Florian Silbereisen unter Druck: ARD zittert wegen 80 Prozent in Umfrage

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Bei den ARD-Anstalten werden die Rotstifte gezückt: Überall muss gespart werden – auch im Schlagerprogramm? Eine Umfrage setzt die ARD jetzt unter Druck. Die Debatte über mögliche Einsparungen bei den öffentlich-rechtlichen Sendern erhält neuen Rückenwind aus der Bevölkerung. Einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von t-online zufolge würde es eine klare Mehrheit der Deutschen positiv bewerten, wenn die ARD ihre Schlagershows mit Florian Silbereisen kürzen würde. Konkret gaben 80 Prozent der Befragten an, einen solchen Schritt zu befürworten. 12 Prozent zeigten sich unentschieden, lediglich 8 Prozent lehnten mögliche Kürzungen ab. Die Umfrageteilnehmer beantworteten dabei die Frage, "Wie würden Sie es bewerten, wenn die ARD künftig die Schlagershows von Florian Silbereisen kürzen würde, um ihre Einsparziele zu erreichen?", mit den Antwortoptionen "positiv", "unentschieden" oder "negativ". Die Zustimmung zieht sich durch alle gesellschaftlichen Gruppen – deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Bevölkerungssegmenten lassen sich kaum erkennen. Mit Blick auf das Alter zeigen sich nur geringe Unterschiede. Am größten ist die Zustimmung zur möglichen Kürzung der Silbereisen-Shows in der Gruppe der 30- bis 49-Jährigen. Am geringsten fällt sie bei den über 60-Jährigen aus. Insgesamt bleibt das Meinungsbild jedoch bemerkenswert einheitlich. Programmänderung: SWR streicht "Schlager-Spaß mit Andy Borg" im Mai Das Millionendilemma: Es droht Unheil in der ARD ARD-Kürzungen: Ein Schlag ins Gesicht Die Ergebnisse fallen in eine Phase, in der die ARD und ihre Landesrundfunkanstalten unter erheblichem finanziellem Druck stehen. Vor allem der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), der federführend für die Silbereisen-Shows verantwortlich ist, hat ein umfangreiches Sparprogramm aufgelegt. Bis Ende 2028 sollen Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe umgesetzt werden. Millionenaufwand für Unterhaltung Wie hoch die finanziellen Belastungen durch die Produktionen tatsächlich sind, zeigt ein Blick auf die vergangenen Jahre. Pro Jahr stehen dem MDR rund 600 Millionen Euro aus Erträgen des Rundfunkbeitrags zur Verfügung. Allein zwischen 2020 und 2023 zahlte der MDR laut einer Recherche des "Business Insider" mehr als 45 Millionen Euro für die Silbereisen-Shows. Hinzu kamen demnach jährlich weitere Millionenbeträge, etwa für Reisekosten, Kostüme und das Honorar des Moderators. Zugleich zählen die Shows zu den prägenden Unterhaltungsformaten der ARD. Mit regelmäßig hohen Einschaltquoten gehören sie zu den reichweitenstärksten Sendungen im Ersten und sichern dem Sender verlässlich ein breites Publikum. Zuletzt schalteten immer noch mehr als vier Millionen Menschen ein. Damit rangiert das Format auch im öffentlich-rechtlichen Vergleich vor der Konkurrenz: Für die "Giovanni Zarrella Show" im ZDF interessieren sich in der Regel rund eine Million weniger Zuschauer. Die Zukunft von Florian Silbereisen im Ersten ist vorerst gesichert. Die ARD hält an den "Feste"-Shows fest, entsprechende Produktionen sind bis mindestens 2028 geplant. Eine grundsätzliche Abkehr von dem Format steht aktuell nicht zur Debatte. Wie es danach weitergeht, ist jedoch offen. Angesichts des anhaltenden Spardrucks innerhalb der ARD steht auch die Zukunft kostenintensiver Unterhaltungsformate weiterhin auf dem Prüfstand. MDR-Intendant Ralf Ludwig sagte zuletzt, dass es verschiedenste Szenarien und Überlegungen gibt, wie man das Millionenloch beim Sender stopfen könne. "Wir bitten um Verständnis, dass es diesen Prozess erst einmal abzuwarten gilt", teilte eine Sprecherin der ARD-Anstalt auf Anfrage von t-online im März dieses Jahres mit.
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