Iran: Blockade hat Hapag-Lloyd 51 Millionen Euro pro Woche gekostet

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Die Straße von Hormus soll eigentlich geöffnet werden. Die größte deutsche Reederei Hapag-Lloyd zeigt sich noch skeptisch. Sie haben durch die Blockade Kosten im zweistelligen Millionenbereich. Die deutsche Reederei Hapag-Lloyd hat durch die Blockade der Straße von Hormus Kosten von rund 60 Millionen Dollar (51 Millionen Euro) pro Woche. Das erklärte der Sprecher der Reederei aus Hamburg , Nils Haupt, in einem Interview mit der "Bild". Grund für die hohen Kosten seien die deutlich gestiegenen Treibstoffpreise, "sehr viel höhere Versicherungskosten" und auch die Kosten für die Zwischenlagerung von Containern, die nicht in den Persischen Golf gebracht werden konnten. Bezüglich der am Mittwoch verkündeten Waffenruhe sei das Unternehmen weiter skeptisch. "Wir sind erstmal sehr froh, dass es diesen Waffenstillstand gibt", erklärte Haupt. "Aber wir sind auch ein bisschen skeptisch. Wie wird das Ganze jetzt laufen, wer wird zuerst durchfahren, wie lange wird das dauern." Und auch, ob es die angekündigten iranischen Wegezölle geben wird, werde die Reederei beobachten. Brüchige Waffenruhe: Ölpreise steigen nach Einbruch wieder Senkung der Stromsteuer? Merz soll Anhebung der Pendlerpauschale erwägen Mindestens 50 Schiffe deutscher Reedereien sitzen fest Nach Angaben des Verbands Deutscher Reeder (VDR) sitzen seit Ausbruch des Kriegs Ende Februar mehr als 2.000 Handelsschiffe mit rund 20.000 Seeleuten im Persischen Golf fest. Darunter seien mindestens 50 Schiffe deutscher Reedereien. Die Einigung zwischen dem Iran und den USA sieht eine Öffnung der Straße von Hormus vor, die den Golf mit internationalen Schifffahrtsrouten verbindet. Am Donnerstagvormittag ist die Straße allerdings weiterhin blockiert. Deutsche Reedereien prüfen nach Kenntnis des VDR fortlaufend, ob eine Durchfahrt der Straße von Hormus möglich sei. "Angesichts der weiterhin unklaren Lage und fehlender verlässlicher Sicherheitsgarantien ist jedoch davon auszugehen, dass mögliche Durchfahrten sehr sorgfältig abgewogen werden." Hapag-Lloyd hat nach eigenen Angaben sechs Schiffe im Persischen Golf liegen. Sobald eine sichere Passage wieder möglich sei, sollen die Schiffe die Region verlassen.
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