Hochsitzbau, Käferbekämpfung & Kulturfrauen im Forst | Doku-Serie Wald Queens (3/5) | BR

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🌲👑Die Doku-Serie "Wald Queens" porträtiert drei engagierte Frauen, die zum Schutz der bayerischen Wälder beitragen. Hier direkt weiterstreamen mit Folge 4: https://1.ard.de/waldqueens4-yt Waldinfluencerin Beatrice Jäger baut mit ihrem Mann Reiner einen neuen Hochsitz und erklärt, warum Jagd und ein flexibler Umgang mit sich wandelnden Waldstrukturen so wichtig sind. Im Werle-Wald, den Försterin Astrid Eberl betreut, verschlimmert sich die Käferlage, die ersten Fichten fallen. Und auch der eigene Familienwald bleibt nicht verschont: Astrid entdeckt befallene Bäume, ihr Walderbe ist bedroht. Doch auch wenn der Verlust alter Bäume hoch emotional ist, ist konsequentes Handeln dennoch nötig. Derweil sucht Waldkönigin Patricia Vogl im Münchner Landtag politisches Gehör. Auf einer Feier der Bayerischen Staatsforsten lädt sie Jagdminister Hubert Aiwanger zu einem Waldbegang in ihrem heimischen Mischwald ein. Ein Blick zurück auf Kulturfrau Elfriede Kett macht deutlich, wie hart die Aufbauarbeit im Wald nach dem Krieg war - und wie sehr sich Rolle und Sichtbarkeit von Frauen in der Forstwelt gewandelt haben. +++ Drei Frauen. Drei Wege. Ein Ziel: den Wald in Bayern schützen. "Wald Queens" begleitet junge, leidenschaftliche Forstfrauen bei der Arbeit im Wald. Ein Trend, denn immer mehr Frauen ergreifen forstwirtschaftliche Berufe. Waldfluencerin Beatrice Jäger bringt Wald und Wild ins Netz. Ihr Auftrag: eine abgeholzte Waldfläche jagdlich zu erschließen und Jungbäume vor Wildverbiss zu schützen. Dabei nimmt sie die 50.000 Follower ihres Social-Media-Kanals mit. Ihre Story beginnt mit der Suche nach dem idealen Platz für einen neuen Hochsitz. Die amtierende Waldkönigin Patricia Vogl ist die Stimme der 700.000 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer in Bayern. Sie betreibt Lobbyarbeit für den Wald, die nachhaltige Waldnutzung und Frauen im Forst - stets im Austausch mit der Politik. Ihr Ziel: Jagdminister Hubert Aiwanger einladen und ihm zeigen, wie eine aktive Jagd einen Wald der Zukunft formt. Försterin Astrid ist Bayerns ehemals jüngste Forstanwärterin. Heute ist sie selbstständig und betreut Privatwälder. Im Wald von Waldbesitzerinnen Adelheid und Evi Werle bangen sie ums Überleben von 1.200 Setzlingen. Außerdem steht der Kampf gegen den Borkenkäfer an. Die Frage ist nicht ob, sondern wann der Käfer einschlägt. In der Forstwirtschaft hatten Frauen lange Zeit eine untergeordnete Rolle, während leitende Positionen Männern vorbehalten waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Frauen als sogenannte Kulturfrauen ("Trümmerfrauen des Waldes") angestellt. Sie arbeiteten in Pflanzgärten, legten Aufforstungen an und pflegten den Wald, in saisonaler, schlecht bezahlter Arbeit. Eine von ihnen war die heute 90-jährige Elfriede Kett, sie hat tausende Bäume gepflanzt. Die "Wald Queens" gehen durch eine Zeit voller Herausforderungen. Sie haben stets ein wachsames Auge auf ihre Wälder und zeigen: Jede kämpft auf ihre Weise für das grüne Herz Bayerns.
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