Am Nachwuchs-Campus des FC Bayern stehen große Veränderungen an. Das bestätigt Sportvorstand Max Eberl. Es geht um eine neue Machtverteilung. Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl hat bestätigt, dass es am Nachwuchs-Campus des Rekordmeisters in naher Zukunft zu Umstrukturierungen kommen wird . "Wir haben uns in den letzten Wochen und Monaten intensivst Gedanken gemacht, wie wir diesen Campus ein Stück weit eben auch verändern können, was wir tun können", sagte Eberl am Freitag bei der Pressekonferenz. "Wir wollen Dinge anpacken, wo wir denken, dass sie dem FC Bayern eben für die Zukunft gut zu Gesicht stehen." Machtprobe droht: Neuer Campus Boss soll kommen "Wirklich schöne Geschichte": Kane verrät kurioses Schnitzel-Geheimnis Kimmich kannte sie nicht: Diese neue Regel verändert alles Mit "wir" meine er Campus-Boss Jochen Sauer, Sportdirektor Christoph Freund und seine Person. Wie der "Kicker" und "Bild" übereinstimmend berichteten, soll mit Ex-Bayern-Profi Michael Wiesinger ein neuer sportlicher Leiter kommen und die Geschicke am Campus an der Ingolstädter Straße, den der Rekordmeister 2017 für knapp 70 Millionen errichtete, übernehmen. Als solcher soll Wiesinger Ex-Bundesliga-Coach Markus Weinzierl ablösen, dessen Vertrag im Sommer endet. Er sei "jetzt nicht da, um irgendwelche Namen zu kommentieren", sagte Eberl, der aber betonte, "dass wir uns Gedanken machen, dass wir Experten, Topleute zum FC Bayern holen wollen – auf dem Platz, neben dem Platz. Das ist der Standard des FC Bayern und genau das Gleiche passiert jetzt am Campus." "Man liest da oft von Macht, wer hat Macht?" Weinziel, den Eberl im September 2024 geholt hatte, habe einen "super Job gemacht". Wenn es jetzt Veränderungen gebe, heiße das nicht automatisch, dass dann auch Personen gehen müssten, so Eberl. "Aber wenn wir dann eben in Führungsebenen Dinge anpassen, dann werden die sich mit diesen Menschen unterhalten und schauen, was die besten Mitarbeiter für den Campus für die nächsten Jahre sind." Wie der "Kicker" schrieb, "könnte der Verantwortungsbereich des Münchner Campus in absehbarer Zeit weg von Sportvorstand Max Eberl und an Sportdirektor Christoph Freund übertragen werden". Der Österreicher solle im Zuge dieser Umstrukturierungen "von der Vereinsspitze gestärkt werden". Und ab Sommer dann in Zusammenarbeit mit Campus-Chef Jochen Sauer sowie Wiesinger federführend für den Nachwuchs-Bereich sein. Kommt es damit also etwa auch zu einer Machtprobe zwischen Eberl und Freund? "Man liest da oft von Macht, wer hat Macht?", sagte Eberl. "Am langen Ende geht es darum, dass wir als FC Bayern die besten Entscheidungen fällen, die besten Spieler transferieren, aber eben auch die besten Möglichkeiten, Gegebenheiten am Campus aufzubauen und da die enge Verzahnung zu haben, dieses Teamplay zu haben." Das sei das, was "für uns über allem steht. Und das entscheiden wir gerade". Der 53-jährige Wiesinger soll dem 1. FC Nürnberg , wo er seit 2019 als Nachwuchs-Chef arbeitet, seinen Wechselwunsch zum FC Bayern bereits mitgeteilt haben.