"Das Effektivste haben wir nicht gemacht": Hygienearzt Zastrow zu Maßnahmen gegen COVID-19

5 monate vor


Kann die Desinfektion des Mund-Nasen-Raums einer Infektion mit COVID-19 vorbeugen? Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Dennoch sei es so, sagt Klaus-Dieter Zastrow, Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin. Bereits seit Januar hatte er auf verschiedenen Wegen versucht, die Öffentlichkeit und Politik über diese Methode zu informieren. Doch seine Appelle verhallten in der Politik ungehört. Darum hat er nun einen öffentlichen Aufruf an die Bundeskanzlerin verfasst. Darin fordert er die Kanzlerin auf, die Methode als hochwirksamen Schutz vor COVID-19 anzuerkennen und auch die Öffentlichkeit entsprechend zu informieren. Was die Mund-Rachen-Desinfektion bewirkt und wie sie funktioniert Die Mund-Rachen-Desinfektion ist eine Schleimhautdesinfektion. Dazu muss, so Zastrow, alle zwei bis drei Tage mit einem Schleimhautdesinfektionsmittel gegurgelt werden. Das Gurgeln sollte 30 bis 40 Sekunden dauern. Die entsprechenden Mittel – beispielsweise PVP-Iod – kann man kostengünstig in der Apotheke erwerben. Wichtig sei, ein Schleimhautdesinfektionsmittel zu erwerben und nicht nur eine Mundspülung. Die Methode basiert auf einem einfachen Prinzip: Je weniger Viren im Mund-Rachen-Raum vorhanden sind, desto weniger können sie über den Atem, das Husten und Niesen verbreitet werden. Durch das Gurgeln mit dem desinfizierenden Mundwasser würden die Viren in der Mundhöhle und im Rachenraum zerstört. Dies gelte, so der Hygienearzt, für alle Coronaviren – auch für aktuelle und zukünftige Mutanten, da das Prinzip gegen alle behüllten Viren, zu denen die Coronaviren sämtlich zählen, wirke. Bei der Schleimhautdesinfektion wird die Hülle der Viren zerstört, sie sind dann nicht mehr vermehrungsfähig. Die Virenlast bleibt also gering. Das würde bedeuten, dass Infektionsketten so wirksam unterbrochen werden könnten. Ersetzt die Mund-Rachen-Desinfektion Maske und Impfung? Prof. Dr. Zastrow empfiehlt die Mund-Rachen-Desinfektion als zusätzliche Maßnahme. Die Impfungen seien die beste und wirksamste Option, sich vor Corona zu schützen – auch deshalb, weil Menschen, so Zastrow, nicht geneigt seien, über mehrere Jahre hinweg regelmäßig eine Mundspülung zu verwenden und weil immer die Gefahr bestehe, dass man es vergesse. Was Masken anbelangt, so wäre im Prinzip ein Verzicht darauf möglich, wenn alle regelmäßig die Mund-Rachen-Desinfektion praktizieren würden – denn es wäre dann ja nichts mehr da, das sich über die Luft verbreiten könne. Dennoch stelle sich auch dabei ein Problem: Man könnte dem anderen nicht ansehen, ob er ordnungsgemäß seine Mundspülung durchgeführt hat oder nicht. Mund-Rachen-Desinfektion nach wie vor wichtig Bislang stößt die Mund-Rachen-Desinfektion kaum auf Resonanz. Als Grund dafür vermutet Zastrow, dass sich die Politik verrannt habe: Es wäre nun nach über einem Jahr schon sehr peinlich, wenn man zugeben müsste, dass man mit solch einer einfachen Maßnahme Lockdowns und andere harte Maßnahmen hätte vermeiden können. Dennoch sei der Hinweis auf diese Maßnahme nach wie vor wichtig, denn schließlich breiten sich immer wieder neue Varianten aus und es ist noch längst nicht jeder geimpft. Gerade für Urlauber, die in Hochinzidenzgebiete reisen, meint Zastrow, sei diese einfache Methode eine gute Möglichkeit, sich selbst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Mehr auf unserer Webseite: https://de.rt.com/ Folge uns auf Facebook: https://www.facebook.com/rtde Folge uns auf Twitter: https://twitter.com/de_rt_com Folge uns auf Instagram: https://www.instagram.com/de_rt_com Folge uns auf Telegram: https://t.me/rt_de RT DE steht für eine Berichterstattung abseits des Mainstreams. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder ausgelassen wird.
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