Der Krieg gegen den Iran hat den Flugverkehr am Golf in eine Krise gestürzt. Die Zahlen sprechen für sich. Nach dem Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran haben etliche Staaten ihre Bürgerinnen und Bürger dazu aufgefordert, die Region zu verlassen. Einige sind dem Aufruf gefolgt, andere verweilen weiter in den umliegenden Golfstaaten. Tagelang war zudem der Flugverkehr gänzlich eingestellt worden, da es auch zu Explosionen nahe wichtiger Flughäfen in der Region gekommen war. Die Airlines der Golfstaaten haben ihren Betrieb mittlerweile weitestgehend wieder aufgenommen, doch die Nachfrage ist dramatisch geringer als in Vorkriegszeiten. Libanon: UN warnen vor Zerstörung wie in Gaza und Kriegsverbrechen Überblick: Newsblog zum Krieg in Nahost Mittlerweile steuert die Fluggesellschaft Emirates wieder 100 verschiedene Flugziele an – das entspricht zwei Dritteln des Vorkriegsniveaus. Kurzfristig kann es jedoch immer noch zu Flugannullierungen kommen, wie in der Nacht zum Dienstag, als kurzzeitig der gesamte Luftraum über den Vereinigten Arabischen Emiraten geschlossen wurde. Trotzdem haben die Airlines und die Golfstaaten mit massiven Einbußen im Mobilitäts- und Tourismussektor zu kämpfen. Flieger fast leer Sinnbildlich zeigt das ein Bericht der US-Nachrichtenagentur Bloomberg. Laut einem internen Emirates-Dokument soll demnach ein Flug von Paris nach Dubai , ein Airbus A380 mit rund 600 Sitzen, mit gerade einmal 25 Reisenden geflogen sein. Ein weiterer Flug von London nach Dubai soll mit einer Auslastung von rund 20 Prozent gestartet sein. Bloomberg berichtet für Flüge aus Prag und Budapest von einer Auslastung von lediglich fünf bis zehn Prozent. Für Verbindungen nach New York sei im Schnitt nur etwa ein Viertel der Tickets verkauft worden. Ein Flug in der vergangenen Woche hob demnach sogar mit nur 35 Passagieren in einem A380 ab, der Platz für rund 500 Menschen bietet. Emirates bietet seinen Kundinnen und Kunden derzeit Rückerstattungen sowie flexible Umbuchungsmöglichkeiten an. Zudem verzeichnet die Fluggesellschaft Bloomberg zufolge täglich mehrere Tausend sogenannte No-Shows – also Reisende, die ihre Flüge kurzfristig nicht antreten.