Einkommensvergleich: In diesen Landkreisen ist das Gehalt viel wert

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Die Einkommensunterschiede variieren in Deutschland zum Teil stark. Das wirkt sich auch auf die Kaufkraft aus. Eine neue Analyse zeigt, wo man in Deutschland am besten dasteht. Der mittlere Bruttojahresverdienst liegt in Deutschland bei 54.066 Euro, das hat jüngst das Statistische Bundesamt (Destatis) mitgeteilt. Somit verdiente die Hälfte der Beschäftigten mehr oder genau diesen Betrag, während die andere Hälfte weniger erhielt. Das Durchschnittseinkommen liegt aber etwas höher, da besonders hohe Gehälter den Schnitt verzerren. Im Schnitt verdienen Deutsche 64.441 Euro. Was man mit diesem Geld alles anfangen kann, das hängt ganz erheblich vom Wohnort ab. Denn die reale Kaufkraft einer Person hängt nicht nur davon ab, wie hoch das eigene Gehalt und wie hoch die Steuer- und Abgabenlast ist, sondern auch davon, ob die Miete besonders hoch ist , die Lebensmittel besonders günstig sind oder ob man mit Auto oder Fahrrad zur Arbeit kommt. In diesen Landkreisen ist das Gehalt am meisten wert Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hat diese beiden Datensätze nun in einer Kurzstudie zusammengeführt. Daraus hat es ein "reales Einkommen" ermittelt, das aufzeigt, wo man mit seinem Gehalt am komfortabelsten leben kann. Dadurch entsteht ein "preisbereinigtes Durchschnittseinkommen", das teilweise überrascht. So können sich die Menschen in der Stadt Heilbronn (Baden-Württemberg) am meisten leisten, sie haben das höchste preisbereinigte Durchschnittseinkommen in Höhe von 39.424 Euro pro Kopf. Am wenigsten haben die Offenbacher (Hessen), deren preisbereinigtes Einkommen nur 21.430 Euro beträgt. Besonders gut geht es auch den Bewohnern der Landkreise Starnberg und Rhön-Grabfeld (beide Bayern). Am anderen Ende der Skala dominieren Landkreise in Nordrhein-Westfalen (Gelsenkirchen, Duisburg , Herne) sowie Teile Brandenburgs und Sachsen-Anhalts. Die Ökonomen weisen jedoch darauf hin, dass nicht überall gute Datensätze verfügbar sind. So fehlen Teile der Steuerstatistiken für Heilbronn seit 2021, sie müssen erst noch fortgeschrieben werden. Möglicherweise würde die Stadt etwas schlechter im Ranking abschneiden, wenn man vollständige Daten hätte, schreibt das IW. Regionen mit starkem Mittelstand gewinnen Das sind die Top-10-Landkreise mit der besten Kaufkraft: Heilbronn: 39.424 Euro LK Starnberg: 39.224 Euro LK Rhön-Grabfeld: 38.479 Euro LK Neuwied : 37.441 Euro LK Miesbach: 37.078 Euro LK Erlangen-Höchstadt: 36.804 Euro LK Wunsiedel im Fichtelgebirge: 36.385 Euro Hochtaunuskreis : 36.080 Euro LK Mainz-Bingen: 35.814 Euro Kreis Olpe: 34.437 Euro Und das sind die zehn mit der schlechtesten Kaufkraft: Halle (Saale): 24.184 Euro Freiburg im Breisgau: 23.949 Euro Frankfurt (Oder): 23.940 Euro Bremerhaven: 23.477 Euro Ludwigshafen am Rhein: 23.144 Euro Herne : 23.082 Euro Kaiserslautern : 23.070 Euro Duisburg: 22.236 Euro Gelsenkirchen : 21.469 Euro Offenbach am Main: 21.430 Euro Auffällig sei ebenfalls, dass nicht nur Metropolen oder touristisch attraktive Landkreise die oberen Plätze belegten. Dazu gehören zum Beispiel auch Wunsiedel, Rhön-Grabfeld (beide Bayern) oder der Kreis Olpe (NRW). Dort hätten die Menschen solide Einkommen, während die Lebenshaltungskosten unter dem Bundesdurchschnitt lägen. "Hier trifft also solider Mittelstand auf niedrige Preise", schreiben die Ökonomen.
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