Olympische Spiele - IOC unterstützt Zwangsarbeit in China | Sportclub | NDR Doku

latest news headlines 5 monate vor
Flipboard


#ndr #ndrdoku #olympia Erstmals finden die olympischen Winterspiele in diesem Jahr in China statt. Eine Premiere in Peking und ein riesiger, neuer Wintersportmarkt mit rund 300 Millionen Chinesen. Dafür, so berichtet NDR Autor Hendrik Maaßen, verrät das Internationale Olympische Komitee seine eigenen Ideale und macht sich gemein mit den Machenschaften der chinesischen Regierung. Eine wichtige Rolle spielt Juan Antonio Samaranch Jr., der Chef der IOC-Koordinierungskommission für die Spiele in Peking und Sohn des langjährigen IOC-Präsidenten. Samaranch soll maßgeblich daran beteiligt sein, dass ANTA Sports, der drittgrößte Sportartikelhersteller der Welt, auch zu einem Groß-Sponsor des Internationalen Olympischen Komitees wurde. Seitdem expandiert das Unternehmen aus China auf der ganzen Welt. Was bislang kaum bekannt ist: ANTA Sports verarbeitet Baumwolle aus der westlichen Region Xinjiang, in der die uigurische Minderheit von der chinesischen Regierung systematisch unterdrückt wird. Hunderttausende sind in Lagern interniert. Viele von Ihnen werden laut internationaler Berichte zur Zwangsarbeit in der Baumwollproduktion und Textilindustrie gezwungen. Bei den Olympischen Spielen in Tokio besuchte IOC-Präsident Thomas Bach das Athletendorf in Sportkleidung von ANTA. Fragen zur Herkunft seiner Kleidung und dem Verhalten seines Sponsors will Bach nicht beantworten. „Sie wollen es sich nicht mit dem autokratischen Regime verscherzen“, sagt Maximilian Klein, von Athleten Deutschland in der Sportclub Story. „Am Ende geht es auch dem IOC darum, neue Märkte zu erschließen und auch weltweit in autokratischen Märkten tätig zu sein.“ In einer Mail schreibt das IOC, dass man die Uniformen habe prüfen lassen und alles sauber sei. Überprüfen lässt sich das allerdings nicht, da es keine entsprechenden Belege gibt. Wie weit sich die Olympische Blase mittlerweile von der Realität entfernt hat, macht auch Richard Pound deutlich. Der frühere IOC-Vizepräsident stellt im Interview mit dem NDR zum wiederholten Male die Existenz der Internierungslager in Xinjiang in Frage. Und chinakritischen Athletinnen wie der Olympiasiegerin Natalie Geisenberger rät er „doch einmal ihre Rolle in der olympischen Bewegung zu überdenken“. Wer zu bequem für lange Flugreisen und neue Wintersportdestinationen sei, solle nicht die Entwicklung des Sports aufhalten, sagt Pound in der Sportclub Story „Schmutzige Spiele – wie das IOC Zwangsarbeit in China unterstützt“. Mehr dazu: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/sportclub/Wie-IOC-Zwangsarbeit-in-China-unterstuetzt,sendung1226238.html
Aus der Quelle lesen