DFB-Elf verliert verdient gegen Ungarn und verpasst Nations-League-Finalturnier

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Deutschlands Fußball-Nationalmannschaft verliert den vorletzten Härtetest vor der WM verdient gegen Ungarn. Damit ist auch klar: die DFB-Elf verpasst ein Finalturnier.Die Pfiffe des Leipziger Publikums waren absolut verständlich: Deutschlands Fußball-Nationalmannschaft zeigt in der Nations League gegen Ungarn über weite Phasen eine Nichtleistung und verliert verdient mit 0:1. Ausgerechnet der langjährige Bundesliga-Stürmer Adam Szalai traf artistisch per Hacke zum Tor des Abends (17. Minute).Weltmeister? So? Niemals! Die Nationalmannschaft hat zwei Monate vor der WM in Katar ihre erste Niederlage unter Bundestrainer Hansi Flick erlitten und riesige Zweifel an der Mission fünfter Stern aufgeworfen. Damit steht schon vor dem finalen WM-Härtetest am Montag im Wembley-Stadion gegen England (ab 20.45 Uhr im t-online-Liveticker) zudem fest, dass Deutschland auch im dritten Anlauf das Finalturnier der Nations League verpasst. Die DFB-Elf liegt nach dem fünften von sechs Spieltagen nur auf Rang drei der Gruppe A3. Ungarn ist mit uneinholbaren zehn Zählern aktuell Gruppenerster.Deutsche Offensive findet kaum statt gegen kluge UngarnDie DFB-Auswahl spielte eine furchtbare erste Halbzeit ohne jegliches Feuer und Kreativität. Trotz der Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel war die Pleite nicht mehr zu verhindern. Besonders besorgniserregend: Die 39.513 Zuschauer in der ausverkauften Leipziger Arena bekamen mit Ausnahme der Corona-Ausfälle Manuel Neuer und Leon Goretzka eine Elf zu sehen, die so auch beim WM-Auftakt gegen Japan (23. November) denkbar scheint. "Das kann man in der Form nicht sagen", betonte Flick aber im ZDF und verwies auf "viel Qualität und Potenzial" in seinem Kader sowie Start-Kandidaten wie Jamal Musiala oder Kai Havertz.Letzterem zog er im Sturmzentrum Timo Werner vor, von dem er "Tiefenläufe" hinter die dicht gestaffelte ungarische Abwehr sehen wollte. Doch RB-Profi Werner blieb bei "seinem" Heimspiel Vieles schuldig.Überhaupt fand die Offensive um Ersatzkapitän Thomas Müller, der die neue "One Love"-Binde trug, gegen gut sortierte Gäste kein Mittel. Dabei stand die Partie zunächst ganz im Zeichen der Trauer um Sturm-Idol Uwe Seeler, dem auch die Choreographie ("FÜR UWE") gewidmet war.Auch die Passwege auf Organisator Joshua Kimmich wurden konsequent zugestellt, Goretzka-Ersatz Ilkay Gündogan brachte als Spielauslöser zunächst keine Gefahr. Die Abwehr um Boss Antonio Rüdiger und Nebenmann Niklas Süle wirkte unsicher.Sané scheitert mit guter Chance an Leipzig-Keeper GulacsiNeuers "ewiger" Stellvertreter Marc-Andre ter Stegen musste bereits bei der ersten ungarischen Chance hinter sich greifen: Nach einer Ecke kam Müller gegen Altstar Szalai zu spät. Wenig später rettete ter Stegen gegen Daniel Gazdag (25.). Müller per Kopf (39.) brachte in Hälfte eins als einziger DFB-Star den Ball aufs Tor.Mit Wiederbeginn nahm Flick in Serge Gnabry einen der vier Krisen-Bayern in seiner Anfangsformation raus. Hinspiel-Torschütze Jonas Hofmann rückte nach vorne, der eingewechselte Thilo Kehrer übernahm rechts in der Viererkette. Leroy Sane (51.) hatte den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber an Torwart Peter Gulacsi, neben Willi Orban und Dominik Szoboszlai einem von drei Leipzigern bei Ungarn.Die deutsche Elf zeigte nun ein deutlich intensiveres Pressing, stand in Ballbesitz höher, spielte wacher, aktiver - und plötzlich dominant. Endlich fanden die Bälle in die gefährlichen Zonen. Müller bezwang Gulacsi (53.), doch Passgeber Hofmann stand im Abseits - kein Tor.Werner (57.) vergab seine einzige Chance und musste später doch für Havertz weichen, doch für Flanken fehlte ein Zielspieler. Martin Adam (72.) hätte erhöhen können, ter Stegen hielt stark. Gulacsi entschärfte Kimmichs strammen Volleyschuss (77.). Ter Stegen rettete auch gegen Laszlo Kleinheisler (86.).
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