Diese Folgen kann ein Schlaganfall haben

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Wer einen Schlaganfall überlebt, muss mit schweren Schäden rechnen. Da das Gehirn unter Umständen stark geschädigt wurde, ist rund die Hälfte der überlebenden Patienten dauerhaft behindert und auf fremde Hilfe angewiesen. Neben Lähmungen auch Gefühlsstörungen in den Armen und Beinen. Berührungen, Schmerzen, aber auch Temperaturen werden dann nur teilweise oder gar nicht wahrgenommen. Ist die Gesichtsmuskulatur gelähmt, hängt der Mundwinkel herab. Zudem fällt es den Betroffenen schwer, zu sprechen und zu schlucken. Oft kann man nicht verstehen, was die Betroffenen sagen möchten, da diese undeutlich, abgehackt, monoton oder nur sehr langsam sprechen. Störungen im Sprachzentrum des GehirnsSprachstörungen sind eine der häufigsten Folgen eines Schlaganfalls. Rund ein Drittel der 270.000 Schlaganfallpatienten pro Jahr ist davon betroffen, so die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Oft verschwinde die Sprachlosigkeit in der Muttersprache zwar wieder, der Verlust der Fremdsprache ist jedoch in den meisten Fällen nicht verhinderbar – egal, wie gut der Patient sie vor dem Schlaganfall beherrscht hat. Das Gehirn speichere Sprachen offenbar nicht automatisch in denselben Arealen, erläutert die Stiftung.In der Regel sind die Synapsen dort stärker ausgeprägt, wo die Muttersprache im Hirn angesiedelt ist, sagt Holger Grötzbach, Leiter der Sprachtherapie in der Asklepios-Klinik Schaufling. Das hänge mit der stärkeren emotionalen Bindung zur Muttersprache zusammen, die sich aus der Biografie und den Erinnerungen des Patienten ergeben. Eine Fremdsprache sei dagegen viel anfälliger für Störungen. Es sei daher sehr unwahrscheinlich, dass zum Beispiel ein Migrant mit Sprachverlust nach einem Schlaganfall neben seiner Muttersprache auch noch die Sprache seiner neuen Heimat wieder vollständig erlernt.Sehstörungen kommen häufig vorKommt es zu Sehstörungen, haben die Patienten häufig den sogenannten Tunnelblick oder sehen Dinge doppelt. Viele können auch nur noch auf einem Auge sehen. Neben Gleichgewichtsstörungen kann es auch zu Bewusstseins- und Wahrnehmungsstörungen kommen. Dann werden Gegenstände zwar erkannt, aber nicht richtig verwendet.Da das Gehirn bei einem Schlaganfall stark geschädigt wird, leiden viele Patienten unter Stimmungstiefs, Depressionen und Antriebslosigkeit. Betroffene haben plötzliche Wutausbrüche oder fangen ohne Grund an zu weinen. Oft wirken sie teilnahmslos und uninteressiert.
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