Ewald Lienen: Ex-Bundesliga-Trainer attackiert DFB-Star Antonio Rüdiger

latest news headlines 2 std vor
Flipboard
Gegen den FC Bayern fielen einige Spieler von Real Madrid mit unsportlichem Verhalten auf. Ewald Lienen findet dazu deutliche Worte – und attackiert auch einen DFB-Star. Der langjährige Bundesliga-Trainer Ewald Lienen hat nach dem Viertelfinale in der Champions League zwischen dem FC Bayern München und Real Madrid einige Spieler der Spanier mit deutlichen Worten kritisiert. Nach einem 2:1-Sieg in Madrid hatten sich die Münchner am vergangenen Mittwoch auch in einem spektakulären Rückspiel mit 4:3 durchgesetzt und so den Halbfinaleinzug in der "Königsklasse" gesichert. Lienen störte sich dabei am Verhalten einiger Spieler der unterlegenen Mannschaft während und nach dem Spiel. Lienen unterstellt Camavinga "Dummheit" Insbesondere für Vinícius Júnior , Antonio Rüdiger und Eduardo Camavinga wählte Lienen im Podcast "Der Sechzehner" deutliche Worte. Camavinga hatte nach seiner Einwechslung schnell eine Gelbe Karte gesehen und war in der 86. Minute mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz gestellt worden, weil er nach einem Foul den Ball nicht freigegeben hatte. In der Folge fielen die entscheidenden zwei Tore für Bayern. "Camavinga ist ja kein unkorrekter Junge, aber was ich von ihm gesehen habe, das war, wie soll ich das sagen, die Quadratur des Kreises an Dummheit.", sagte Lienen. Nach der Gelben Karte hätte sich Camavinga seiner Meinung nach so verhalten müssen, dass der Schiedsrichter keinen Anlass für eine weitere Gelbe Karte mehr gehabt hätte. Doch nach seinem zweiten Foul habe er genau das falsch gemacht. "Vini Júnior hat sie für mich nicht mehr alle" "Wenn Camavinga sich umdreht und läuft weg, passiert gar nichts", so Lienens Analyse. "Doch jetzt kommt die Dummheit ins Spiel, von der ich eben geredet habe: Er nimmt den Ball von der Erde in den Arm und rennt erstmal fünf Meter weg. Dann tritt Kimmich auf den Plan, will den Ball wiederhaben und läuft hinter ihm her, sodass es jeder sieht. Dann kommt auch noch Harry Kane und sagt: Was macht denn der da?", beschreibt Lienen die Szene. Erst dann habe sich der Schiedsrichter dazu entschieden, ihm die zweite Gelbe Karte zu zeigen. Noch härter ging Lienen allerdings mit Superstar Vinícius Júnior ins Gericht. Dieser sei permanent durch Theatralik und Schwalben aufgefallen. "Eine Unverschämtheit. Für mich ist es langsam unerträglich, den Mann zu sehen", so Lienen. "So gut wie er Fußball spielt, hat er sich wieder bei jeder Berührung hingeschmissen. Jedes Mal sah es fast so aus, als ob er die Gelbe Karte fordert", beklagte der Fußball-Lehrer und wurde noch deutlicher: "Also Vini Júnior hat sie für mich nicht mehr alle." Lienen: Rüdiger sollte nicht zur WM Auch der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger bekam sein Fett weg. Der Innenverteidiger hatte vor dem 3:2 für Real Madrid durch Kylian Mbappé Bayerns Josip Stanišić mit einem Schulterstoß niedergestreckt, der allerdings nicht geahndet wurde. Zuvor hatte er sich auch schon ein Scharmützel mit Joshua Kimmich geliefert. "Sensationelles Tor von Mbappé, aber dem geht ein klassisches Foul von Rüdiger voraus, der vorher schon einmal mit Kimmich irgendwas hatte", erinnerte sich Lienen. "Erst tritt er ihn, dann schubst er ihn weg. Diese Szene hat eine derartige Respektlosigkeit ausgedrückt, die meinen Grundgedanken befeuert, diesen Mann nicht in die Gefahr zu bringen, diese transatlantische Reise mitzumachen", forderte Lienen eine Nicht-Nominierung Rüdigers für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko im kommenden Sommer. "Es tut mir leid. Es ist respektlos, wie dieser Mann auf dem Platz rumläuft." Stanišić hatte nach dem Spiel zudem von Beleidigungen durch Rüdiger berichtet. "Meines Erachtens geht so was gar nicht. Es ist genau nur ein Wort gefallen – und das zweimal. Aber Sie können ihn ja selbst fragen, was er gesagt hat. Vielleicht ist er Manns genug, es zuzugeben", hatte er nach dem Spiel gesagt. "Das sind schlechte Verlierer" Angesichts derartigen Verhalten freute sich Lienen über den Sieg der Bayern. Es hätte ihm die Wochen ruiniert, "wenn diese Truppe mit diesen Charakteren und diesen Verhaltensweisen dafür verantwortlich wäre, dass Bayern München nicht im Halbfinale ist", so Lienen. Für die Klagen der Real-Spieler, die nach dem Spiel wütend auf den Schiedsrichter eingeredet hatten, hatte Lienen auch deutliche Worte über: "Das sind schlechte Verlierer. Die gleichen Leute, die auf dem Platz faken und betrügen, das sind dann auch schlechte Verlierer."
Aus der Quelle lesen