Die Liste der Erfolge in Alexander Zverevs Karriere ist lang. Was fehlt: Ein Sieg bei einem Grand Slam. Dafür hat der 28-Jährige sein Spiel umgestellt und ist auch bereit, einen Preis zu zahlen. Für das große Ziel eines Grand-Slam-Sieges kann Alexander Zverev auch mit Niederlagen gegen schwächere Gegner gut leben. Weniger passiv, aggressiver und variabler will Zverev spielen - Niederlagen wie im Achtelfinale beim ATP-Turnier in Acapulco seien einkalkuliert. "Ich bin seit mehr als zwölf Jahren auf Tour und ich habe alles gewonnen außer das eine, was ich noch immer erreichen will. Ich war nah dran, aber ich habe es nie geschafft. Eine Veränderung kann zu etwas positiven führen und wir haben uns dem verschrieben", betonte Zverev nach seinem Auftaktsieg in Indian Wells. "Ich werde wie in Acapulco gegen Spieler verlieren, gegen die ich nicht verlieren sollte, aber damit komme ich klar." Zverev ist Olympiasieger, hat das ATP-Finale gewonnen und auf jeder Turnierebene Siege gefeiert - nur in Wimbledon , New York, Paris und Melbourne hat es für die Nummer vier der Weltrangliste bei einem Grand Slam bislang nicht geklappt. Auftaktsieg gegen Berrettini gibt Zverev gutes Gefühl Gegen Matteo Berrettini aus Italien holte Zverev in der zweiten Runde des Masters ein 6:3, 6:4 und hatte die Partie dabei durchgehend unter Kontrolle. Bei den Australian Open war er erst im Halbfinale ausgeschieden. "Generell finde ich, dass ich ganz gut spielen kann und das auch in den Turnieren gezeigt habe. Es wird Niederlagen wie in Acapulco geben, das ist okay." Bei dem mit 9,4 Millionen US-Dollar (rund 8,1 Millionen Euro) dotierten Hartplatzturnier in der kalifornischen Wüste geht es für Zverev nun gegen Brandon Nakashima aus den USA. In Indian Wells ist Zverev bislang nie über das Viertelfinale hinaus gekommen. "Das ist ein Ort, wo ich bislang nicht mein bestes Tennis gespielt habe, aber ich werde alles dafür tun, dass es dieses Jahr besser wird", sagte er.