FC Bayern: Vincent Kompany reagiert auf Nagelsmann-Ansage zu Leon Goretzka

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Auch Bayern-Coach Vincent Kompany hat sich jetzt zu den Aussagen von Bundestrainer Nagelsmann zu Goretzka geäußert. Der Fall polarisiert weiter. Vincent Kompany wusste, dass diese Frage auf ihn zukommen würde. Der vermeintliche Freifahrtschein, den Bundestrainer Julian Nagelsmann Mittelfeldspieler Leon Goretzka mit Blick auf die WM am Montag in einem Interview gegeben hatte, war schließlich das bestimmende Thema dieser Woche. Kompany verkündet schlechte Nachricht: Bayern-Topstar fällt verletzt aus Kommentatoren-Brüder: Das traurige Geheimnis hinter ihrem Aufstieg Bis zur Spieltagspressekonferenz am Donnerstagvormittag vor dem Auftritt der Bayern am Freitag gegen Gladbach (20.30 Uhr im Liveticker bei t-online) hatte Kompany nun genug Zeit, sich auf sein Statement zur Causa Goretzka vorzubereiten. Als er dann schließlich erwartungsgemäß auch darum gebeten wurde, sagte er: "Bei mir wären alle Bayernspieler in der Nationalmannschaft gesetzt. Also kann ich auch nicht gegen diese Aussage sein." Konkret hatte Nagelsmann sich im "Kicker" folgendermaßen geäußert: "Stand jetzt wird Leon Goretzka , trotz weniger Spielzeit bei Bayern, gute Chancen haben, zu spielen und eine ähnliche Rolle zu haben wie in der WM-Quali." "Das ist sein Vorrecht" Kompany betonte, dass es seine Rolle als Bayern-Trainer sei, sich darauf zu fokussieren, "was wir im Verein erreichen können". Dass er dabei "unseren Jungs vertraue, ist 100 Prozent sicher", so der Belgier weiter. "Und wie Julian für seine Mannschaft kommuniziert, ist auch völlig normal. Das ist sein 'prerogativ'", befand er in einem Mix aus Deutsch und einem englischen Wort. Als Bayern-Pressesprecher Dieter Nickles ihm das auf Nachfrage mit "Priorität" ins Deutsche übersetzte, war Kompany damit noch nicht ganz zufrieden. "Das ist das eine, aber 'prerogative' bedeutet noch etwas anderes", beharrte er. Nämlich Vorrecht oder auch Privileg, was Kompany wohl eigentlich ausdrücken wollte. Kompany erklärte es abschließend noch mal mit seinen Worten: "Er darf das für sich entscheiden." Genau wie es wiederum Kompanys Vorrecht und Privileg als Bayern-Trainer ist, über solche Angelegenheiten beim Rekordmeister zu befinden. Bei Kompany spielte Goretzka kaum noch eine Rolle Dabei fiel die Entscheidung zuletzt immer häufiger gegen Goretzka aus. In den vergangenen sieben Pflichtspielen der Münchner stand der 31-Jährige nur einmal in der Startelf und wurde dreimal gar nicht eingesetzt. Goretzkas Rolle bei Kompany beschränkt sich mittlerweile nur noch maximal auf Kurzeinsätze. Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlović sind im Zentrum gesetzt. Auch der 20 Jahre alte Tom Bischof ist in der Mittelfeldhierarchie mittlerweile an Goretzka vorbeigezogen. Nicht ohne Grund wurde bereits beschlossen, dass Goretzkas am Saisonende auslaufender Vertrag nach dann acht Jahren beim FC Bayern nicht mehr verlängert wird. In den Englischen Wochen, die mit dem Spiel gegen Gladbach beginnen, darf Goretzka zwar wieder auf etwas mehr Spielzeit hoffen. Für die wirklich wichtigen Spiele gilt das allerdings nicht, sondern wohl in erster Linie mit Blick auf die Bundesliga und die quasi bereits entschiedene Meisterschaft. Nach dem 3:2-Sieg beim direkten Duell in Dortmund hat Bayern schließlich bereits elf Punkte Vorsprung auf den BVB als ärgsten "Verfolger". Auch in diesem Topspiel spielte Goretzka nur eine Nebenrolle und wurde erst in der 92. Minute eingewechselt. Ähnlich erging es dem Ex-Schalker fast ausnahmslos bislang in der Champions League , wo er so gut wie gar nicht mehr mitwirken durfte. Insgesamt stand er bei seinen sechs Kurzeinsätzen als Last-Minute-Joker gerade einmal 61 Minuten auf dem Platz. Darum rückt Goretzka jetzt noch mehr in den Fokus Es gebe schon "vielleicht zwei Spieler, die ein bisschen weniger Rhythmus haben und die vielleicht nicht mehr reingekommen sind oder etwas länger nicht mehr gespielt haben", räumte Kompany ein. "Aber ich glaube, das wird sich in den nächsten drei, vier Wochen drehen." Ab sofort stehen für die Bayern, die sich ohne den Umweg der Playoffs direkt für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert hatten, schließlich wieder zwei Partien pro Woche auf dem Programm. "Es war komisch, dass wir keine Englischen Wochen hatten, einen Sonntag genießen konnten", sagte Kompany. "Was jetzt auf uns zukommt, ist das, was wir gewohnt sind. Dafür ist unser Kader gebaut." Goretzka steht dabei ab sofort noch mal deutlich mehr im Fokus als ohnehin schon. Für ihn gilt es jetzt, den Vertrauensvorschuss, den er von Nagelsmann für die Nationalelf bekommen hat, zu rechtfertigen. Am besten schon in den kommenden Wochen bei Bayern. Und erst recht bei den beiden Länderspielen Ende März in der Schweiz und gegen Ghana. Spätestens dabei muss Goretzka zeigen, was Nagelsmann sich offenbar von ihm verspricht. Beide werden jetzt genau daran gemessen.
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