Dschungelcamp: Ofarim-Opfer Markus W. kritisiert Aussagen scharf

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Gil Ofarims Opfer, der Hotelangestellte Markus W., kritisiert seine Aussagen im Dschungelcamp scharf. Viele Leser pflichten ihm bei. Musiker Gil Ofarim hatte 2021 behauptet, der Leipziger Hotelmitarbeiter Markus W. habe ihn wegen einer Davidstern-Kette diskriminiert. 2023 gab der Musiker dann vor Gericht zu, gelogen zu haben, und entschuldigte sich. Als Kandidat im diesjährigen Dschungelcamp schwieg er zunächst wegen einer angeblichen Verschwiegenheitserklärung zu dem Skandal. In wenigen Momenten äußerte er sich aber doch und erweckte den Eindruck, seine einstige Entschuldigung nicht aus Einsicht ausgesprochen zu haben sowie seine Schuld infrage zu stellen. Kurz darauf meldete sich sein Opfer Markus W. zu Wort und widersprach Ofarim. Es gebe keine Schweigevereinbarung. Ofarim dürfe sprechen, nur die falsche Behauptung nicht wiederholen. Zudem machten die Andeutungen des diesjährigen Dschungelcampers, der am Ende der RTL-Show den Sieg holte, Markus W. fassungslos. Er fühlt sich erneut als Opfer dargestellt und sieht die geklärten Tatsachen infrage gestellt. "Mir geht es nicht gut damit, wie er sich jetzt inszenieren konnte. Denn es hinterlässt bei mir den Eindruck, dass die öffentliche Wahrnehmung dieses Falles wieder kippt", so Markus W. Sehen die t-online-Leser das ähnlich? Oder finden Sie Ofarims Verhalten hinsichtlich der Antisemitismusvorwürfe angemessen? Ofarim-Opfer Markus W. spricht erstmals: "Es macht mich fassungslos" Viele Leser stellen sich auf die Seite von Markus W. So schreibt etwa Brigitte Katzwinkel: "Ich kann Markus W. sehr gut verstehen. Herr Ofarim hätte überhaupt nicht von RTL verpflichtet werden sollen." Durch das Dschungelcamp habe der Musiker eine Bühne bekommen, um sich wichtig zu machen. Thomas Just pflichtet Markus W. ebenfalls bei: "Ich bin auch einfach nur fassungslos bis wütend, wie diese ekelerregende Doppelmoral, diese trickreiche Täter-Opfer-Umkehr bis hin zu offenkundigen Lügen in Deutschland, dazu noch gesponsort von einigen Medienanstalten, immer weiter und völlig straffrei um sich greift." Leser Rolf Eskuchen rät Markus W.: "Ich empfehle dem Opfer der perfiden Verleumdung, die 'Zwangsvollstreckung' einzuleiten." Sigrun Franke betont: "Es steht doch außer Frage, dass Markus W. das Opfer einer Lüge wurde und Gil Ofarim sich bei ihm entschuldigt hat. Dass bis heute keine Zahlungen erfolgt sind, ist wahrscheinlich der Tatsache geschuldet, dass er keine Einnahmen hatte. Endlich kann er diese nach dem Gewinn der Dschungelkrone begleichen und beide können mit dem Fall juristisch abschließen. Herr W. tut mir leid und ich hoffe, er hat eine Chance für sich, alles zum Guten zu wenden. Herr Ofarim hat gebüßt und sollte nicht vergessen: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht." Dennoch sollte man irgendwann verzeihen, wie Franke schreibt: "Das ist doch menschlich und eine gute Sache." Sylvia Reinolsmann kritisiert, dass Ofarim im Dschungelcamp bezüglich seines Skandals mehrmals andeutete, "dass da 'noch mehr dahinterstecken' würde". Die Leserin ist überzeugt: "Seine Entschuldigung war einfach unehrlich. Er fühlt sich auch weiterhin noch ungerecht behandelt. Das hat man deutlich gespürt." "Respekt für sein Abliefern im Dschungel" Einige Leser springen für Ofarim jedoch auch in die Bresche. So schreibt etwa Susanne M. Jost : "Man muss die Davidstern-Lüge wirklich nicht schönreden und ich bin ganz sicher, dass er das selbst auch weiß. Aber wer mit Anfang/Mitte 40 behauptet, er hätte noch nie Fehler gemacht, die andere Menschen verletzt oder verunglimpft haben, der lügt." Man müsse nicht gutheißen, was Gil Ofarim getan hat, jedoch habe er "Respekt für sein Abliefern im Dschungel" sowie eine zweite Chance verdient. Leserin Jutta Wenk scheint sogar den juristischen Ausgang des Davidstern-Skandals anzuzweifeln: "Man weiß nicht genau, was stimmt und wird es wahrscheinlich nie erfahren. Jeder hat aber eine zweite Chance verdient und er hat sie in meinen Augen genutzt." Christine Rohrlack findet: "Es muss auch mal gut sein. Er hat niemanden ermordet. Es ist widerlich gewesen, aber es gibt Schlimmeres und auch nicht jeder entschuldigt sich öffentlich. Was erlauben sich die vielen Menschen eigentlich? Sie haben nicht die Berechtigung, zu richten."
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