Hochwasser und Klima: Wie kann die Politik Katastrophen verhindern? | Markus Lanz vom 21. Juli 2021

5 monate vor


Hochwassergefahr: Wie kann die Politik Klimakatastrophen verhindern? | Markus Lanz vom 21. Juli 2021 „Je wärmer es wird, desto mehr Feuchtigkeit nimmt die Luft auf und Fluten werden immer heftiger“, erklärt die Klimaaktivistin von „Fridays for Future“ Luisa Neubauer. Diese Feststellung bezieht sie auf die Hochwasserfluten in Westdeutschland. Dass solche Phänomene immer häufiger passieren würden, sei ganz klar zu sehen und erschüttere sie. Denn dieses Problem sei kein neues, sondern nur nicht wirklich realisiert von der Politik. Die Klimakrise ihrer Meinung nach zu lasch von der Regierung und den dazugehörigen Politikern bekämpf. Im Fokus der Kritik steht bei Neubauer die CDU, die in ihrer mittlerweile 16 Jahre langen Kanzlerschaft immer noch keine Kehrtwende in den politischen Handlungen eingeführt habe. Doch genau jetzt sei der Punkt, in dem die Folgen der Klimakrise deutlich anfangen und auch in Deutschland stattfinden, direkt vor der Haustür. Sie plädiert für eine deutlich angepasste Klimapolitik der CDU, denn auch immer mehr Wählerinnen und Wähler der Union würden diesem Wechsel fordern. Der immer wieder genannte Aspekt, dass dieser Wandel teuer für die Gesellschaft sei, entrüstet sie, denn nach den Unwettern könne man ganz klar sehen, dass eine nicht Aufhaltung des Klimawandels aufgebaute Existenzen zerstört, die deutlich teurer und schmerzvoller sind. Und in der Bewältigung solcher Unwetterereignisse fehle vor allem die vorzeitige Warnung und das rechtzeitige Handeln, weshalb mehr auf die Wissenschaft gehört und diese in Entscheidungen miteinbezogen werden sollte. Viele dieser Punkte teilt die Mit-Gründerin der „KlimaUnion“ Wiebke Winter von der CDU. Sie gehört zu dem Teil der CDU, der nach mehr Klimaschutz in der aktuellen Politik strebt, wie unter anderem das Klimaziel von 1,5 Grad maximaler Klimaerwärmung und ein klimaneutrales Deutschland bis 2045. Dass nicht unbedingt jeder in ihrer Partei die gleichen Ziele vertritt, sei ihr klar, doch möchte sie nicht nur einzelne Personen überzeugen, sondern die ganze Breite. Für sie persönlich ist es auch klar, dass in den letzten 30 Jahren zu wenig passiert ist. Daher ist ihre Motivation von innen heraus zu agieren und im Bundestag für diese Ziele zu kämpfen, denn die Zeit renne davon und schnelles Handeln sei wichtiger denn je. Den gesamten Talk findet ihr hier: https://kurz.zdf.de/QTyc/ Weitere Gäste in der Sendung: Erik O. Schulz, Politiker Der Oberbürgermeister der Stadt Hagen in Nordrhein-Westfalen berichtet von den durch die Überschwemmungen entstandenen Schäden und dem Fortgang der Aufräumarbeiten. Monika Schnitzer, Wirtschaftswissenschaftlerin Sie ist als „Wirtschaftsweise“ Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Sie gibt eine Einschätzung der finanziellen Folgen der Unwetter-Katastrophe. Claudia Pahl-Wostl, Umweltsystemwissenschaftlerin Sie lehrt und arbeitet an der Universität Osnabrück und fordert eine Novellierung des Wassermanagements in Deutschland. Sie kritisiert die voranschreitende Bodenversiegelung und verweist auf die negativen Folgeerscheinungen. _____ Hier auf ZDFheute Nachrichten erfahrt ihr, was auf der Welt passiert und was uns alle etwas an-geht: Wir sorgen für Durchblick in der Nachrichtenwelt, erklären die Hintergründe und gehen auf gesellschaftliche Debatten ein. Diskutiert in Livestreams mit uns und bildet euch eure eigene Mei-nung mit den Fakten, die wir euch präsentieren. Abonniert unseren Kanal, um nichts mehr zu verpassen. Immer auf dem aktuellen Stand seid ihr auf http://www.ZDFheute.de/. #klima#fridaysforfuture#poliitk
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