Inflation im Alltag: Milchpreis steigt im Juli um fast 50 Prozent

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Die Inflation nagt an der Kaufkraft. Wie sehr sie sich im Alltag bemerkbar macht, zeigt die aktuelle Auswertung des t-online-Warenkorbs.Die Inflation setzt den Deutschen weiter zu. Im Vergleich zum Juli 2021 stiegen die Preise im vergangenen Monat um 7,5 Prozent. Verglichen mit dem Vormonat Juni 2022 wurde im Schnitt alles um 0,8 Prozent teurer.Der sogenannte Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes orientiert sich dabei an einem fiktiven Warenkorb. Darin sind nicht nur Lebensmittel enthalten, sondern auch Posten wie Miete, Reisen, Kleidung oder Energie.Auch Dienstleistungen, zum Beispiel der Änderungsschneider, werden berücksichtigt. Insgesamt enthält der Warenkorb über 650 verschiedene Güterarten, die fortlaufend verändert werden, um die Lebensrealität der Deutschen abzubilden.Inflation macht sich im Alltag bei Lebensmitteln bemerkbarAktuell sind die Treiber der Inflation insbesondere die hohen Energiepreise, die mit einer Verteuerung von mehr als einem Drittel gegenüber dem Vorjahresmonat zu Buche schlugen. Öl und Gas werden nicht nur zum Heizen des Wohnzimmers und Tanken des privaten Autos benötigt, sondern auch in der Industrie. Herstellungs- und Transportkosten zahlreicher Produkte erhöhen sich dadurch stark – und die Unternehmen geben ihre Mehrkosten an ihre Kunden weiter.Die Rekord-Inflation wird für Verbraucher im Alltag vor allem im Supermarkt spürbar. Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im Juli laut Statistischem Bundesamt mit 14,8 Prozent besonders drastisch.Der t-online-WarenkorbDiese Entwicklung zeigt, wenngleich nicht ganz so dramatisch, auch der t-online-Warenkorb, in dem die gängigsten Alltagsprodukte liegen. Seit Januar notiert t-online für Sie rund um den Monatswechsel die Preisveränderung bei Lebensmitteln und Drogerieartikeln. Dafür steuern wir den nächstgelegenen Rewe der Redaktion sowie den Rewe-Onlineshop an und werfen einen Blick auf die Preisschilder von Brot, Butter, Duschgel, Bananen und Co.Seit Beginn der Aufzeichnung hat sich unser fiktiver Einkauf stetig verteuert. Auch im Juli setzte sich dieser Trend fort. Wie die untenstehende Tabelle zeigt, haben die Preise Anfang August im Vergleich zu Ende Juni noch mal angezogen.Besonders deutlich wird der Preisanstieg beim Obst und Gemüse: So wurde Paprika binnen vier Wochen rund 30 Prozent teurer und kostet jetzt 2,98 Euro pro Kilogramm. Schlechte Nachrichten auch für Bratkartoffel-Fans: Zwiebeln wurden um 11 Prozent teurer, festkochende Kartoffeln gar um 17 Prozent. Ein Kasten Bier der Marke Radeberger verteuerte sich um 50 Cent und damit immerhin um 3,2 Prozent.Milch fast 50 Prozent teurerAuch am (Tief-)Kühlregal legten die Preise abermals zu. Die Tiefkühlpizza von Dr. Oetker wurde rund 17 Prozent teurer (Juni: 2,89 Euro; August: 3,39 Euro), die Tafel Rittersport Alpenmilch legte um gut 8 Prozent zu (Juni: 1,19 Euro; August: 1,29 Euro). Der einsame Rekordhalter des Preisanstiegs ist im Juli allerdings die Rewe Bio-Vollmilch, die sich im Vergleich zum Vormonat um 47 Prozent verteuerte und nun mit 1,69 Euro zu Buche schlägt.Es gibt aber auch gute Nachrichten: Penne-Nudeln der Rewe Eigenmarke hatten im Juni noch einen satten Aufschlag von 42 Prozent im Vergleich zum Januar vorzuweisen, nun ist der Preis wieder gesunken und liegt bei 1,39 Euro für die 500-Gramm-Packung. Auch Reis und Aufbackbrötchen sind etwas günstiger geworden. Warenkorb insgesamt etwas teurerUnverändert bleiben unter anderem Coca-Cola, Wein, Shampoo und Waschmittel. Auch gemischtes Hackfleisch von Wilhelm-Brandenburger bleibt nach einem drastischen Preisanstieg am Jahresanfang stabil bei 5,98 Euro für 500 Gramm.Die vollständige Liste des t-online Warenkorbs finden Sie hier:Insgesamt ist der t-online Warenkorb im Vergleich zum Vormonat damit leicht teurer geworden. Hat der Einkauf im Juni noch 80,02 Euro Euro gekostet, waren es vier Wochen später 82,78 Euro.Da der Supermarkt regelmäßig sein Sortiment ändert oder bestimmte Produkte temporär nicht erhältlich sind, können allerdings nicht alle Artikel verglichen werden. Wie viel teurer das Leben tatsächlich wird, hängt letztlich ohnehin von den eigenen Konsumgewohnheiten ab.
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