Nach tödlichem Unfall am Brandenburger Tor: Senat plant mehr Schutz

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Ein 26-Jähriger raste mit seinem Pkw ins Brandenburger Tor – und kam ums Leben. Der Senat berät nun über bessere Schutzmaßnahmen.Nach dem tödlichen Vorfall mit einem Auto am Brandenburger Tor in Berlin wollen Senat und Polizei den Ort noch besser schützen. Man werde jetzt prüfen, was dort für weitere Schutzmaßnahmen möglich seien, sagte Innensenatorin Iris Spranger (SPD) am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Poller wolle sie an den Zufahrten nicht aufstellen. "Das ist nicht unbedingt mein Ziel", sagte Spranger. Aber es gebe andere Möglichkeiten.Auch Polizeipräsidentin Barbara Slowik betonte, wegen der hohen Symbolkraft biete sich der Ort für mehr Schutzmaßnahmen an. "Da gibt es Möglichkeiten weit über Poller hinaus. Etwa Stadtmöbel, die einen großen Überfahrschutz bilden und zugleich sehr ansehnlich und nützlich sind." Das werde nun in einer Arbeitsgruppe diskutiert.War Unfall Suizid? "Alle Anzeichen zeigen das"Die "Berliner Zeitung" zitiert den innenpolitischen Sprecher der CDU, Frank Balzer: "Mich erschreckt, dass tatsächlich die Möglichkeit besteht, mit einer so hohen Geschwindigkeit vor das Brandenburger Tor zu fahren". Wenn dort großer Publikumsverkehr sei, "möchte man sich nicht ausmalen, was passiert".Am 15. Januar war nachts ein 26 Jahre alter Mann mit einem Auto mit hoher Geschwindigkeit auf das Tor zugefahren und gegen eine Säule gekracht. Er wurde tot aus dem zertrümmerten Wagen geborgen. Spranger sagte, die Ermittlungen zum Grund des Vorfalls liefen noch. Nach aktuellem Stand sei eine Selbsttötung nicht ausgeschlossen. "Alle Anzeichen zeigen das."Hinweis: Falls Sie viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.
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