Am Samstagabend boten Dresden und Magdeburg ein hitziges Duell, das auch abseits des Platzes nennenswerte Szenen lieferte. Dynamo Dresden hat sich am Samstagabend in einem umkämpften Ostduell mit 2:1 gegen den 1. FC Magdeburg durchgesetzt. Kofi Amoaka (34.) und Thomas Keller (45.+3) drehten vor ausverkauften Rängen die hitzige Partie. Mateusz Zukowski (29.) hatte die leicht favorisierten Magdeburger in Führung gebracht. Den größten Aufreger des Abends fabrizierten dabei die sächsischen Fans: Kurz nach dem Beginn der zweiten Halbzeit zündeten die Anhänger derart viel Pyrotechnik, dass der Nebel im Stadion stand. Die Partie war knapp neun Minuten lang unterbrochen. Die Dresdner bleiben trotz des Auswärtssiegs zwar Vorletzter, verkürzen den Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz aber auf einen Punkt. Magdeburg, zuvor fünf Ligaspiele in Folge ungeschlagen, rutscht auf den 14. Rang ab. So lief das Spiel Dresden, das aus Anlass des 75. Geburtstages der 2022 verstorbenen Vereinslegende Hans-Jürgen "Dixie" Dörner in einem schwarzen Sondertrikot auflief, begann sehr offensiv und hatte durch Jakob Lemmer (5.) die erste gute Möglichkeit. Die Gastgeber brauchten 20 Minuten, um sich auf das hohe Pressing der Gäste einzustellen. Nach einem Konter traf Zukowski (22.) den Innenpfosten, sieben Minuten später machte er es besser. Dresdens Jonas Sterner unterlief eine lange Flanke, Baris Atik bediente den Polen, der stark traf. Die Sachsen aber schlugen nach einem Eckball zurück, zunächst scheiterte Amoako noch an der Latte, dann traf er. Er ist der 100. Dresdner Zweitliga-Torschütze. Und er war auch an der Führung beteiligt. Seine Flanke ebenfalls nach einem Eckball konnte FCM-Torhüter Dominik Reimann nur unsauber wegfausten, Keller stand goldrichtig und verwandelte. Nach dem Wechsel übernahm Magdeburg die Initiative. Man kombinierte sich immer wieder bis an den Strafraum heran und versuchte sich dann mit Abschlüssen aus der zweiten Reihe. Die waren aber lange Zeit zu unsauber. Von den Gästen kam nach vorn sehr wenig, vielmehr versuchte man, den Vorsprung durch das Zurückziehen in die eigene Hälfte zu verteidigen. Mit einem Konter hatte Vincent Vermeij (75.) die Chance zum 3:1, doch Reimann klärte mit einer Fußabwehr. Gegen wild anrennende Gastgeber hatte die vielbeinige Dynamo-Abwehr immer wieder das bessere Ende für sich. Bei einem Kopfball von Marcus Mathisen in der 9. Minute der Nachspielzeit hatten die Zuschauer den Torschrei auf den Lippen, doch Dynamo-Torhüter Tim Schreiber reagierte großartig. In der letzten Minute setzte der Magdeburger den Ball frei über das Tor.