Nach dem Sieg bei Real Madrid erhebt Jan-Christian Dreesen schwere Vorwürfe gegen die spanische Polizei. Es ist nicht das erste Mal, dass die Bayern die lokalen Sicherheitsbehörden kritisieren. Beim Champions-League-Spiel zwischen Real Madrid und dem FC Bayern (1:2) ist es offenbar zu Polizeigewalt gegen Gästefans gekommen. Bayern-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen äußerte deshalb deutliche Kritik an den lokalen Sicherheitsbehörden. Der 58-Jährige sprach "nach einer wunderbaren Champions-League-Nacht" von "völlig überzogenen Übergriffen der spanischen Polizei". In einer Stellungnahme des Klubs erklärte Dreesen: "Dieses Vorgehen gegen unsere sich friedlich verhaltenden Anhänger ist nicht nachvollziehbar und nicht akzeptabel." Er ergänzte, es könne nicht sein, "dass ein derartiges Verhalten der Polizei mittlerweile bei Auswärtsspielen in Europa fast schon zur Normalität gehört". Filmaufnahmen: Polizisten schubsen und schlagen Fans Filmaufnahmen von Reportern der Sportsendung "El Desmarque" zeigen, wie behelmte Polizisten am Einlass ins Bernabéu-Stadion Fans des FC Bayern ohne einen erkennbaren Anlass einschüchtern, sie schubsen, aus der Menge ziehen und vereinzelt mit Stöcken schlagen. In einem Clip ist dabei auch ein Mann zu sehen, der am Kopf blutet. Die Ursache der Verletzung ist nicht zu erkennen. Für den FC Bayern ist es nicht der erste Vorfall dieser Art. Vor dem Gastspiel bei Paris Saint-Germain im vergangenen November hatte die Polizeipräfektur der französischen Hauptstadt kurzfristig verfügt, dass sich die Busse mit Fans der Münchner an einer Mautstelle vor den Toren der Stadt versammeln mussten. Der FC Bayern leitete wegen der "beispiellosen" und "ungeheuerlichen" Maßnahmen juristische Schritte ein. Denn: Vor Ort hatte es weder Versorgungsmöglichkeiten noch sanitäre Anlagen gegeben.