FC Bayern: Pokalfluch ist gebrochen – Paris wird zum Schicksalsort

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Mit dem Meistertitel in der Tasche setzt Bayern den Lauf im DFB-Pokal fort und schielt auf mehr. Doch der nächste Halt heißt Paris – dort wartet die schwerste Prüfung. Aus Leverkusen berichtet Julian Buhl Der Fluch ist gebrochen. Nach dem 2:0-Sieg bei Bayer Leverkusen hat es der FC Bayern erstmals seit sechs Jahren wieder ins Finale des DFB-Pokals in Berlin geschafft. Darüber jubelten die Stars vor dem Block der mitgereisten Fans, die dabei den Pokalklassiker riefen: "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!" Die Spieler trugen blaue Mottoshirts, die unmittelbar nach dem Schlusspfiff an sie verteilt wurden. Darauf war das Brandenburger Tor zu sehen und darüber stand geschrieben: "Guess who's back." Also: ratet mal, wer zurück ist. Sechs Jahre nach seinem bislang letzten Triumph wird der Rekordpokalsieger nun nämlich beim Endspiel in der Hauptstadt um seinen 21. Titelgewinn spielen. Gegen wen die Münchner dabei antreten werden, ermitteln Titelverteidiger VfB Stuttgart und der SC Freiburg am Donnerstagabend (ab 20.45 Uhr im Liveticker bei t-online) noch im zweiten Halbfinale. Auf nationaler Ebene scheinen die Münchner momentan aber kaum mehr aufzuhalten zu sein. An die glorreichen Leverkusener Zeiten, in denen Bayer vor zwei Jahren unter der Regie von Chefcoach Xabi Alonso , Mittelfeldzauberer Florian Wirtz und Abwehrchef Jonathan Tah das Double gewann, erinnerte am Mittwochabend jedenfalls nicht mehr viel. Abgesehen natürlich von den zahlreichen überdimensional großen Fotopostern, die überall in den Katakomben der BayArena noch immer die Wände zieren. Auf dem Platz war von Bayerns vormaligem, großem und ebenbürtigem Rivalen jedenfalls nicht mehr viel zu sehen. Für die Bayern war der gelungene Einzug ins Finale aber nur ein weiterer Meilenstein, den sie auf dem Weg zum möglichen Triple fast schon im Vorbeigehen mitnahmen. Schon den Gewinn der 35. Meisterschaft, den sie am Sonntag mit dem 4:2-Sieg gegen Stuttgart perfekt machten, hatten die Bayern sehr gedämpft gefeiert. Jetzt steht Bayern die größtmögliche Hürde im Weg Präsident Herbert Hainer berichtete nun von einer kleinen Kabinenparty mit einer Ansprache von Vincent Kompany und Jamal Musiala als DJ. Dennoch richtete sich der Fokus der Bayern im Bauch der Leverkusener Arena schnell wieder auf das, was jetzt noch kommen soll. Angesprochen auf die großen Münchner Triple-Träume sagte Sportvorstand Max Eberl : "Wir haben den ersten Titel geholt, jetzt haben wir immer noch die Chance auf zwei andere und heute einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Es lebt alles noch." Im Halbfinale der Champions League wartet jetzt aber die größtmögliche Hürde auf die Bayern, die es bei ihren Bestrebungen um den dreifachen Titeltriumph zu überwinden gilt: Vorjahressieger Paris Saint-Germain. Schon am kommenden Dienstag reist der Rekordmeister zum Hinspiel in die französische Hauptstadt. Acht Tage später fällt dann beim Rückspiel in München. Mit Berlin haben die Bayern ihren ersten Sehnsuchtsort bereits erreicht. Ob mit Budapest, wo am 30. Mai das Finale der Champions League stattfinden wird, auch der zweite für sie erreichbar bleibt, das wird sich jetzt in Frankreich entscheiden. Der Weg dorthin führt für die Bayern jedenfalls nur über Paris. Dort wird sich nun entscheiden, ob sie ihren Traum vom Triple weiterträumen dürfen – oder ob er jäh platzen wird.
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