"Die haben nicht das Recht zu schießen" – Die Migrationskrise von Ceuta

4 monate vor


Am Mittwoch erreichten erneut Minderjährige schwimmend den Strand von Ceuta. Beamte versuchten, die Überquerung zu verhindern, indem sie nach Angaben der örtlichen Behörden "Rauchkanister" abfeuerten. Lokale Berichte legen nahe, dass die Kanister Tränengas waren. Inzwischen überqueren auch rund 80 Migranten auf dem Landweg die Grenze, indem sie bei Fnideq, Marokko, über mit Stacheldraht gesicherte, zehn Meter breite Grenzzäune klettern. Obwohl Spanien inzwischen das Militär einsetzt, drohen die örtlichen Behörden der Zahl der Migranten nicht mehr Herr zu werden, es bahnt sich eine humanitäre Krise an. Der spanische Premierminister Pedro Sánchez sagte, dass von den 8.000 Migranten, die nach Ceuta gekommen sind, 4.800 zurückgeschickt wurden. Minderjährige wurden nicht zurückgeschickt. Die Stadt Ceuta hat lediglich 85.000 Einwohner. Das warme Wetter hat auch zum Anstieg der Migranten beigetragen, die versuchen, nach Europa zu schwimmen. Hunderte von zusätzlichen Beamten der Guardia Civil sowie der Streitkräfte und der nationalen Polizei wurden eingesetzt, um bei der Verarbeitung der Neuankömmlinge zu helfen. Viele Migranten kommen aus Gebieten südlich der Sahara und fliehen vor Armut oder Gewalt. Im ganzen Jahr 2020 wurden 2.228 Migranten gezählt, die die Enklave auf dem See- oder Landweg zu erreichen versuchten. Ein junger Mann ertrank und Dutzende wurden wegen Unterkühlung oder kleineren Verletzungen behandelt, sagte das Rote Kreuz in Ceuta und fügte hinzu, dass es Coronavirus-Tests mit den Neuankömmlingen durchführe. Mehr auf unserer Webseite: https://de.rt.com/ Folge uns auf Facebook: https://www.facebook.com/rtde Folge uns auf Twitter: https://twitter.com/de_rt_com Folge uns auf Instagram: https://www.instagram.com/de_rt_com Folge uns auf Telegram: https://t.me/rt_de RT DE steht für eine Berichterstattung abseits des Mainstreams. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder ausgelassen wird.
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