Grippe und Erkältung: Wann zum Arzt und wann auf die Arbeit?

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Die Nase läuft, der Hals schmerzt und jeder Muskel tut weh – soll man jetzt zur Arbeit oder zum Arzt gehen? Richtlinien für die korrekte Entscheidung. Ein bisschen Schnupfen , leichte Halsschmerzen oder Husten: Muss man damit wirklich zu Hause bleiben? Oder ist ein Arbeitstag mit Tee und Taschentüchern vertretbar? Viele Menschen sind unsicher, wie sie bei typischen Erkältungssymptomen richtig handeln sollen. Dabei hilft ein klarer Blick auf die Beschwerden und auf das eigene Wohlbefinden. Leichte Symptome: noch arbeitsfähig? Wenn die Nase nur leicht läuft und man sich insgesamt leistungsfähig fühlt, spricht nichts dagegen, zur Arbeit zu gehen. Voraussetzung ist jedoch: kein Fieber , kein starker Husten und keine Gliederschmerzen . Wer seine Kollegen vor Ansteckung schützen will, sollte allerdings auf Händehygiene achten, Abstand halten und gegebenenfalls eine Maske tragen. Infekt: Wie werde ich schnell wieder gesund? Wann man lieber zu Hause bleiben sollte Sobald sich Symptome verstärken, ist Vorsicht geboten. Bei Fieber über 38,5 Grad, starker Erschöpfung, Schwindel oder Glieder- und Muskelschmerzen ist der Gang zur Arbeit keine gute Idee. Der Körper braucht Ruhe, um sich zu erholen. Auch ein bellender oder schleimiger Husten, der sich verschlechtert oder nicht bessert, ist ein Warnzeichen. Besonders bei Auswurf mit gelblich-grüner Färbung könnte ein bakterieller Infekt vorliegen, der behandlungsbedürftig ist. Hier heißt es: Ab zum Arzt. Diese Symptome sollten medizinisch abgeklärt werden Fieber über mehrere Tage Atemnot oder Kurzatmigkeit, auch bei Belastung Starker Husten, der sich nicht bessert Schmerzen in der Brust Wiederkehrende oder sich verschlimmernde Symptome Anhaltende Erschöpfung oder Kreislaufprobleme Diese Anzeichen können auf eine Lungenentzündung , Herzbeteiligung oder andere Komplikationen hinweisen. Sie sollten unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Vorsicht bei Vorerkrankungen und in sensiblen Berufen Wer an chronischen Erkrankungen leidet, sollte früher medizinischen Rat suchen. Auch in sensiblen Arbeitsbereichen wie Pflege, Medizin oder Lebensmittelverarbeitung ist Zurückhaltung angebracht: Schon leichte Infekte können hier ein Risiko darstellen. Fazit Nicht jedes Kratzen im Hals ist ein Grund für eine Krankschreibung. Aber: Wer sich krank fühlt, sollte das ernst nehmen. Denn wer krank arbeitet, riskiert nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die der anderen. Im Zweifel lieber einen Tag zu Hause bleiben oder sich ärztlich beraten lassen – das hilft oft mehr als ein durchgequälter Arbeitstag.
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