Mehr als 15 Prozent Zinsen für den Dispo? Wer jetzt nicht beherzt handelt, zahlt drauf! Welche Schritte helfen, um das Konto wieder ins Plus zu bringen. Rund jeder siebte Volljährige (13,5 Prozent) hatte im März ein überzogenes Girokonto. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Kreditvergleichsportals Smava. Smava zufolge ist das der höchste Wert seit dem Beginn der fortlaufenden Umfrage , für die seit Dezember 2021 5.000 Personen ab 18 Jahren in Deutschland befragt werden. Verbraucherinnen und Verbraucher kommt die Nutzung des Dispositionskredits teuer zu stehen. Smava zufolge mussten Betroffene hierfür im Schnitt Zinsen von 11,28 Prozent zahlen, im teuersten Fall sogar mehr als 15 Prozent. Darum ist es wichtig, ein überzogenes Girokonto möglichst schnell wieder auszugleichen, um nicht auch noch zusätzlich durch hohe Zinszahlungen belastet zu werden. Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) gibt Tipps, wie das gelingt: 1. Verschaffen Sie sich einen Überblick Wissen Sie genau, wohin Ihr Geld Monat für Monat fließt? Falls nicht, verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben. Ein Haushaltsbuch oder Analysen im Onlinebanking können dabei helfen. 2. Reduzieren Sie Ihre Ausgaben Nutzen Sie den gewonnenen Überblick, um Ihre Ausgaben zu priorisieren. Unterscheiden Sie zwischen notwendigen und vermeidbaren Kosten und schrauben Sie letztere herunter. Unnötige Abonnements gehören gekündigt, teure Freizeitaktivitäten auf den Prüfstand. Auch Energieverträge, Internetversorgung und Versicherungen sollten auf günstigere Anbieter hin abgeklopft werden. 3. Generieren Sie zusätzliche Einnahmen Können Sie kurzfristig weitere Einkommensquellen erschließen, um Ihre Einnahmen zu erhöhen? Denken Sie zum Beispiel über die Aufnahme eines Nebenjobs nach, verkaufen Sie nicht mehr benötigte Gegenstände über Onlineplattformen oder Flohmärkte und machen Sie gegebenenfalls Ihre Steuererklärung , um sich mögliche Rückerstattungen zu sichern. 4. Bauen Sie Ihren Dispo gezielt ab oder schulden Sie um Machen Sie sich einen Rückzahlungsplan und legen Sie fest, wie viel Geld Sie monatlich zur Rückzahlung des Dispos aufbringen können. Hält der finanzielle Engpass länger an, ist ein Ratenkredit die günstigere Option als der Dispositionskredit. 5. Vermeiden Sie künftig die Dispo-Nutzung Ist der Dispo wieder ausgeglichen, sollten Sie sich daran machen, Stück für Stück ein finanzielles Polster für unvorhergesehene Ausgaben anzulegen. Ein solcher Notgroschen sollte nach Möglichkeit etwa drei Netto-Monatsgehälter betragen. 6. Nehmen Sie Hilfe in Anspruch, falls Sie nicht klarkommen Bleibt die finanzielle Lage angespannt, sollten Sie zügig eine Schuldnerberatung in Anspruch nehmen. Je früher Schuldnerinnen und Schuldner sich Rat holen, desto besser können die Beratungsstellen helfen. Passende Ansprechpartner finden Sie unter www.meine-schulden.de .