Charkiw bis an den Oskil vorgestoßen.Eine Generalmobilmachung für den seit mehr als einem halben Jahr dauernden Krieg in der Ukraine gibt es in Russland bisher nicht. Die Armee und Präsident Putin sind daher auf Freiwillige angewiesen. Die russischen Streitkräfte rekrutierten zudem zunehmend Strafgefangene, setzten Elemente der russischen Sicherheitsdienste ein und mobilisierten verdeckt Männer aus den teilweise besetzten Gebieten Donezk und Luhansk, hieß es in dem ISW-Bericht weiter. Die Bildung solcher improvisierten Einheiten werde zu weiteren Spannungen, Ungleichheit und einem Mangel an Geschlossenheit unter den Truppenteilen führen. Angesichts ihrer kurzen Ausbildung verfügten sie über "nur wenig effektive Kampfkraft".Ukraine: Mindestens 13 Tote nach Artilleriebeschuss in Donezk13.30 Uhr: In der von russischen Truppen kontrollierten Stadt Donezk in der Ostukraine sind durch Artilleriebeschuss mindestens 13 Menschen getötet worden. Zwei Granaten seien an einer Bushaltestelle und in einem nahen Geschäft eingeschlagen, berichteten örtliche Medien am Montag. Zur Zahl der Verletzten gab es zunächst noch keine Angaben. Die örtlichen Machthaber machten ukrainische Truppen für den Beschuss verantwortlich. Kiew weist derartige Anschuldigungen regelmäßig zurück und wirft Moskau vor, mit Selbstbeschuss Bilder für die eigenen Medien zu produzieren. Unabhängig bestätigen ließen sich die Angaben nicht. Mehrere Videos prorussischer Quellen zeigen einen zerstörten Laden, auf der Straße davor liegen Leichen und Verletzte. Aus den Aufnahmen geht allerdings nicht hervor, wer für den Beschuss verantwortlich ist. Die Industriestadt Donezk steht seit 2014 unter der Kontrolle von Separatisten, die von Moskau unterstützt werden. Nach der Anerkennung der Unabhängigkeit der ostukrainischen Separatisten-Republiken war Russland im Februar in die Ukraine einmarschiert. Die Vereinten Nationen haben seitdem über 5.800 getötete Zivilisten erfasst, gehen aber wie Kiew von weitaus höheren zivilen Opferzahlen aus. Nach Angaben der Donezker Separatisten sind seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges über 900 Zivilisten in ihrem Einflussbereich getötet worden.Selenskyj wirft Russland Gefährdung der ganzen Welt vor10.18 Uhr: Nach dem russischen Beschuss des Kernkraftwerks Südukraine hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Russland die Gefährdung der ganzen Welt vorgeworfen. "Wir müssen es stoppen, solange es nicht zu spät ist", schrieb er in den sozialen Netzwerken.Das AKW Südukraine liegt knapp 300 Kilometer südlich der Hauptstadt Kiew. Im Betrieb befinden sich drei Reaktoren mit einer Nettoleistung von 2.850 Megawatt.London: Russische Luftwaffe in Ukraine immer stärker unter Druck9.31 Uhr: Die russische Luftwaffe gerät im Krieg gegen die Ukraine nach britischer Einschätzung zunehmend unter Druck. In den vergangenen zehn Tagen habe Russland offensichtlich vier Kampfjets verloren und damit insgesamt 55 Maschinen seit Beginn des Angriffs Ende Februar. Das teilte das Verteidigungsministerium in London am Montag unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse mit.Der Anstieg der Verluste sei womöglich teilweise darauf zurückzuführen, dass die russische Luftwaffe ein größeres Risiko eingehe, um Bodentruppen unter dem Druck ukrainischer Vorstöße aus nächster Nähe zu unterstützen, hieß es weiter. Hinzu komme das schlechte Situationsbewusstsein russischer Piloten. Einige Flugzeuge seien wegen der sich schnell bewegenden Front über ukrainisch kontrolliertem Gebiet in dichtere Luftverteidigungszonen geraten.Russland meldet engere militärische Kooperation mit China8.55 Uhr: Russland hat einem Medienbericht zufolge mit China eine engere Zusammenarbeit in Verteidigungsfragen vereinbart. Der Fokus liege auf gemeinsamen Militärübungen, meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Russlands Sicherheitsrat.Energoatom: Russland beschießt Atomkraftwerk Juschnoukrajinsk8.10 Uhr: In der Nacht von Sonntag auf Montag ist auf dem Gelände des Atomkraftwerks Juschnoukrajinsk (Südukraine) eine russische Rakete eingeschlagen. Das staatliche ukrainische Unternehmen Energoatom, das alle Kernkraftwerke im Land betreibt, bestätigte den Angriff über seinen Telegram-Kanal. Die unmittelbare Gefahr eines Atomunfalls bestehe allerdings nicht, wurde ausdrücklich betont.Energoatom erklärte, eine "starke Explosion" habe sich etwa 300 Meter von den Reaktoren des Kernkraftwerks entfernt ereignet. Zwei Verwaltungsgebäude sollen beschädigt worden sein, außerdem seien etwa 100 Fensterscheiben zersprungen. Auch mehrere Hochspannungsleitungen wurden laut Energoatom zerstört.Abgesehen davon liefen alle drei Blöcke des Atomkraftwerks im Normalbetrieb weiter. Auch unter den Mitarbeitenden habe es keine Verletzten durch den Angriff gegeben.Kiew setzt auf Militär statt Verhandlungen – die Nacht im Überblick5 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine neue Offensive angekündigt. An einer Stelle im Osten des Landes hat die ukrainische Armee nach eigenen Angaben bereits einen Brückenkopf gebildet, um weiter vordringen zu können. Selenskyjs Berater halten angesichts der derzeitigen militärischen Lage, aber auch wegen der Vielzahl an Kriegsverbrechen, die sie dem russischen Militär vorwerfen, Verhandlungen für sinnlos.In Moskau übte derweil eine der bekanntesten Schlagersängerinnen des Landes überraschend harte Kritik am russischen Angriffskrieg. Die Pop-Diva Alla Pugatschowa, die erst kürzlich aus Israel nach Russland zurückgekehrt war, forderte das Justizministerium auf, sie zum "Auslandsagenten" zu stempeln, weil sie für den Frieden sei. Heute ist der 208. Tag des Kriegs in der Ukraine. Hier lesen Sie den gesamten Überblick über die Geschehnisse in der Nacht.So können Sie für die Ukraine spendenAngesichts der Nachrichten aus der Ukraine fühlen sich viele Menschen hierzulande machtlos. Wenigstens mit einer Spende möchten sie helfen. Hier finden Sie eine Auswahl an Hilfsorganisationen.Ältere Nachrichten lesen Sie hier in unserem vorherigen Newsblog.
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