Dax-Verlierer 2025: Adidas und Zalando schwach – Apple und Tesla glänzen

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Dax-Rekorde täuschen: Beiersdorf, Henkel, Adidas und Zalando blieben 2025 klare Verlierer. Die Musik spielte bisher vor allem in den USA. Ins Börsenjahr 2026 startet Adidas so enttäuschend, wie schon das Jahr 2025 verlaufen ist. Zum Start gab es von einer großen US-Investmentbank direkt eine Abstufung im Kursziel . Und der wenig dezente Hinweis der Bank of America , die das Kursziel von 213 auf 160 Euro senkte, sorgte für einen Kursrutsch. 25.000 Punkte im Dax: Was der Höhenflug für Ihre Geldanlage bedeutet Mit einem Minus von 32 Prozent in den vergangenen 12 Monaten gehört Adidas zu den schlechtesten Aktien im Dax 40, wie die Statistiken der Börse München belegen. Kaum besser lief es bei Zalando mit zwanzig Prozent Minus. Dass dies für den restlichen Verlauf des Jahres aber gar nichts bedeuten muss, lehrt die Vergangenheit. Anfang 2025 wurde auf ganz anderer Ebene der Rohstoff Kakao in den Himmel gelobt, mit Kurszielen und Begründungen, warum Kakao teuer bleiben müsse. Ende 2025 markierte Kakao als Rohstoff das absolute Ende der Renditeskala und war im Jahresverlauf regelrecht eingebrochen. Techaktien immer noch am teuersten Eine andere Aktie, die 2025 ab April hingegen stark gesucht war, ist Tesla . "Der Autobauer respektive Tech-Konzern legte in Euro gerechnet ab der zweiten Aprilwoche von 200 auf 400 Euro Anfang November zu", so Thomas Soltau vom Smartbroker. "Mit einem KGV von rund 220 auf Basis der erwarteten Gewinne zählt Tesla jetzt aber zu den teuersten Aktien im S&P 500", so Franz-Georg Wenner von Indexradar. Wer investiert, kauft eine ferne Zukunft, viel Hoffnung und kein Schnäppchen. Speziell bei Tesla könnten dank der sehr hohen Volatilität auch defensivere Strukturen, die auch eine Seitwärtsrendite ermöglichen, die bessere Wahl sein. Selbst wer wenig Erfahrung mit Zertifikaten als Anlageprodukte hat, kann die Vorzüge auf den ersten Blick erkennen. Denn Discountzertifikate auf Tesla werfen satte Seitwärtserträge ab. Risiko und Rendite im besten Mix Ein Beispiel ist die WKN DU3CXY der DZ Bank. Das Papier verfügt über einen Cap, also eine maximale Auszahlung von 400 Dollar. Die Aktie notiert momentan bei 431 Dollar, sie könnte bis zur Fälligkeit im Dezember 2026 also sogar auf 31 US-Dollar fallen. Notiert sie bei mindestens 400 Dollar, erwarten Anleger stattliche 24 Prozent Seitwärtsrendite, da das Zertifikat 277 Euro kostet. Fällt die Tesla-Aktie per Saldo unter 400 Dollar, so bliebe die Investition bis 324 Dollar immer noch im Gewinn. Erst darunter käme ein Anleger in den Verlustbereich. Und was ist der Preis für dieses defensive Risikoprofil im Vergleich zur Aktie? Ganz einfach – der Gewinn ist eben bei 24 Prozent begrenzt, während die Aktie theoretisch immer weiter klettern könnte. Der Vergleich Aktie vs. Discountzertifikat illustriert aber sehr schön die Vorzüge von Discountern und widerlegt klar die These, dass Zertifikate riskant sein müssen. Im Gegenteil – dieses Produkt reduziert das Risiko im Vergleich zum reinen Aktienkauf. Apple läuft so mit Schauen wir neben Tesla aber auch noch einmal auf einen weiteren Anlegerliebling – Apple . Dort fährt man bei KI einen defensiven Kurs: Die Investitionen sind überschaubar, während Konkurrenten wie Microsoft oder Meta Milliarden in eigene KI-Infrastruktur pumpen. Stattdessen fließt beim iPhone-Konzern das Kapital in Aktienrückkäufe – ein klares Signal des Vertrauens in die eigenen Stärken und das bestehende Ökosystem. Dieser einstige Nachteil im KI-Rennen könnte sich als cleverer Schachzug erweisen: Apple spart Kosten, schützt Margen und profitiert später von bereits entwickelten Technologien, ohne selbst hohe Anfangsinvestitionen stemmen zu müssen. Vergangene Tech-Revolutionen zeigen: Blasen sind unvermeidlich, und niemand kann vorhersehen, welche Unternehmen langfristig profitieren. Wer sein Geld auf wenige Titel setzt, geht größere Risiken ein und muss mögliche Verluste akzeptieren. Gleichzeitig ist der KI-Markt noch nicht überhitzt wie frühere Hypes: Die Bewertungen liegen deutlich moderater, die Nachfrage wächst, und konkrete Anwendungen entstehen. Trotzdem könnte am Ende des Jahres 2026 eine Adidas durchaus vor Nvidia oder Alphabet in der Performance liegen. Wer hätte schon Anfang 2025 gedacht, dass Bayer eine der besten Dax-Aktien der folgenden 12 Monate sein könnte?
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