Dem FC Bayern drohte zuletzt ein Engpass auf der Torhüterposition. Tom Bischof aber blickt gelassen auf die Situation. Am Mittwochabend empfängt der FC Bayern im Achtelfinalrückspiel der Champions League Atalanta Bergamo , nach dem 6:1-Sieg der Münchener im Hinspiel dürften die Zuschauer kein enges Spiel erwarten. Und doch verspricht die Partie ein wenig Spannung: Wer das FCB-Tor hüten wird, klärt sich final erst am Mittwoch. Denn den Münchenern sind zuletzt zahlreiche Torwartoptionen weggebrochen. Manuel Neuer hatte sich Anfang März einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen, Jonas Urbig im Hinspiel gegen Bergamo eine Gehirnerschütterung. Am Wochenende erlitt auch noch Sven Ulreich einen Muskelbündelriss in den Adduktoren. Und mit Leon Klanac fällt die vierte Option sogar schon seit Jahresbeginn aus. Urbig steht vor Rückkehr ins Bayern-Tor Ob der vielen Ausfälle teilten Fans spaßeshalber Bilder von Assistenztrainer Rodyse Munienge im Torwarttrikot. Der Coach selbst reagierte auf eine Anfrage eines Anhängers: "Ich lese gerade ein Tutorial darüber, wie man Torhüter wird." Auf der Pressekonferenz am Mittwoch äußerte sich auch Tom Bischof auf Nachfrage von t-online zu der Situation im Tor. "Wir machen immer viele Späße. Wir haben die Bilder mit Rodyse gesehen, das geht bei uns rum. Das war ganz witzig", erzählte der Youngster amüsiert. Mit ernsterer Miene ergänzte Bischof dann aber: "Ich verlasse mich auf jeden, auch wenn ein jüngerer drinstehen würde." Die Wahrscheinlichkeit für ein Debüt des 16-jährigen Leonard Prescott ist am Dienstag unterdessen gesunken. Denn Vincent Kompany verkündete kurz nach Bischofs Auftritt, für das Rückspiel gegen Bergamo mit Urbig zu planen. Der Torhüter habe wieder normal trainieren können, die medizinische Abteilung muss am Spieltag aber noch Grünes Licht geben.