Dreifach-Sternsystem "Apep": Teleskop enthüllt embryo-ähnliche Struktur

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Ein Teleskop liefert unerwartete Einblicke in ein außergewöhnliches Dreifachsternsystem. Die spektakuläre Aufnahme zeigt ungewöhnliche Strukturen. Wissenschaftler haben eine bemerkenswerte Entdeckung gemacht. Es handelt sich um ein einzigartiges Dreifachsternsystem, das mithilfe des James Webb Space Telescope (JWST) entdeckt wurde und aussieht wie ein Embryo. Die Aufnahme zeigt ein massives System mit einer faszinierenden Struktur. Zwei der Sterne sind sogenannte Wolf‑Rayet‑Sterne, extrem heiße und massereiche Objekte mit starken stellaren Winden. Solche Sterne sind verhältnismäßig selten. In unserer Milchstraße sind von ihnen nur etwa tausend bekannt. Was ist besonders an dem System? Das System trägt den Spitznamen "Apep" und befindet sich schätzungsweise in rund 8.000 Lichtjahren Entfernung von der Erde. Es handelt sich offenbar um einen Fall, bei dem zwei Wolf‑Rayet‑Sterne umeinander kreisen – mit einer erstaunlich langen Umlaufzeit von rund 190 Jahren. Diese Kombination ist in dieser Form lange nicht beobachtet worden. Bei ähnlichen Systemen liegt die Umlaufzeit typischerweise im Bereich von zwei bis zehn Jahren. Die starken Winde der Wolf‑Rayet‑Sterne schleudern helium‑, stickstoff‑ und kohlenstoffreiche Materie heraus, die sich in Form einer Spiralstruktur um das System legt. Dabei konnten die Forscher mit dem JWST mehrere aufeinanderfolgende Wind‑ und Staubschichten sichtbar machen. Sie dehnen sich inzwischen über Zeiträume von mehreren Hundert Jahren aus. Die Rolle des dritten Sterns Neben den zwei Wolf‑Rayet‑Sternen gibt es einen dritten, ebenfalls sehr massereichen Begleiter – einen Super‑Riesen mit etwa dem 40- bis 50-Fachen der Sonnenmasse. Dieser trägt zur Formung der Staubspiralen bei, etwa durch eine "Trichterstruktur". Alle drei Sterne werden voraussichtlich irgendwann als Supernovae enden; die beiden Wolf‑Rayet‑Sterne könnten sogar als Gamma‑Ray‑Bursts durchbrechen. Gamma‑Ray‑Bursts sind extrem energiereiche Strahlungsausbrüche im All. Sie entstehen meist, wenn sehr massereiche Sterne kollabieren oder Neutronensterne verschmelzen – dabei bildet sich oft ein Schwarzes Loch. Die dabei freigesetzte Gammastrahlung kann über Milliarden Lichtjahre hinweg gemessen werden und liefert wichtige Erkenntnisse über das frühe Universum.
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