ESKALATION IN NAHOST: "Das ist eine Kriegserklärung an den jüdischen Staat!" - Graf Lambsdorff

1 monat vor


ESKALATION IN NAHOST: "Das ist eine Kriegserklärung an den jüdischen Staat!" - Graf Lambsdorff Angesichts der eskalierenden Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern wächst die Angst vor einem neuen Gaza-Krieg. Die Bundesregierung verurteilte die anhaltenden Raketenangriffe der Hamas auf Israel. Vertreter der katholischen Kirche riefen zu Verhandlungen auf. In Deutschland sorgten derweil Übergriffe auf Synagogen für Empörung und Appelle gegen jede Form von Antisemitismus. In der Nacht zum Mittwoch hatte der Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen auf Israel weitere Todesopfer gefordert. Ein 52-jähriger Israeli und seine 16-jährige Tochter sowie eine weitere Israelin starben. Seit Beginn der Angriffe wurden nach Angaben des israelischen Außenministeriums rund 1.000 Raketen auf Israel gefeuert und bisher insgesamt fünf Menschen getötet. Israel reagierte mit Luftangriffen auf rund 500 Ziele im Gazastreifen. Die israelische Armee tötete nach eigenen Angaben zwei ranghohe Vertreter der Hamas. Die Armee bereitet sich laut Medienberichten auf einen neuen Gaza-Krieg vor. Das von der Hamas kontrollierte Gesundheitsministerium in Gaza gab die Zahl der Opfer der israelischen Angriffe mit 35 an, darunter 12 Kinder und Jugendliche; rund 230 Menschen wurden verletzt. Auf dem Jerusalemer Tempelberg, arabisch Haram al-Scharif, kam es am Mittwochmorgen erneut zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei. Zu Ausschreitungen war es in der Nacht in zahlreichen Städten im Westjordanland und Israel gekommen, darunter in der zentralisraelischen, jüdisch-arabisch bewohnten Stadt Lod, in der zwölf Personen verletzt wurden. Israels Präsident Reuven Rivlin rief die Regierung zu einem harten Vorgehen gegen Randalierer und die Hamas auf. Die Gewalt eines "aufgewiegelten und blutrünstigen arabischen Mobs" sei unverzeihlich. Die Bundesregierung verurteilte die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen "auf das schärfste". Die Gewalt sei durch nichts zu rechtfertigen, betonte Regierungssprecher Steffen Seibert. Die Hamas und mit ihr verbündete extremistische Gruppierungen hätten das Ziel, "wahllos und willkürlich Menschen zu töten". Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Limburgs Bischof Georg Bätzing, sagte, er schaue mit großer Sorge ins Heilige Land. "Die Eskalation der Gewalt, die vom Gazastreifen ausgegangen ist, muss enden", betonte Bätzing. Beide Seiten müssten "an den Tisch des Verhandelns zurückkehren", forderte er bei einem Treffen mit dem Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, in Frankfurt. Zugleich verurteilte der Bischof die jüngsten Angriffe auf Synagogen in Bonn und Münster. "Angriffe auf Synagogen sind reinster Antisemitismus", sagte er. Dieser müsse mit aller Kraft bekämpft werden. Vor den Synagogen in Bonn und Münster zündeten am Dienstagabend mehrere Personen die israelische Flagge an, wie Medien berichten. In Bonn wurde zudem der Eingang des Gebäudes durch geworfene Steine beschädigt. Der Staatsschutz ermittelt. Schuster sagte, er habe die Vorfälle in Nordrhein-Westfalen "mit großem Entsetzen wahrgenommen". Ein Angriff auf eine Synagoge habe nichts mit einer politischen Meinungsäußerung zu tun; "es ist reiner Antisemitismus". Mit Blick auf die Lage in Nahost sagte er, für ihn sei unverständlich, "dass in Gaza so viele Raketen lagern". Der Hamas gehe es nur um Terror gegen die Zivilbevölkerung. Die Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland erklärte, wer hierzulande jüdische Einrichtungen und Mitbürger "aus falschem Solidaritätsverständnis für die alles andere als friedliche palästinensische Sache" angreife, habe nichts verstanden oder sei schlicht Judenhasser. Begünstigt werde ein Klima des Israel-Hasses von der extremen Rechten, von Islamisten, aber auch von links. Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, sprach gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) von einem kritischen Wendepunkt. Nötig sei nun internationaler Druck auf die Hamas wie auf Israel. "Ich befürchte jedoch, dass dies nicht sehr schnell geschehen wird", so Pizzaballa. #graflambsdorff #israel #hamas Der WELT Nachrichten-Livestream http://bit.ly/2fwuMPg Abonniere den WELT YouTube Channel http://bit.ly/WeltVideoTVabo Die Top-Nachrichten auf WELT.de http://bit.ly/2rQQD9Q Unsere Reportagen & Dokumentationen http://bit.ly/WELTdokus Die Mediathek auf WELT.de http://bit.ly/2Iydxv8 WELT Nachrichtensender auf Instagram https://bit.ly/IGWELTTV WELT auf Instagram http://bit.ly/2X1M7Hk In eigener Sache: Wegen des hohen Aufkommens unsachlicher und beleidigender Beiträge können wir zurzeit keine Kommentare mehr zulassen. Danke für Eurer Verständnis - das WELT-Team Video 2021 erstellt / aktuell news
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