Isabell Horn: Schauspielerin nennt Auslöser ihrer Depressionen

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Isabell Horn kämpft seit Jahren mit einer psychischen Erkrankung. Nun spricht sie über die konkreten Umstände, die ihre depressiven Phasen verursacht haben. Isabell Horn geht offen damit um, an Depressionen gelitten zu haben. Jetzt hat die Schauspielerin im Podcast "Raus aus der Depression" von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention über ihre Erkrankung gesprochen und die konkreten Auslöser mitgeteilt. Im Gespräch mit Entertainer Harald Schmidt und Psychiater Prof. Ulrich Hegerl benennt die zweifache Mutter drei prägende Lebensphasen, die ihre psychische Gesundheit erschütterten. Die ehemalige "Gute Zeiten, schlechte Zeiten"-Darstellerin erlebte ihre erste depressive Episode, als ihr Vertrag bei der RTL-Serie nicht verlängert wurde. Weitere Tiefpunkte folgten durch eine Wochenbett-Depression nach der Geburt ihrer Tochter 2017 und während der Corona-Pandemie, wie sie im Podcast offen berichtete. "Ich möchte funktionieren" "In den schlimmsten Phasen, da hab' ich nicht mal geschafft, mir irgendwie die Haare zu waschen oder einkaufen zu gehen", schildert Horn die Auswirkungen ihrer ersten Depression. Die 42-Jährige beschreibt ihren damaligen Zustand eindringlich: "Ich lag nur im Bett, ich konnte auch nichts essen. Ich hatte so düstere Gedanken." Trotz der Trennung erhielt sie damals Unterstützung von ihrem Ex-Partner, der ihr den Weg in eine psychotherapeutische Praxis ebnete. Abgleiten in die Krankheit: Das sind die sechs Stufen der Depression Nach 19 Jahren Ehe: Keith Urban und Nicole Kidman sind offiziell geschieden Während ihrer dritten Depression zur Zeit der Pandemie war bereits Horns zweites Kind, ein Sohn, auf der Welt. "Ich war sehr dankbar, meinen Mann an meiner Seite zu haben. Der hat das mit den Kindern und dem Haushalt gewuppt", erzählt die Schauspielerin. Die Familie stand vor besonderen Herausforderungen, da die Kindergärten geschlossen waren und ihr Partner arbeiten musste. "Wir haben den Kindern erklärt 'Mama geht es gerade nicht so gut, sie ist krank und braucht viel Ruhe'. Aber es hat die ganze Familie schon sehr belastet." Besonders schwer fiel es Horn, ihre Erkrankung zu zeigen. "Ich bin eine Macherfrau und ich möchte funktionieren. Und da habe ich wirklich gemerkt, es geht nichts mehr", gesteht sie im Podcast. Die Diskrepanz zwischen ihrem Selbstbild als "Frohnatur" und den depressiven Phasen empfand sie als "wahnsinnig schwierig". Aktuell blickt die Schauspielerin positiv in die Zukunft: "Ich habe das Gefühl, ich bin auf einem guten Weg. Sollte es so sein, dass ich mal wieder in eine depressive Phase rutsche, weiß ich jetzt, es gibt einen Weg da raus und ich habe keine Scheu, mir Hilfe zu holen." Mit dieser Einstellung möchte sie auch anderen Betroffenen Mut machen.
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