DHB: Juri Knorr für Gislason-Verlängerung – Mitspieler schweigen

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Juri Knorr bekennt sich öffentlich zu Bundestrainer Alfred Gíslason, dessen Vertrag nach der Heim-WM 2027 endet. Die meisten Mitspieler schweigen und auch im DHB gibt es bislang keine klare Tendenz. Nach dem erfolgreichen Lehrgang mit zwei Testspielsiegen gegen Ägypten rückt beim Deutschen Handballbund eine drängende Frage in den Vordergrund: Wie geht es mit Bundestrainer Alfred Gíslason weiter? Sein Vertrag läuft nach der Heim-WM im Januar 2027 aus. Der Verband will noch vor dem Turnier Klarheit schaffen. DHB-Sportvorstand Ingo Meckes kündigte an: "Der Prozess wird jetzt in Gang gesetzt." Er prophezeite "spannende Monate", nannte aber keine feste Frist – "aber es muss eine gute WM-Vorbereitung möglich sein." Gíslason selbst ließ keinen Zweifel an seinem Wunsch: "Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich erst einmal nicht aufhören möchte mit Handball nach der Weltmeisterschaft und gerne mit dieser Mannschaft weiterarbeiten würde." Gíslason-Zukunft: "Da werde ich keine Antwort geben" Spielmacher Juri Knorr gehört zu den wenigen, die sich öffentlich positioniert haben: "Ich hoffe, dass es noch weitergeht mit ihm. Ich kenne nur Alfred als Bundestrainer und bin ihm sehr dankbar für alles, was er mir ermöglicht hat. Er hat mich in sehr jungen Jahren dazugeholt und mir auch immer wieder Vertrauen geschenkt." Der Großteil der Teamkollegen hielt sich bedeckt. Rückraumspieler Miro Schluroff sagte, er könne sich zwar vorstellen, weiter unter Gíslason zu spielen, "aber das ist sicherlich nicht meine Entscheidung". Renārs Uščins erklärte knapp: "Da werde ich keine Antwort geben." Kapitän Johannes Golla betonte Gíslasons Anteil an der Entwicklung des Teams. Zunächst verwies er auf das Potenzial der Mannschaft: "Es ist eine Mannschaft, die unheimlich viel Potenzial hat, und wir kommen dem Ausschöpfen des Potenzials immer näher." Dann ergänzte er: "Wir haben zwei Spiele gegen Ägypten gewonnen, mit einer durchwachsenen Leistung, mit der wir nicht ganz zufrieden sind. Das zeigt schon, dass wir mittlerweile ein anderes Selbstverständnis haben. Das spricht für eine gute Zusammenarbeit." Hinsichtlich der Entscheidung über Gíslasons Zukunft stellte Golla aber klar: "Es ist keine Spielerentscheidung." Gíslason ist seit Februar 2020 im Amt und führte die Nationalmannschaft zu Olympia- und EM-Silber. Bei der EM im Januar hatte er nach der Niederlage gegen Serbien kurz vor dem Aus gestanden, ehe der anschließende Silberlauf seine Kritiker verstummen ließ. Eine klare Tendenz zugunsten von Gíslason gibt es im Verband derzeit nicht.
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